Mit dem iPhone 17 bringt Apple eine Neuerung, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber große Auswirkungen auf die Zukunft der mobilen Kommunikation haben könnte: Es gibt zwei Varianten – eine mit klassischem SIM-Karten-Slot und eine ausschließlich mit eSIM. 
Damit steht die Frage im Raum: Gehört die kleine Plastikkarte, die uns seit Jahrzehnten begleitet, bald endgültig der Vergangenheit an?
Wer schon einmal ein neues iPhone eingerichtet hat, kennt das Ritual: Mit der beigelegten Nadel (oder einem aufgebogenen Büroklammer-Ersatz) die winzige Schublade öffnen, das goldene Kärtchen einsetzen und schon war man verbunden. Für viele war diese SIM-Karte fast ein Symbol für Freiheit und Flexibilität. Doch Apple deutet an, dass dieser physische Bestandteil nicht mehr ins moderne Zeitalter passt.
Warum zwei Versionen?
Der Grund liegt in der sehr unterschiedlichen Verbreitung von eSIM weltweit. In Nordamerika ist die Technik längst angekommen – rund 30 % der Nutzer in den USA und Kanada setzen schon auf eSIM. Global liegt die Zahl jedoch bei gerade einmal 3 % (Stand 2024, GSMA). Wer also mit einem reinen eSIM-Gerät nach Südamerika oder Südostasien reist, könnte schnell Probleme bekommen: Nicht jede Filiale kennt sich mit digitaler Aktivierung aus, QR-Codes sind vielerorts schlicht nicht verfügbar.
Deshalb fährt Apple zweigleisig: Märkte mit fortschrittlicher Infrastruktur bekommen die eSIM-only-Modelle, in anderen Regionen bleibt der Slot noch erhalten. Es ist ein Übergangsmodell – ein Kompromiss zwischen Zukunft und Realität.
Das Schicksal der microSD als Vorbild
Die Entwicklung erinnert stark an den Wegfall des microSD-Slots. Früher unverzichtbar, wurde er durch große interne Speicher und Cloud-Dienste obsolet. Heute regt sich kaum noch jemand darüber auf. Apple geht davon aus, dass es bei der SIM-Karte ähnlich laufen wird.
Die Vorteile der eSIM
Der größte Pluspunkt: Komfort. Kein Fummeln mit Schubladen und Büroklammern mehr – einfach QR-Code scannen und loslegen. Zudem lassen sich mehrere Profile speichern: praktisch, um private und berufliche Nummern zu trennen oder für Reisen zusätzliche Tarife zu nutzen.
Ein weiterer Vorteil ist der frei gewordene Platz im Gerät. Ohne SIM-Slot bleibt mehr Raum für größere Akkus oder ein schlankeres Design. Das iPhone 17 Air etwa profitiert von dieser Konstruktion und ist dünner, ohne Akkuleistung einzubüßen.
Die Nachteile im Alltag
Doch es gibt auch Schattenseiten. In vielen Ländern ist eSIM noch gar nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Selbst wenn der Anbieter eSIM unterstützt, läuft der Aktivierungsprozess oft umständlicher ab als gedacht – manchmal sogar mit Besuch im Shop.
Auch der spontane Gerätewechsel ist schwieriger. Früher einfach die Karte ins neue Smartphone gesteckt, und es lief. Mit eSIM muss das Profil deaktiviert und auf dem neuen Gerät wieder aktiviert werden – häufig nur mit Hilfe des Providers und Internetverbindung. Für Vielreisende oder Technikfans, die gerne Geräte wechseln, ist das ein echter Nachteil.
Der Weg zum portlosen iPhone
Apple verfolgt mit all dem noch ein größeres Ziel: das iPhone ohne jegliche Anschlüsse. Schon der Kopfhöreranschluss musste weichen, später der Home-Button. Der SIM-Slot ist die nächste logische Stufe. Ein Gerät ohne physische Öffnungen ist leichter gegen Staub und Wasser zu schützen und bietet mehr Platz für Innovationen.
Zwar stehen noch rechtliche Vorgaben und Standards im Weg, doch Apple hat schon oft bewiesen, dass es Trends setzen und ganze Branchen zwingen kann, sich anzupassen.
Blick in die Zukunft
Die GSMA prognostiziert: Bis 2030 sollen rund 88 % aller Handys ausschließlich mit eSIM arbeiten. Die klassische SIM-Karte dürfte dann endgültig ausgedient haben. Für Nostalgiker ist das ein Verlust – die Karte war greifbar, austauschbar, fast schon ein Stück Selbstbestimmung. Für Pragmatiker dagegen ist es ein Fortschritt: weniger Kleinteile, weniger Sucherei nach dem passenden Werkzeug.
Fazit: Abschied in Etappen
Das iPhone 17 zeigt, dass der Abschied von der SIM-Karte nicht abrupt erfolgt, sondern Schritt für Schritt. Apple lässt den Kunden noch die Wahl, bereitet sie aber gleichzeitig auf die Zukunft vor. Das kleine Stück Plastik, das einst unsere Kommunikation ermöglichte, wird bald nur noch ein Ausstellungsstück im Technikmuseum sein.
So wie Disketten, VHS-Kassetten oder der Snake-Klassiker auf dem Nokia gehört auch die SIM-Karte bald zur Vergangenheit. Die Zukunft heißt eSIM – und irgendwann vielleicht ein iPhone, das ganz ohne Anschlüsse auskommt.
3 kommentare
nutze esim seit 1 jahr und vermisse die karte null
in vielen ländern fehlt der support noch, zu früh finde ich
stelle mir leute am flughafen mit esim-only iphones schon vor 😂