Ein weiterer Leak zur kommenden Intel Panther Lake-Serie sorgt für Gesprächsstoff – und diesmal scheint das komplette Bild aufgetaucht zu sein: ganze zwölf Prozessorvarianten, verteilt auf drei unterschiedliche Segmente. Laut den neuen Informationen plant Intel vier Modelle der Core Ultra X-Serie, vier normale Core Ultra und vier energieeffiziente U-Modelle für dünne Notebooks. 
Klingt beeindruckend, doch viele Fans fragen sich: Warum macht Intel die Namensgebung jedes Jahr komplizierter?
Die spannendste Neuerung betrifft den Core Ultra 5 X338H, der offenbar die Lücke zwischen den Standard- und X-Modellen schließen soll. Allerdings weicht er von den Erwartungen ab: Statt der vollen 12 Xe3-GPU-Kerne bietet er nur 10. Die Topmodelle, wie der Core Ultra 9 X388H und der Ultra 7 X368H, bleiben dagegen bei der Kombination aus 4 Performance-Kernen (Cougar Cove), 8 Effizienz-Kernen (Darkmont) und 4 Low-Power-Kernen (Skymont) – zusammen mit der maximalen GPU-Ausstattung. Eine solide, aber nicht revolutionäre Entwicklung.
Die regulären Core Ultra 5/7/9 der 3X5H-Serie behalten zwar dieselbe CPU-Struktur, reduzieren jedoch die Grafikleistung drastisch – auf lediglich vier Xe3-Kerne. Bei den U-Modellen, etwa dem Core Ultra 7 360U oder 5 340U, liegt der Fokus klar auf Energieeffizienz: 6 bis 8 CPU-Kerne und ebenfalls vier Xe3-Grafikkerne. Damit zielt Intel auf ultradünne Laptops ab, bei denen Akkulaufzeit über rohe Leistung steht.
Was jedoch die größte Welle an Kritik auslöst, ist die neue Namenslogik. Während frühere Leaks von „Core Ultra X7/X9 3X8H“ sprachen, zeigen die neuen Informationen „Core Ultra 7/9 X3X8H“. Ein kleiner Unterschied, aber für viele Tech-Fans der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. „Man braucht inzwischen ein Informatikstudium, um herauszufinden, welches Modell schneller ist“, scherzt ein User. Die Mischung aus X5, X7 und X9 innerhalb derselben Generation wirkt chaotisch – und sorgt mehr für Verwirrung als für Orientierung.
Die Tabelle bestätigt außerdem, dass Panther Lake weiterhin auf ein hybrides Design setzt: Performance-, Effizienz- und Low-Power-Kerne arbeiten zusammen. Doch das Kräfteverhältnis zwischen CPU und GPU scheint sich verschoben zu haben – weniger Grafikleistung, kaum CPU-Zuwachs. Viele Beobachter werfen Intel deshalb vor, mehr Marketing als echte Innovation zu betreiben. Statt Klarheit bringt das neue Line-up noch mehr Unübersichtlichkeit.
Obwohl die Spezifikationen glaubwürdig wirken, bleibt alles inoffiziell. Intel hat weder Namen noch Details bestätigt. Sollte der Leak jedoch stimmen, steht uns eine der vielseitigsten – und gleichzeitig verwirrendsten – CPU-Generationen der letzten Jahre bevor. Panther Lake könnte für Intel sowohl ein technischer Fortschritt als auch ein Branding-Albtraum werden.
1 kommentar
Wieder Quad-Cores? Willkommen zurück im Jahr 2017 lol