Die neue iPhone-17-Serie sorgt nicht nur wegen überarbeitetem Design und noch helleren Displays für Gesprächsstoff, sondern auch wegen eines Features, das viele schon lange erwartet haben: schnelleres Laden. 
Doch wie so oft bei Apple steckt der Haken im Detail – wer die volle Geschwindigkeit nutzen will, muss sich ein neues Zubehör zulegen: das Dynamic Power Adapter mit 40W für 39 US-Dollar.
Laut den offiziellen Datenblättern erreichen das iPhone 17, 17 Pro und 17 Pro Max in nur 20 Minuten einen Ladestand von 50 %, während das iPhone Air dafür rund 30 Minuten benötigt. Beeindruckende Zahlen, aber sie gelten nur in Kombination mit dem neuen Netzteil. Mit herkömmlichen Ladegeräten – selbst leistungsstarken – kommt man nicht auf diese Werte.
Was macht dieses Netzteil besonders?
Der sperrige Name wirkt vielleicht unglücklich, doch Apple beschreibt damit recht ehrlich die Möglichkeiten. Das Ladegerät liefert kurzzeitig bis zu 60W, regelt nach etwa 18 Minuten aber automatisch auf 40W herunter, um Überhitzung zu verhindern. Unabhängige Tests aus dem Forum r/UsbCHardware bestätigen das Verhalten.
Das Entscheidende ist die Unterstützung des neuen Standards Adjustable Voltage Supply (AVS). Im Gegensatz zum älteren PPS (Programmable Power Supply), das nur feste Stufen anbietet, erlaubt AVS feinere Spannungsschritte. Dadurch kann das iPhone effizienter und zugleich sicherer mit maximaler Geschwindigkeit laden. Der Nachteil: Die meisten bestehenden Ladegeräte setzen noch auf PPS und unterstützen AVS gar nicht.
Ein Problem mit der Kompatibilität
Besonders ärgerlich ist, dass Apples neues Ladegerät PPS überhaupt nicht unterstützt. Stattdessen gibt es nur USB Power Delivery 3.0 und AVS. Wer also bisher auf teure PPS-Multi-Lader gesetzt hat, schaut beim iPhone 17 in die Röhre. Apple führt damit erneut einen Sonderweg ein, der viele zwingt, ein hauseigenes Produkt zu kaufen.
Zum Vergleich: Googles Pixel Flex Dual Port 67W USB-C Fast Charger unterstützt AVS, PPS und den neueren USB PD 3.2 Standard. Außerdem verfügt er über zwei Ports und erreicht 67W, wodurch er vielseitiger einsetzbar ist. Mit 59,99 US-Dollar ist er zwar teurer, bietet dafür aber deutlich mehr Flexibilität für verschiedene Geräte.
Die Strategie von Apple
Dieses Vorgehen passt ins Muster: Apple zwingt die Branche regelmäßig zur Übernahme neuer Standards, indem sie diese schlicht voraussetzt. So war USB-C bei MacBooks früh gesetzt und hat die Verbreitung beschleunigt. Gleichzeitig war Apple jedoch der letzte große Hersteller, der USB-C beim iPhone einführte.
Mit AVS verfolgt Apple nun wieder denselben Ansatz: Fortschritt nach eigenen Regeln. Nutzer, die bereits hochwertige PPS-Ladegeräte besitzen, müssen diese praktisch aufgeben. Für die einen ist es Innovation, für die anderen ein weiterer Schritt in Richtung geschlossener Apple-Kosmos.
Sollte man den Adapter kaufen?
Wer die beworbenen 50 % in 20 Minuten haben möchte, kommt am Dynamic Power Adapter nicht vorbei. Mit älteren Ladegeräten funktioniert das Laden zwar, aber langsamer. Wer viel unterwegs ist und schnelle Zwischenladungen braucht, wird das Zubehör wohl in Kauf nehmen müssen.
Allerdings ist der Nutzen eingeschränkt: Ohne PPS-Unterstützung taugt das Netzteil kaum für Geräte außerhalb der Apple-Welt. Statt „ein Ladegerät für alles“ braucht man also weiterhin mehrere Adapter.
Fazit
Apple bleibt sich treu: Das neue iPhone 17 bringt Innovation, aber auch neue Zwänge. AVS könnte langfristig tatsächlich für effizienteres und sichereres Laden sorgen. Kurzfristig heißt es jedoch, erneut Geld für Zubehör auszugeben. Während Anbieter wie Google flexiblere Alternativen bieten, setzt Apple weiter auf ein geschlossenes System. Wer das Maximum aus dem iPhone 17 holen will, wird um den neuen Adapter kaum herumkommen.