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Core Ultra 5 230F im PassMark: Was er dem Core Ultra 5 225 und 225F voraushat

von ytools
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Core Ultra 5 230F im PassMark: Was er dem Core Ultra 5 225 und 225F voraushat

Der Intel Core Ultra 5 230F ist außerhalb Chinas kaum zu sehen, aber im PassMark-Benchmark ist er jetzt offiziell aufgetaucht – und bestätigt damit, was das Datenblatt schon angedeutet hat: Es handelt sich nicht um eine völlig neue Generation, sondern um einen sorgfältig nachgeschärften Ableger des Core Ultra 5 225 bzw. 225F, der ein paar Prozent mehr Leistung in Anwendungen und Spielen herausholt, ohne am offiziellen TDP zu drehen.

Auf den ersten Blick wirkt alles vertraut: 10 Kerne, 10 Threads, aufgeteilt in 6 Performance-Kerne (P-Cores) und 4 Effizienz-Kerne (E-Cores). Damit zielt Intel klar auf den klassischen Mainstream-Sektor – Gaming-PCs im mittleren Preisbereich sowie Allround-Desktops für Büro, Content-Creation und Streaming. Die eigentliche Geschichte spielt sich im Detail ab: Beim Core Ultra 5 230F wurden die Taktraten von P- und E-Cores leicht angehoben und der L3-Cache um 4 MB erweitert. Trotzdem bleibt die offizielle TDP-Spanne unverändert bei 65 bis 121 Watt, sodass sich das Modell in vorhandene Plattformen einfügt, ohne neue Kühlkonzepte zu erzwingen.

Die PassMark-Werte machen diesen Feinschliff messbar: Für den Core Ultra 5 230F werden rund 4.656 Punkte im Single-Core- und etwa 33.177 Punkte im Multi-Core-Test gelistet. Verglichen mit typischen Ergebnissen des Core Ultra 5 225 und 225F ergibt sich damit ein Vorsprung von etwa 5–6 % in beiden Disziplinen. Das ist kein Sprung, der ältere Systeme über Nacht veraltet wirken lässt – aber für ein Modell innerhalb derselben Produktfamilie ist es ein spürbares Plus, gerade wenn man auf maximale Responsiveness im Alltag und ein paar zusätzliche FPS im Spiel setzt.

In der Praxis spielt der 230F seine Stärken vor allem in Games und gemischten Workloads aus. Dank höherem Takt und mehr L3-Cache kann er sich in vielen Szenarien überraschend nah an den Core Ultra 5 245K heranschieben – obwohl dieser nominell mehr Kerne, höhere Spitzenfrequenzen und mehr L2-Cache bietet. Für Spieler, die auf 1080p oder 1440p zielen und ihr Budget vor allem in die Grafikkarte stecken wollen, wird der Core Ultra 5 230F damit zu einer interessanten Option: genug CPU-Leistung, um moderne GPUs nicht auszubremsen, ohne in Preisregionen eines Oberklasse-Prozessors vorzustoßen.

Der Haken: Der Core Ultra 5 230F ist offiziell nur für den chinesischen Markt vorgesehen. Wer in Europa oder Nordamerika unterwegs ist, sieht in den Preislisten weiterhin vor allem den Core Ultra 5 225/225F oder muss direkt zu teureren Modellen greifen. Für Besitzer eines bestehenden 225/225F lohnt sich ein Wechsel auf den 230F ohnehin kaum – allein wegen 5–6 % Mehrleistung die Plattform zu tauschen, erscheint den meisten Enthusiasten wenig sinnvoll. Entsprechend liest man in Kommentaren häufig den nüchternen Tenor: Wer bereits einen aktuellen Arrow-Lake-Chip hat, erreicht einen ähnlichen Effekt oft auch mit leichtem Overclocking und sauberen Power-Settings.

Genau deshalb ordnen viele den 230F eher als typischen „Refresh“ ein: etwas mehr Takt, etwas mehr Cache, neue Modellnummer – fertig. Aus technischer Sicht ist das aber durchaus spannend, weil Intel hier zeigt, welches Spielraum im bisherigen Design steckt. Gleichzeitig positioniert sich der Chip als Testfeld: ein regional begrenztes SKU, mit dem man Feintuning bei Spannung, Frequenz und Turbo-Verhalten auslotet, bevor ähnliche Ideen womöglich in globalen Produktreihen landen.

Parallel dazu richtet sich der Blick der Community längst auf die nächste große Stufe: Arrow Lake Refresh. Erwartet werden Modelle wie Core Ultra 9 290K Plus, Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus. Sie sollen mehr Kerne, höhere Taktraten und eine verbesserte Speicherunterstützung mitbringen – also genau die Art von Upgrade, die sich Power-User, Streamer und Kreativschaffende wünschen. Offizielle Daten zu Taktraten, Kernkonfigurationen oder Preisen hält Intel bislang jedoch zurück, weshalb alle Erwartungen auf Leaks und Roadmaps basieren.

Bis diese Generation Realität wird, füllt der Core Ultra 5 230F eine sehr konkrete Lücke: Innerhalb der Core-Ultra-5-Familie ist er in China wohl der Sweet Spot für preisbewusste Käufer – gleiche Kernanzahl, gleiche TDP, aber in vielen Anwendungen und Spielen ein Stück flotter. Für Nutzer mit bestehendem 225/225F bleibt er eher eine interessante Randnotiz. Wer jedoch jetzt einen neuen Gaming-PC in China plant, bekommt mit dem Core Ultra 5 230F einen günstigen, aber durchaus leistungsstarken Kandidaten, der die Wartezeit auf die Arrow-Lake-Refresh-CPUs gut überbrückt.

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