Die Google Pixel 10-Serie ist bereits vorgestellt, doch das eigentliche Highlight für 2026 dürfte das preisgünstigere Pixel 10a werden. Seit Jahren steht Googles A-Reihe für ein gutes Verhältnis aus Preis und Leistung – und für viele Nutzer ist sie das erste Gerät, mit dem sie in die Pixel-Welt einsteigen. Deshalb ist die Erwartungshaltung groß. Und gerade weil erste Leaks auf Einschränkungen hindeuten, stellt sich die Frage: Was muss das Pixel 10a unbedingt mitbringen, damit es eine echte Empfehlung bleibt? Drei Punkte sind dabei entscheidend.
KI darf nicht nur Premium vorbehalten sein
Mit der Pixel-10-Serie hat Google die Gemini-gestützten KI-Funktionen in den Vordergrund gerückt. 
Besonders zwei Features sorgen für Gesprächsstoff: Magic Cue und Camera Coach. Magic Cue ist ein proaktiver Assistent, der dem Nutzer hilft, ohne dass man ständig Befehle geben muss. Ob Terminerinnerung, Routenvorschlag oder spontane Tipps – die KI soll Dinge vorausschauend erledigen. Camera Coach wiederum begleitet Nutzer beim Fotografieren und gibt Tipps für Licht, Fokus und Bildaufbau.
Doch genau hier liegt das Problem: Gerüchten zufolge soll das Pixel 10a mit dem älteren Tensor G4-Chip erscheinen, nicht mit dem G5. Das würde wohl bedeuten, dass viele dieser KI-Funktionen fehlen. Für ein Unternehmen, das seine Smartphones als „KI-Telefone“ vermarktet, wäre das ein fatales Signal. Auch wer KI nicht als oberste Priorität sieht, könnte sich betrogen fühlen, wenn die Kernfunktionen fehlen, die Google überall bewirbt. Kurz gesagt: Ohne Gemini-Features würde das Pixel 10a wie ein halbes Pixel wirken.
Ein Bildschirm, der ins Jahr 2026 passt
Das Display ist das Herzstück eines jeden Smartphones. Es bestimmt, wie wir Inhalte sehen, bedienen und erleben. Das Pixel 9a war technisch solide – Auflösung, Helligkeit und Bildwiederholrate stimmten. Doch die dicken Ränder ließen es altbacken wirken. Gerade im Vergleich zu Konkurrenzgeräten wirkte das Design aus der Zeit gefallen. Wenn das Pixel 10a im Jahr 2026 neben einem iPhone 17e oder Galaxy S26 FE bestehen soll, braucht es eine modernere Optik.
Niemand erwartet randlose Displays auf Flaggschiff-Niveau, aber Google sollte es schaffen, die Proportionen zu verbessern. Schmalere Ränder und ein eleganteres Gehäuse würden schon reichen, um das Gerät zeitgemäß wirken zu lassen. Für ein Modell, das Millionen ansprechen soll, ist der erste Eindruck entscheidend.
Ausdauer ist Pflicht: die Batterie
Der Akku ist ein weiterer Knackpunkt. Positiv: Das Pixel 9a hatte eine Batterie mit 5.100 mAh – größer als die des regulären Pixel 9 mit 4.700 mAh. Das neue Pixel 10 liegt bei 4.970 mAh, was akzeptabel ist, aber nicht herausragt. Gerade in einer Zeit, in der Hersteller Akkus mit 8.000 oder gar 10.000 mAh verbauen, wirkt das etwas schwach. Nutzer erwarten heute, dass ein Smartphone ohne Kompromisse durch den Tag kommt – auch bei Gaming, Streaming und KI-Anwendungen.
Der Trend zu dünneren, leichteren Geräten darf nicht zulasten der Akkukapazität gehen. Apple mit dem iPhone Air oder Samsung mit dem Galaxy S25 Edge setzen zwar auf Design-Slimness, aber beim Pixel 10a wäre das der falsche Ansatz. Die A-Reihe stand schon immer für Alltagstauglichkeit – und die bedeutet nun einmal: lieber etwas dicker, aber mit verlässlicher Ausdauer.
Was unverändert bleiben kann
Nicht jede Komponente muss erneuert werden. Wenn das Pixel 10a das Gehäusedesign des 9a übernimmt, die Displaygröße von 6,3 Zoll behält und weiterhin auf dasselbe Kamerasetup oder die Stereo-Lautsprecher setzt, ist das kein Beinbruch. Auch Gewicht und Basisauflösung sind keine Dealbreaker. Käufer im Mittelklasse-Segment wissen, dass sie nicht die absolute High-End-Ausstattung erwarten können.
Doch drei Dinge sind unverhandelbar: ein modernes Display, ein Akku auf 9a-Niveau oder besser und der Zugang zu Googles KI-Features. Liefert Google diese Punkte, könnte das Pixel 10a eines der stärksten Mittelklasse-Geräte des Jahres werden. Ignoriert das Unternehmen sie, droht das 10a als „vergessener Budget-Pixel“ im Smartphone-Dschungel unterzugehen.
Das Pixel 10a ist mehr als nur eine günstigere Version. Es ist ein Statement: Will Google wirklich seine Innovationen für alle zugänglich machen – oder bleiben die besten Ideen den teuren Modellen vorbehalten?
2 kommentare
lieber schwerer aber mehr ausdauer bitte
hauptsache akku hält durch, kamera egal