Apple steht offenbar kurz davor, die Preise für das iPhone erstmals seit fast zehn Jahren anzuheben – und das sorgt schon jetzt für hitzige Diskussionen. Gerüchten zufolge sollen alle Modelle des iPhone 17 ab dem 9. September um 50 US-Dollar teurer werden. 
Damit würde das Standardmodell bei 849 US-Dollar starten, während das iPhone 17 Pro mindestens 1149 US-Dollar kosten könnte. Zudem soll die 128-GB-Variante beim Pro wegfallen, ähnlich wie schon beim iPhone 15 Pro Max, was die Käufer in höhere Preisklassen drängt.
Für viele Kritiker festigt das den Ruf des iPhones als überteuertes Statussymbol. Doch tatsächlich ist es längst nicht mehr das teuerste Smartphone auf dem Markt. Faltbare Geräte von Samsung oder anderen Herstellern sind meist noch kostspieliger. Rechnet man die Inflation mit ein, ist das iPhone sogar günstiger geworden: Das iPhone X von 2017 kostete damals 999 US-Dollar, inflationsbereinigt wären das heute etwa 1300 US-Dollar. Rein rechnerisch sind die Pro-Modelle also billiger geworden.
Allerdings ist das Timing fragwürdig. Die Preise für Konsolen, Streaming-Dienste und Elektronik ziehen weltweit an. Sony und Nintendo haben ihre Geräte verteuert, Microsoft hat Xbox-Modelle teurer gemacht, und Spotify sieht Preiserhöhungen inzwischen als festen Bestandteil seiner Strategie. Auch Apple selbst hat das Abo für Apple TV+ von 9,99 auf 12,99 US-Dollar im Monat angehoben – der Jahrespreis blieb jedoch unverändert, was auf eine taktische Preispolitik hindeutet.
Die Konkurrenz geht unterschiedliche Wege. Google hat den Preis für das Pixel 10 Pro bei 999 US-Dollar belassen. Samsung hat den Galaxy Z Fold 7 um 100 US-Dollar angehoben, den Preis für den Z Flip 7 aber stabil gehalten. Was mit dem kommenden Galaxy S26 passiert, bleibt abzuwarten – viele rechnen damit, dass Samsung Apples Kurs folgen wird.
Die entscheidende Frage lautet: Lohnt sich eine Preiserhöhung jetzt überhaupt? Höhere Preise könnten den Upgrade-Zyklus verlangsamen, gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten. Apple selbst sprach zuletzt von zusätzlichen Zollkosten in Höhe von 800 Millionen US-Dollar pro Quartal, die bald um weitere 1,1 Milliarden anwachsen sollen. Dennoch meldete der Konzern Rekordgewinne – er könnte sich also leisten, diese Kosten selbst zu tragen.
Ein stabiler Preis für das iPhone 17 könnte Apple langfristig Vorteile bringen: ein besseres Image, mehr preisbewusste Kunden und zusätzlichen Druck auf Samsung. Eine weitere Erhöhung hingegen birgt das Risiko, dass Käufer zu günstigeren Android-Geräten abwandern. Das iPhone war nie billig – aber genau jetzt wäre Preisstabilität wohl die klügere Entscheidung.
2 kommentare
Vielleicht gibt’s ja gute Carrier-Deals
849 Dollar fürs Einstiegsmodell?? Wahnsinn