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Intel 18A: Panther Lake und Clearwater Forest eröffnen die Zukunft der Prozessoren

von ytools
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Intel 18A: Panther Lake und Clearwater Forest eröffnen die Zukunft der Prozessoren

Intel 18A: Panther Lake und Clearwater Forest läuten eine neue Ära ein

Beim Intel Tech Tour 2025 im Werk Fab 52 bekamen wir erstmals die Gelegenheit, Intels neue 18A-Prozessoren aus nächster Nähe zu sehen: Panther Lake für Notebooks und Desktops sowie Clearwater Forest für Server. Diese Chips markieren den Beginn einer neuen Phase für Intel – nach Jahren der Verzögerungen und verlorenen Marktanteile scheint das Unternehmen endlich wieder Fahrt aufzunehmen. Die Serienproduktion soll 2026 starten, und alles deutet darauf hin, dass Intel wieder zu den ganz Großen aufschließt.

Fab 52 – das Herz der 18A-Generation

Das Werk in Arizona ist das technologische Epizentrum von Intels neuen Fertigungsverfahren. Hier konnten wir die makellosen Silizium-Wafer bewundern, die das Fundament der kommenden Generation bilden. Der 18A-Prozess kombiniert zwei entscheidende Innovationen: RibbonFET-Transistoren und PowerVia – eine Technik, bei der die Energiezufuhr auf die Rückseite des Chips verlegt wird. Damit sinken Energieverluste, und gleichzeitig steigt die Packungsdichte sowie die Effizienz. Kurz gesagt: Intel ist wieder auf Augenhöhe mit TSMC – und vielleicht sogar einen Schritt voraus.

Panther Lake – der Sprung ins Effizienzzeitalter

Panther Lake erscheint in zwei Varianten: 12Xe und 4Xe. Beide basieren auf demselben Compute-Die im 18A-Prozess, unterscheiden sich aber beim Grafikchip. Das größere Modell nutzt eine GPU, die im TSMC N3E-Verfahren gefertigt wird, während das 4Xe-Modell auf eine Grafiklösung im Intel 3-Prozess setzt. Beide Varianten verwenden Intels Foveros 2.5D-Packaging, das Compute-, Grafik-, I/O- und Füll-Tiles in einer modularen Struktur vereint. So bleibt die Architektur flexibel und skalierbar, ohne an Effizienz zu verlieren.

Auf der Messe zeigte Intel außerdem das Panther Lake RVP (Reference Validation Platform) – ein Mainboard, das Ingenieuren als Testplattform dient. Es verfügt über einen BGA-2540-Sockel für die Panther Lake H- und U-CPUs und unterstützt die neue LPCAMM2-Speichertechnologie. Diese ersetzt die klassischen SO-DIMMs und bietet höhere Geschwindigkeiten bei kompakterer Bauform. Intel nutzte dafür Crucial-Module mit 64 GB und bis zu 7500 MT/s. In Zukunft sollen bis zu 9533 MT/s und 96 GB möglich sein. Die Stromversorgung erfolgt über einen 12-poligen EPS-Anschluss oder optional per DC-In. Debug-LEDs, Messpunkte und zwei USB-C-Ports runden das Entwicklerdesign ab. Der CPU-Kühler – ein massiver Kupferblock mit einem 9000-U/min-Lüfter – sorgt für stabile Temperaturen.

Entwicklerkits und Edge-Module

Für Entwickler zeigte Intel ein kompaktes Panther Lake DevKit, das an einen Mini-PC erinnert. Es ist mit LPCAMM2-Speicher ausgestattet und bietet zahlreiche Anschlüsse – ideal für Softwareoptimierungen und Performance-Tuning. So können Entwickler ihre Anwendungen schon jetzt auf die kommende Generation vorbereiten, bevor die CPUs überhaupt im Handel erscheinen.

Besonders spannend war das Panther Lake Edge-/Robotik-Modul. Diese kleine Platine integriert die CPU mit vier verlöteten DRAM-Chips von Micron (Modell 4ZC42 DBFVB). Das minimalistische Layout verdeutlicht, wie vielseitig Panther Lake in Zukunft eingesetzt werden kann – von Robotern bis hin zu IoT-Systemen. Die Rückseite der Platine wird in der finalen Version zusätzliche Schaltungen und Anschlüsse enthalten.

Clearwater Forest – Intels Server-Offensive

Während Panther Lake auf den Consumer-Markt zielt, steht Clearwater Forest für Intels Rückkehr in die Serverliga. Der neue Xeon 6+ nutzt den 18A-Prozess und kombiniert bis zu 12 Compute-Tiles mit jeweils 24 Darkmont E-Cores. Damit erreicht das Spitzenmodell unglaubliche 288 Kerne – doppelt so viele wie der Vorgänger Sierra Forest. Die Architektur basiert auf Foveros 3D und EMIB, wodurch Datenströme mit hoher Bandbreite zwischen den Tiles fließen können. Die mittleren Tiles enthalten die Recheneinheiten, während die äußeren für Ein- und Ausgabe zuständig sind. Eine Basisschicht beherbergt zusätzlichen Cache für noch mehr Durchsatz.

Bemerkenswert: Die neuen Xeon-CPUs sind kompatibel mit bestehenden LGA-7529-Sockeln. Unternehmen können also einfach upgraden, ohne ihre Plattformen zu ersetzen. Gezeigt wurde unter anderem ein Lenovo CSPHD350 V4 Server mit einem Sockel und 12 DIMM-Slots. Zukünftige 2-Sockel-Versionen sollen bis zu 24 DIMMs unterstützen – ein klares Signal an Rechenzentrumsbetreiber.

Demos und reale Tests

In mehreren Live-Demos demonstrierte Intel die Leistungsfähigkeit der neuen Chips. Besonders beeindruckend war der Low-Power-Island-Test: Der Panther Lake verbrauchte bei leichten Aufgaben wie YouTube- oder Teams-Nutzung nur 7,5–8 Watt – rund 35 % weniger als ein Arrow Lake. Dieser Effizienzsprung könnte für Laptops und Ultrabooks wegweisend sein.

Auch das Gaming-Demo ließ aufhorchen. Mit dem Panther Lake 12Xe lief Painkiller in 1080p und „Epic“-Einstellungen. Während nativ etwa 55 FPS erreicht wurden, kletterte die Bildrate mit XeSS 3 (Ultra Quality Plus) und Multi-Frame Generation 4x auf über 200 FPS. Das ist ein gewaltiger Sprung und zeigt, dass Intels Grafikabteilung endlich wieder konkurrenzfähig ist. Zudem präsentierte Intel den neuen Smart Power HDR-Modus, der durch intelligente Spannungssteuerung bis zu 40 Minuten mehr Akkulaufzeit bei HDR-Inhalten ermöglichen soll.

Clearwater Forest im Servereinsatz

Auch die Server-Demos beeindruckten. In einer 5G-Core-Workload erzielte Clearwater Forest mehr als die doppelte Leistung eines Sierra Forest-Systems. In allgemeinen Rechenaufgaben wurde ein 17 % höheres IPC gemessen – kombiniert mit der Verdopplung der Kerne ergibt das enorme Leistungszuwächse bei gleichzeitig besserer Energieeffizienz. Für Cloud-Anbieter ist das ein wichtiger Schritt, um Stromkosten zu senken und Rechenkapazität zu erhöhen.

Ein neues Kapitel für Intel

Nach Jahren der Unsicherheit scheint Intel zurück auf Erfolgskurs. Der 18A-Prozess ist mehr als nur ein Fertigungsupdate – er steht für den Neubeginn des Unternehmens. Panther Lake soll auf der CES 2026 offiziell vorgestellt werden, während Clearwater Forest im Sommer 2026 folgt. Die gezeigten Prototypen machen deutlich: Intel hat seine Lektion gelernt – und ist bereit, wieder an der Spitze mitzumischen.

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2 kommentare

LunaLove October 24, 2025 - 12:57 am

lol diese Laptops werden so teuer wie Autos 😂

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Ninja December 21, 2025 - 12:05 pm

Intel is back! Hätte ich echt nicht gedacht

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