
Intel Core Ultra X7 358H „Panther Lake“: Leck zeigt gewaltigen iGPU-Sprung – schneller als eine RTX 3050
Die neue Intel Panther Lake-Generation steht in den Startlöchern, und der erste große Leak sorgt bereits für Gesprächsstoff. Der Intel Core Ultra X7 358H ist im Geekbench 6 aufgetaucht – getestet im ASUS ROG Zephyrus G14 (Modell GU405AA) – und liefert beeindruckende Ergebnisse. Mit seiner neuen Xe3-Architektur bringt Intel seine integrierte Grafik endlich auf ein Niveau, das bisher nur dedizierte GPUs erreichten.
Der Prozessor setzt auf ein hybrides Design mit 16 Kernen im 4+8+4-Aufbau: vier leistungsstarke Cougar Cove-Kerne, acht effiziente Darkmont-Kerne und vier besonders sparsame Skymont-Kerne. Die Taktraten liegen bei 1,9 GHz Basis und bis zu 4,8 GHz Boost. Dazu kommen 18 MB L3-Cache und 8 MB L2-Cache. Das Testgerät verfügte über 32 GB LPDDR5x-RAM – vermutlich mit einer Geschwindigkeit von 9600 MT/s –, um die GPU-Leistung voll auszureizen.
Das Highlight ist zweifellos die Arc Xe3 iGPU mit 12 Grafik-Kernen (96 Compute Units) bei 2,5 GHz
. Laut Berichten erreicht die kommende X9-Serie sogar bis zu 2,8 GHz. Die GPU nutzt 16 GB gemeinsamen Systemspeicher, was die Bandbreite verbessert und die Effizienz deutlich erhöht.
Im Geekbench OpenCL-Test erzielte der Core Ultra X7 358H zwei Werte: 52.946 und 46.841 Punkte – offenbar in unterschiedlichen Leistungsmodi. Damit liegt die integrierte GPU über einer RTX 3050 Laptop-GPU (50.915 Punkte) und deutlich vor der Radeon 890M (37.095 Punkte). Zum Vergleich: Die ältere Lunar Lake-Generation mit 8 Xe2-Kernen schaffte gerade einmal rund 27.000 Punkte. Das bedeutet einen Leistungszuwachs von bis zu 92%.
Mit einem TDP von 45 Watt und 50% mehr GPU-Kernen liefert die neue Architektur eine enorme Steigerung – und das nicht nur auf dem Papier. Selbst wenn OpenCL nicht der beste Indikator für reale Spieleleistung ist, deutet dieser Sprung klar darauf hin, dass Intel seine Grafikarchitektur konsequent weiterentwickelt hat. Erste Tests mit Vulkan und DirectX 12 dürften zeigen, wie groß der Vorteil in echten Anwendungen wirklich ist.
Viele Kritiker warfen Intel in der Vergangenheit vor, ihre integrierten GPUs seien kaum brauchbar. Doch mit Panther Lake scheint sich das Blatt zu wenden: Die Leistung nähert sich endlich dedizierten Einstiegs-GPUs an. Das könnte vor allem im Notebook-Segment für Umbruch sorgen, wo effiziente, aber starke integrierte Lösungen immer gefragter werden. Wenn Intel es schafft, die Preise konkurrenzfähig zu halten, könnte das eine echte Alternative zu AMDs Strix-Halo-Designs werden.
Der Core Ultra 7 X358H gehört zur 45W-Klasse und richtet sich an Premium-Gaming- und Creator-Laptops. Die Markteinführung ist für Januar 2025 geplant, mit ersten Geräten von Herstellern wie ASUS, Acer und MSI. Sollte sich die Leistung in der Praxis bestätigen, wäre das ein Wendepunkt für Intel – nach Jahren der Kritik an schwachen iGPUs könnte der Konzern nun endlich wieder das Vertrauen der Power-User gewinnen.
Mit Panther Lake zeigt Intel, dass integrierte Grafik nicht mehr gleichbedeutend mit „Komfortlösung“ sein muss – sondern zu einer echten Option für Gamer, Content-Creator und mobile Profis werden kann.
1 kommentar
die meisten juckt iGPU nicht, aber das hier ist echt beeindruckend