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Intel Core Ultra 7 366H: Was die geleakte iGPU-Leistung gegen Radeon 840M und 860M bedeutet

von ytools
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Intel Core Ultra 7 366H: Was die geleakte iGPU-Leistung gegen Radeon 840M und 860M bedeutet

Panther Lake rückt näher: Was der Leak zum Intel Core Ultra 7 366H wirklich verrät

Intels nächste Mobilgeneration mit dem Codenamen Panther Lake ist zwar noch nicht offiziell im Handel, sorgt aber schon jetzt für reichlich Gesprächsstoff. Einer der spannendsten Neuzugänge in der Leak-Landschaft ist der Core Ultra 7 366H. Er ist kein Flaggschiff, sondern eher ein typischer Mainstream-H-Chip für dünne und leichtere Notebooks – und genau deshalb interessant. Statt einer großen iGPU setzt Intel hier nur auf vier Xe3-GPU-Kerne. Trotzdem taucht der 366H in Geekbench mit einem Vulkan-Ergebnis auf, das sich direkt neben Einstiegs-GPUs wie der Radeon 840M und der mobilen GTX 1050 Ti einreiht.

Damit zeichnet sich langsam ab, wie Intel die Panther-Lake-Familie positionieren will: oben die fetten X-Modelle mit deutlich mehr Grafikleistung, darunter der 366H und Co., die eher auf Akku-Laufzeit, Preis und “gut genug”-Performance für Alltag und gelegentliches Gaming setzen. Wer heute nach einem Allround-Notebook ohne dedizierte GPU sucht, sollte diesen Leak daher aufmerksam verfolgen.

Hybrid-CPU mit 16 Kernen: Ausbalanciert für Alltag statt Benchmarks-Rekorde

Auf der CPU-Seite folgt der Core Ultra 7 366H dem bekannten Hybrid-Ansatz von Intel. Insgesamt stehen 16 Kerne bereit, aufgeteilt in 4 Performance-Kerne (P-Cores), 8 Effizienz-Kerne (E-Cores) und 4 besonders sparsame LP-E-Cores, die Hintergrundaufgaben, Standby und leichte Workloads übernehmen. Die Basisfrequenz liegt bei 2,0 GHz, der Boost-Takt soll bis etwa 4,8 GHz reichen, dazu kommen 18 MB L3-Cache.

Das Ziel ist klar: hohe Reaktionsgeschwindigkeit im Alltag, viele Browser-Tabs, Office, Videokonferenzen, ein bisschen Bild- oder Videobearbeitung – ohne den Akku in zwei Stunden leer zu saugen. Der 366H ist also nicht dafür gedacht, Cinebench-Ranglisten zu dominieren, sondern in schlanken 25-Watt-Notebooks möglichst viel Performance pro Watt herauszuholen.

Kleine Xe3-iGPU – mit überraschend erwachsenen Zahlen

Spannender als die CPU ist im Fall des 366H eindeutig die integrierte Grafik. Während andere Panther-Lake-SKUs mit 10 oder 12 Xe3-Kernen auftauchen, muss sich dieses Modell mit nur 4 Kernen begnügen. Auf dem Papier klingt das ziemlich mickrig, vor allem im Vergleich zu AMDs aktuellen APUs mit Radeon-860M- oder 840M-Grafik, die mit mehr Recheneinheiten und RDNA-Architektur wuchern.

Doch entscheidend ist, was am Ende im Benchmark steht. Im geleakten Geekbench-Vulkan-Test erreicht die iGPU des Core Ultra 7 366H rund 22.813 Punkte. Die Radeon 840M liegt typischerweise bei etwa 18.060 Punkten, die mobile GeForce GTX 1050 Ti bei ungefähr 21.937 Punkten. Übersetzt: Der kleine 4-Core-Xe3 ist rund 26 Prozent schneller als die Radeon 840M und schiebt sich sogar knapp vor die GTX 1050 Ti mobile – und das als integrierte Grafik in einem 25-Watt-Chip.

Stellt man die Werte neben eine Radeon 860M, wird das Bild allerdings relativiert: Mit rund 37.552 Punkten ist AMDs stärkere iGPU fast 40 Prozent voraus. Das ist keine Überraschung – schließlich zielt die 860M eher auf die Oberklasse der APU-Notebooks, während der 366H bewusst im Mainstream wildern soll. Wer maximale iGPU-Performance will, muss also entweder höher in der Panther-Lake-Leiter greifen oder weiterhin bei AMD schauen.

Einordnung in die Panther-Lake-Familie

Der Core Ultra 7 366H ist nur ein Baustein in einer breit aufgefächerten Produktpalette. Oberhalb davon stehen Core-Ultra-X9- und X7-Modelle, häufig mit derselben Kernkonfiguration (4 P-, 8 E-, 4 LP-E-Cores), aber mit mehr Xe3-GPU-Kernen und höheren Leistungsbudgets. Erste Leaks bescheinigen Varianten mit 10 bis 12 Xe3-Kernen eine Grafikleistung in der Nähe einer GeForce RTX 3050 und teils sogar darüber, wenn man auf Benchmarks wie 3DMark Time Spy blickt.

Darunter gibt es eine ganze Staffel an H-SKUs, die alle mit einem Basis-TDP von 25 Watt starten, im Turbo aber auf 55 bis 80 Watt hochgehen können
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. Je nach Modell variieren CPU-Takte und Anzahl der Xe3-Kerne – von 4 über 10 bis hin zu 12. Für Notebook-Hersteller ist das ein Werkzeugkasten: Sie können entscheiden, ob ein bestimmtes Gerät eher auf leise Kühlung und Laufzeit oder auf möglichst hohe FPS ohne dedizierte GPU getrimmt werden soll.

Was bedeuten 22.813 Vulkan-Punkte im Alltag?

Zahlen sind schön, aber wie fühlt sich das an? Ein Notebook mit Core Ultra 7 366H und 4-Core-Xe3-iGPU dürfte im eSport-Bereich ordentlich unterwegs sein: Titel wie Valorant, League of Legends, Dota 2, CS2 oder Rocket League sollten in 1080p bei mittleren bis niedrigen Einstellungen spielbar sein, teilweise mit über 60 fps – vorausgesetzt, der Hersteller nutzt schnellen Dual-Channel-RAM und verpasst dem Gerät kein ultrakonservatives Power-Limit.

Bei AAA-Spielen wird man Kompromisse eingehen müssen: Auflösung runter, Details auf niedrig bis mittel und, wo verfügbar, Upscaling-Techniken nutzen. Dann sind auch Titel wie Doom Eternal oder andere aktuelle Action-Games drin – nicht auf Ultra, aber durchaus „konsoletauglich“.

Abseits von Spielen sieht es sogar noch besser aus. Die iGPU beschleunigt Video-Streaming, moderne Codecs, den Browser, einfache Video-Edits und Bildbearbeitung sowie den Betrieb von externen Monitoren. Für Studierende, Office-Nutzer und alle, die hauptsächlich arbeiten und zwischendurch etwas zocken möchten, wirkt der 366H damit deutlich attraktiver als frühere Intel-iGPUs, die oft kaum mehr als „YouTube-Beschleuniger“ waren.

Community-Reaktionen: Zwischen „Müll“ und „völlig ausreichend“

Wie üblich bei neuen Intel-Leaks sind die Reaktionen in Foren sehr polarisiert. Die eine Fraktion ruft sofort „langsam, DOA, typischer heißer Intel“, kopiert alte Memes und erklärt den Chip für tot, bevor der erste Test eines Seriennotebooks erschienen ist. Die andere Seite schaut auf die Zahlen und meint: Für vier GPU-Kerne ist das Ergebnis durchaus beeindruckend – vor allem, wenn man bedenkt, dass hier ein sparsamer Allrounder und kein High-End-Gaming-Chip entstehen soll.

Zwischen den Fronten fliegen die obligatorischen Cinebench- und Geekbench-Screenshots, es wird über AVX-512, Kernanzahl, Multi-Thread-Rankings und „wer wen in drei synthetischen Tests schlägt“ gestritten. Die Realität ist wie immer weniger spektakulär: Am Ende zählt, was ein konkretes Notebook mit Kühlsystem, RAM-Konfiguration und Preis auf den Tisch bringt.

Engineering-Sample bleibt Engineering-Sample: CES als Gradmesser

Ein weiterer Punkt, den man im Hinterkopf behalten sollte: Die aktuell sichtbaren Benchmarks stammen sehr wahrscheinlich von frühen Engineering-Samples. Bis zur Vorstellung auf der CES kann sich noch einiges tun – BIOS-Optimierungen, Feinschliff an Power-Targets, stabilere und schnellere iGPU-Treiber. Es wäre also nicht überraschend, wenn die finalen Geräte am Ende ein paar Prozent schneller oder in Einzelfällen auch etwas konservativer ausfallen, um Temperatur und Geräuschpegel im Rahmen zu halten.

Viele Tester und Leaker sagen deshalb offen, dass sie „vor der CES nur ein bisschen Spaß haben“ und die wirklich relevanten Einschätzungen erst kommen, wenn fertige Retail-Notebooks auf dem Schreibtisch stehen.

AMD dominiert noch das iGPU-Leistungsmaximum, Intel holt beim Alltag auf

Rein auf maximale iGPU-Performance bezogen, hat AMD mit APUs wie Krackan Point und Lösungen à la Radeon 860M oder 890M weiterhin die Nase vorn. Mehr Recheneinheiten, hohe Speicherbandbreite und ausgereifte Treiber zahlen sich in schweren Titeln aus. Wer alles aus integrierter Grafik herauskitzeln will, findet im AMD-Lager noch immer die stärksten Optionen.

Der Core Ultra 7 366H sendet aber ein klares Signal: Intels integrierte Grafik ist im Mainstream-Segment endlich in der Gegenwart angekommen. Wenn ein 4-Core-Xe3 in einem 25-Watt-Notebook eine Radeon 840M und eine mobile GTX 1050 Ti hinter sich lassen kann, ohne den Preis in die Höhe zu treiben, werden Budget-Gamer und Allround-Nutzer künftig deutlich mehr Auswahl haben.

Für wen lohnt sich der Core Ultra 7 366H?

Unterm Strich richtet sich der 366H an Nutzerinnen und Nutzer, die einen vielseitigen Laptop wollen, aber keine dedizierte GPU benötigen: Studierende, Office-Worker, Vielreisende, Content-Creator im Einsteigerbereich und Casual-Gamer. Wer seine Zeit überwiegend in Browser, Office, Teams/Zoom, ein bisschen Photoshop oder DaVinci Resolve Light verbringt und am Abend ein paar Matches in eSports-Titeln spielt, wird mit einem gut designten Notebook auf Basis des Core Ultra 7 366H vermutlich sehr zufrieden sein.

Wer hingegen mit hohen Einstellungen in brandneuen AAA-Games unterwegs sein möchte, wird weiterhin eher zu den größeren Panther-Lake-Varianten mit mehr Xe3-Kernen, zu Modellen mit dedizierter GPU oder zu den stärkeren AMD-APUs greifen. Spannend ist vor allem, dass Intel mit dem 366H gezeigt hat: Im kommenden Notebook-Jahrgang geht es im Mainstream-Segment nicht mehr nur um „irgendwie brauchbar“, sondern um echte Auswahl – inklusive integrierter Grafik, die ihren Namen auch verdient.

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