Das HMD Terra M ist kein Handy für Instagram und Gaming, sondern ein Werkzeug für Menschen, die im Einsatz sind, wenn andere längst Feierabend haben. Mit diesem ultra robusten Feature Phone richtet sich HMD ganz bewusst an Unternehmen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, statt an klassische Endkunden. 
Statt Glasrückseite und Hochglanzdesign stehen Alltagstauglichkeit, Ausfallsicherheit und einfache Bedienung im Vordergrund. Wer Schichten in der Industrie fährt, kritische Infrastruktur betreibt, bei Feuerwehr, Polizei, THW oder Werkschutz arbeitet, braucht ein Gerät, das funktioniert, wenn es dreckig, laut und ungemütlich wird – genau hier will das Terra M punkten.
Entwickelt wurde das Gerät unter dem Dach von HMD Secure, der Geschäftseinheit für geschützte Lösungen im Enterprise- und Public-Sector-Umfeld. Das Terra M versteht sich als smartes Tastenhandy mit einem speziell angepassten Betriebssystem, das sich nahtlos in professionelle Mobile-Device-Management-Lösungen einfügt. HMD zielt klar auf Betreiber kritischer Infrastruktur, Einsatzkräfte, Werks- und Objektschutz, Außendienst und alle Teams, die große Gerätepools im Feld verwalten müssen. Standardisierte Hardware mit klar definierten Funktionen reduziert Schulungsaufwand, erleichtert Support und sorgt dafür, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt.
Das zentrale Verkaufsargument ist die Robustheit. Das HMD Terra M erfüllt den Militärstandard MIL-STD-810H, bei dem Geräte unter anderem auf Stürze, Vibrationen, Hitze, Kälte sowie hohe Luftfeuchtigkeit getestet werden. Zusätzlich bringt das Telefon Schutz nach IP68 und IP69K mit: staubdicht, gegen dauerhaftes Untertauchen geschützt und resistent gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen. Praktisch bedeutet das, dass das Terra M Stürze auf Beton, Regen, Matsch, das Reinigen mit der Spritzlanze oder den Einsatz in Werkhallen mit feuchter, schmutziger Umgebung mit hoher Wahrscheinlichkeit übersteht – Szenarien, an denen viele Consumer-Smartphones schnell scheitern.
Die Hardware-Schale wäre allerdings wenig wert, wenn die Software nicht zum professionellen Einsatz passen würde. Über HMD Secure können IT-Abteilungen ganze Flotten von Terra-M-Geräten ausrollen, konfigurieren und verwalten. Profile, Berechtigungen, Netzwerkeinstellungen und Sicherheitsrichtlinien lassen sich zentral vorgeben, unerwünschte Funktionen werden deaktiviert, benötigte Unternehmens-Apps können vorinstalliert werden. Auf Wunsch liefert HMD die Geräte bereits ab Werk mit angepasstem Software-Image aus. So sparen Organisationen Zeit bei der Ersteinrichtung, und neue Mitarbeitende können ihr Diensthandy praktisch sofort produktiv nutzen.
Auch bei der Bedienung zeigt sich, dass das Terra M für den Einsatz im Feld gedacht ist. Auf der Front sitzt ein 2,8-Zoll-Touchscreen, der sich auch mit Handschuhen bedienen lässt – ein wichtiger Punkt für Baukolonnen, Monteure oder Einsatzkräfte in Schutzausrüstung. Eine frei belegbare Push-to-Talk-Taste macht aus dem Handy auf Knopfdruck eine moderne Funklösung für Gruppenkommunikation. Daneben findet sich eine deutlich hervorgehobene Notfalltaste, über die sich im Ernstfall schnell ein Alarm auslösen oder eine Leitstelle anrufen lässt. Angetrieben wird das Gerät vom Qualcomm-Dragonwing-QCM229-Chipsatz, der keine Benchmark-Rekorde brechen soll, sondern einen stabilen, sparsamen Betrieb des angepassten Systems gewährleistet.
Beim Thema Konnektivität ist das HMD Terra M deutlich moderner, als sein Tastenlayout vermuten lässt. Das Gerät unterstützt 4G mit VoLTE für klare Sprachqualität, VoWiFi für Telefonie über WLAN in Funklöchern, einen Hotspot-Modus zum Teilen der Datenverbindung sowie eSIM-Unterstützung. Gerade im Firmeneinsatz ist eSIM spannend, weil sich Tarife und Profile flexibler verwalten lassen, etwa bei internationalen Teams oder wechselnden Projekten. Als Betriebssystem kommt eine angepasste, schlanke Plattform zum Einsatz, und HMD verspricht fünf Jahre lang quartalsweise Sicherheitsupdates – ein Zeitraum, der im Rugged-Segment und auch bei vielen Consumer-Geräten alles andere als selbstverständlich ist.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausdauer. Die 2.510-mAh-Batterie ist für bis zu zehn Tage Stand-by ausgelegt, sodass das Gerät nicht schon nach zwei vergessenen Ladevorgängen am Wochenende den Dienst verweigert. Zusammen mit optionalem Tischlade-Dock lässt sich das Terra M am Schichtende einfach einstecken, etwa in der Wache oder Leitstelle. Eine Gürtelhalterung sorgt dafür, dass das Handy im Einsatz schnell greifbar bleibt, ohne Hosentaschen zu blockieren oder in Schutzkleidung zu verschwinden. All diese Details zeigen, dass HMD nicht nur ein robustes Gehäuse gebaut, sondern den kompletten Nutzungskontext von Einsatz- und Serviceteams mitgedacht hat.
Noch sind nicht alle technischen Daten des HMD Terra M veröffentlicht, doch der Hersteller nennt bereits einen klaren Zeitplan: Der Marktstart ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Bis dahin können Unternehmen und Behörden prüfen, ob ein ultra robustes, bewusst funktionsreduziertes Diensthandy wie das Terra M besser zu ihren Sicherheits- und Wartungsanforderungen passt als ein weiterer empfindlicher Glas-Smartphone-Fuhrpark. In einer Welt voller nahezu identischer Consumer-Geräte setzt HMD mit dem Terra M auf ein klares Profil: weniger Entertainment, mehr Verlässlichkeit – für alle, für die Kommunikation ein sicherheitskritischer Bestandteil des Jobs ist.