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Google streicht das Pixel 6 und Pixel 6 Pro aus dem Refurbished-Programm

von ytools
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Google streicht das Pixel 6 und Pixel 6 Pro aus dem Refurbished-Programm

Google verabschiedet sich vom Pixel 6 und Pixel 6 Pro – was Käufer jetzt wissen müssen

Für das Pixel 6 und Pixel 6 Pro läuft die Zeit endgültig ab. Die beiden Smartphones, mit denen Google 2021 seine eigene Tensor-Chip-Ära einläutete, verschwinden aus dem offiziellen Programm für zertifizierte, generalüberholte Geräte. Damit endet ein wichtiges Kapitel in Googles Smartphone-Geschichte – und ein neues beginnt, das auf längeren Support und nachhaltigere Strategien setzt.

Als das Pixel 6 vorgestellt wurde, versprach Google drei Jahre Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates – damals absolut branchenüblich. Doch Anfang 2024 änderte sich alles: Samsung kündigte mit dem Galaxy S24 ganze sieben Jahre Android-Support an. Google reagierte prompt und verlängerte den Update-Zeitraum für die Pixel-6- und Pixel-7-Reihen auf fünf Jahre. Somit erhalten Besitzer eines Pixel 6 oder 6 Pro nicht nur Android 16, sondern auch Android 17 – eine Verlängerung, die kaum jemand erwartet hatte.

Für Schnäppchenjäger war das Certified Refurbished Pixel Phone-Programm ein echter Geheimtipp. Google bot darin ältere Modelle mit bis zu 40 % Rabatt gegenüber dem ursprünglichen Verkaufspreis an. Jedes Gerät wurde gründlich geprüft – Akku, Display und Gehäuse – und bei Bedarf mit Originalteilen repariert. Außerdem kamen die Geräte mit der neuesten Android-Version, einem passenden Ladegerät und einem Jahr Garantie. So war das Pixel 6 für 339 US-Dollar und das Pixel 6 Pro für 539 US-Dollar erhältlich – ein echter Deal für alle, die in die Pixel-Welt einsteigen wollten.

Doch nun ist Schluss. Google hat das Pixel 6 und das 6 Pro aus dem Refurbished-Angebot entfernt. Der Grund liegt auf der Hand: Die verbleibende Support-Zeit ist zu kurz – nur noch rund ein Jahr bis zum Ende der Updates. Im Programm bleiben aktuell das Pixel 7a für 339 US-Dollar, das Pixel 7 für 359 US-Dollar und das Pixel 7 Pro für 538 US-Dollar. Diese Geräte profitieren von deutlich längerer Softwareunterstützung und sind damit langfristig die bessere Wahl.

Interessanterweise hat das Pixel 6a – das erste Mittelklassemodell mit Tensor-Chip – zwei zusätzliche Jahre Support erhalten und bekommt nun sogar Android 18. Trotzdem ist es nicht mehr Teil des Refurbished-Programms, nachdem einige Einheiten aufgrund von Batterieproblemen in Brand geraten waren. Auch beim Pixel 7 und Pixel 7 Pro gab es vereinzelt Berichte über ähnliche Vorfälle, doch Google entschied sich, die Geräte im Programm zu belassen, während die Qualitätskontrollen verschärft wurden.

Hinweise auf zukünftige Ergänzungen gibt es bereits. Im September tauchte das Pixel 8 Pro kurzzeitig auf der Refurbished-Seite des Google Store auf, wurde jedoch schnell wieder entfernt – ein klares Zeichen dafür, dass die Pixel-8-Reihe bald Teil des Programms sein dürfte. Damit könnten bald auch aktuelle Premium-Modelle zu reduzierten Preisen erhältlich sein.

Ein Punkt, der potenzielle Käufer aber stutzig machen sollte, betrifft den Akku. Während Apple bei seinen generalüberholten iPhones immer neue Akkus verbaut und Samsung Batterien auf nahezu 100 % Kapazität bringt, lässt Google den ursprünglichen Akku im Gerät. Das Unternehmen erklärt lediglich, dass sich der Akku „in gutem Zustand“ befinde und „ordnungsgemäß aufgeladen“ werde. Das mag für viele ausreichend sein, könnte aber die Lebensdauer im Vergleich zu einem neuen Gerät verkürzen.

Trotzdem bleibt das Programm attraktiv. Refurbished-Smartphones machen mittlerweile rund 10 bis 15 % des US-Marktes aus – Tendenz steigend. Grund dafür sind die immer höheren Preise neuer Flaggschiffmodelle, die inzwischen regelmäßig über 1.000 US-Dollar liegen. Gleichzeitig spielt auch Nachhaltigkeit eine große Rolle: Wiederaufbereitete Geräte reduzieren Elektroschrott und verlängern die Nutzungsdauer wertvoller Komponenten. Zudem hat sich die Qualität der Aufbereitung in den letzten Jahren deutlich verbessert – heutige Refurbished-Geräte sind kaum noch von Neugeräten zu unterscheiden.

Das Ende des Pixel 6 im Refurbished-Programm markiert also keinen Verlust, sondern eine Weiterentwicklung. Google richtet seinen Blick nach vorn – auf längere Unterstützung, höhere Qualität und umweltbewusstere Alternativen. Wenn die Pixel-8-Serie demnächst hinzukommt, dürfte das Programm noch attraktiver werden. Refurbished ist längst kein Kompromiss mehr, sondern eine clevere und nachhaltige Option für alle, die Premium-Technik zu einem fairen Preis suchen.

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1 kommentar

PiPusher December 19, 2025 - 7:34 am

hab mir letztens ein refurbished pixel 7 geholt, sieht aus wie neu 👍

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