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Intel Project Battlematrix fordert NVIDIA mit Arc Pro B60 heraus

von ytools
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Intel drängt mit neuen Benchmark-Ergebnissen seiner Project Battlematrix-Workstation, ausgestattet mit Arc Pro B60 GPUs und Xeon-Prozessoren, stärker in den Markt für KI-Inferenz.
Intel Project Battlematrix fordert NVIDIA mit Arc Pro B60 heraus

Laut den frisch veröffentlichten MLPerf Inference v5.1-Tests liefert die All-Intel-Plattform deutliche Leistungsgewinne bei gleichzeitig besserem Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu NVIDIA.

Besonders auffällig: Im Llama 8B-Test erreichte die Arc Pro B60 bis zu 1,25-fach höhere Performance pro Dollar gegenüber der RTX Pro 6000 und sogar bis zu 4-fach höhere Werte im Vergleich zur NVIDIA L40S. Für viele Unternehmen, die auf Kosten und Flexibilität achten, ist das ein klares Signal, dass Intel ernsthaft Alternativen zu den bisher dominierenden, aber teuren und proprietären NVIDIA-Lösungen anbieten will.

Über Jahre hinweg war der Markt praktisch von NVIDIA dominiert – mit hohen Preisen und einer engen Bindung an das CUDA-Ökosystem. Mit dem Project Battlematrix will Intel diese Abhängigkeit durchbrechen. Die Plattform kommt als validiertes Komplettsystem, optimiert für Linux-Container, mit Multi-GPU-Skalierung, PCIe P2P-Datentransfers, ECC-Speicher, SR-IOV-Virtualisierung, Remote-Firmware-Updates und detaillierter Telemetrie. Damit rückt Intel Features ins Rampenlicht, die bislang meist High-End-Enterprise-Systemen vorbehalten waren.

Auch die Rolle der CPUs bleibt entscheidend. Während GPUs die rechenintensiven Operationen übernehmen, koordinieren Prozessoren Vorverarbeitung, Datenübertragung und Systemsteuerung. Intel hat hier große Fortschritte gemacht: Xeon 6 mit P-Kernen zeigte in den MLPerf v5.1-Tests nahezu 1,9-fache Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängergeneration. Zudem ist Intel der einzige Anbieter, der regelmäßig CPU-Server-Ergebnisse bei MLPerf einreicht, was die Bedeutung des hybriden CPU+GPU-Ansatzes unterstreicht.

Trotz aller Zahlen bleiben Vorbehalte. Fachleute merken an, dass Arc Pro B60-Karten derzeit kaum erhältlich sind und die Software-Umgebung von Intel noch lange nicht die Reife von NVIDIA mit CUDA erreicht hat. Dennoch: Battlematrix zeigt, dass Intel den Markt ernsthaft aufmischen will – mit dem Ziel, eine offenere und preislich attraktivere Alternative für Forschung, Entwicklung und Edge-Deployment zu etablieren.

Kann Intel Lieferfähigkeit und Software-Support auf das nächste Level heben, könnte das den dringend benötigten Wettbewerb in einem lange monopolartig geprägten Segment bringen.

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