Der Verkaufsstart des iPhone 17 hätte ein Triumphzug für Apple werden sollen, doch stattdessen sorgte eine ihrer eigenen Sicherheitsfunktionen für massiven Frust. 
Schon früh am Morgen bildeten sich lange Schlangen vor dem berühmten Apple Store an der 5th Avenue in New York. Viele Kunden, die ihr altes iPhone gegen das brandneue Modell eintauschen wollten, mussten unerwartet eine Stunde warten – ausgelöst durch die Funktion „Schutz vor gestohlenen Geräten“.
Dieses Feature wurde mit iOS 17.3 eingeführt und verfolgt ein klares Ziel: Diebstahl und unbefugte Änderungen am Gerät zu verhindern. Es funktioniert so, dass ein zwingendes 60-minütiges Zeitfenster aktiviert wird, wenn ein Nutzer versucht, sicherheitsrelevante Einstellungen – etwa das Deaktivieren von Wo ist? – außerhalb eines als „vertrauenswürdig“ gespeicherten Ortes vorzunehmen. Als vertrauenswürdig gelten in der Regel das Zuhause oder der Arbeitsplatz des Nutzers.
Auf dem Papier ein kluger Schutzmechanismus – in der Realität des iPhone-Launches jedoch ein großes Ärgernis. Da für den Trade-in-Prozess das Deaktivieren von Wo ist? erforderlich ist und ein Apple Store nicht als vertrauenswürdiger Ort eingestuft wird, sprang der Countdown automatisch an. Das Ergebnis: stockende Warteschlangen, unzufriedene Kunden und eine Stimmung, die manche mit „Warten beim Bürgeramt auf Steroiden“ beschrieben.
Zum Glück gibt es eine einfache Lösung, wenn man sich vorher informiert. Am besten schaltet man Wo ist? schon zuhause in den Einstellungen aus – noch bevor man das Haus verlässt. Dann läuft die Abwicklung im Store reibungslos. Wer erst vor Ort von der Verzögerung überrascht wird, kann einen Umweg nutzen: über die App Wo ist? das Gerät auswählen und auf „Entfernen“ tippen. Nach Eingabe des Apple-ID-Passworts wird der Schutz deaktiviert, ohne dass man eine Stunde warten muss.
Der Vorfall zeigt exemplarisch das Spannungsfeld zwischen Apples Sicherheitsanspruch und dem Versprechen eines nahtlosen Nutzererlebnisses. Der Schutz vor gestohlenen Geräten funktioniert tadellos – aber eben auch dann, wenn es unpraktisch ist. Gerade am ersten Verkaufstag, an dem Effizienz und Schnelligkeit entscheidend sind, wirkte diese Funktion wie ein Stolperstein. Für ein Unternehmen, das seine Marke auf Perfektion im Kundenerlebnis aufgebaut hat, war dies ein vermeidbarer Patzer.
Gleichzeitig betonen Sicherheitsexperten, dass das Feature im Alltag unverzichtbar ist. Angesichts steigender Smartphone-Diebstähle in Metropolen erschwert die Pflichtwartezeit Kriminellen den Weiterverkauf. Fachleute weisen darauf hin, dass die besten Sicherheitsmechanismen meist unsichtbar sind – bis sie gebraucht werden. Ironischerweise trat der Schutz an diesem Tag genau dort in den Vordergrund, wo er die treuesten Kunden behinderte.
Die wichtigste Lehre für künftige Käufer: Vorbereitung ist alles. Wer Wo ist? zuhause deaktiviert, erspart sich unnötigen Stress und kommt schneller zum neuen iPhone 17. Ob Apple künftig die eigenen Stores als vertrauenswürdige Orte einstuft oder eine schnellere Verifizierungsmethode einführt, bleibt abzuwarten. Bis dahin liegt die Verantwortung bei den Nutzern. Und wer sich den Verkaufsstart nicht durch eine einstündige Zwangspause verderben lassen möchte, sollte diese kleine Vorsichtsmaßnahme beherzigen.
2 kommentare
find ich gut, lieber sicher als einfach für Diebe
klarer Fall: gute Idee, aber im falschen Moment umgesetzt