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iPhone 18, 4,2 % weniger Auslieferungen und der wahre Plan von Apple für 2026

von ytools
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Apple befindet sich gerade im Höhenflug: Die iPhone-17-Generation verkauft sich weltweit hervorragend, die Marke dominiert das Premiumsegment und viele Analysten gehen davon aus, dass Apple bis Ende 2025 endgültig an die Spitze des globalen Smartphone-Marktes klettern wird. Hinter den Kulissen stellt der Konzern aus Cupertino aber bereits an einer Stellschraube, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, in den Statistiken für 2026 jedoch wie ein Dämpfer aussehen dürfte.
iPhone 18, 4,2 % weniger Auslieferungen und der wahre Plan von Apple für 2026

Grund ist eine neue Launch-Strategie rund um das iPhone 18, die laut Berechnungen der Marktforscher von IDC die iOS-Auslieferungen im Jahr 2026 um rund 4,2 Prozent nach unten ziehen könnte.

Im jüngsten Prognosebericht zeichnet die International Data Corporation ein Bild von einer Branche, die sich nach Jahren der Stagnation langsam erholt. Für 2025 erwartet IDC, dass die weltweiten Smartphone-Auslieferungen wieder leicht wachsen – um etwa 1,5 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Geräte. Innerhalb dieser zaghaften Erholung sticht Apple deutlich heraus. Die iPhone-Shipments sollen 2025 um 6,1 Prozent auf ungefähr 247 Millionen Einheiten zulegen, nachdem für 2024 lediglich ein Wachstum von 3,9 Prozent veranschlagt wird. Während der Gesamtmarkt also gerade erst wieder in Schwung kommt, beschleunigt Apple im oberen Preisbereich bereits mit deutlich höherem Tempo.

Ein wesentlicher Treiber dieser Dynamik ist ausgerechnet China – ein Markt, der vor Kurzem noch als Problemzone für Apple galt. Laut den monatlichen Verkaufsdaten von IDC lag Apple im Oktober und November auf Platz eins in China und sicherte sich einen Marktanteil von über 20 Prozent, klar vor den lokalen Konkurrenten. Die Zahlen fielen so stark aus, dass IDC seine Prognose für das vierte Quartal anpassen musste: Statt eines Plus von 9 Prozent wird nun ein Wachstum von rund 17 Prozent im Jahresvergleich erwartet. Auf Jahressicht 2025 ergibt sich damit ebenfalls ein völlig neues Bild: Anstelle eines Rückgangs der iPhone-Auslieferungen um 1 Prozent rechnet man inzwischen mit einem Zuwachs von etwa 3 Prozent. Für Apple ist das eine bemerkenswerte Kehrtwende in einem der härtesten und preisbewusstesten Märkte der Welt.

Der Erfolg schlägt sich nicht nur in Stückzahlen, sondern vor allem in Umsatz nieder. IDC geht davon aus, dass der aktuelle iPhone-Zyklus Apple gleich zwei Rekorde bescheren wird: so viele ausgelieferte Geräte wie nie zuvor und gleichzeitig die höchste jemals erzielte iPhone-Umsatzsumme. Für 2025 taxieren die Analysten den Umsatz der iPhone-Sparte auf über 261 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Verantwortlich dafür sind ein steigender durchschnittlicher Verkaufspreis, der Trend hin zu Pro-Modellen, eine starke Performance der iPhone-17-Serie und das Comeback in China. Während andere Hersteller um jede Margenstelle kämpfen, operiert Apple weiterhin in einer eigenen wirtschaftlichen Liga.

Doch 2026 verspricht für die Smartphone-Branche alles andere als entspannt zu werden. IDC warnt, dass Engpässe bei zentralen Komponenten, allen voran Speicherchips, die Produktionskapazitäten spürbar begrenzen dürften. Statt weiteres Wachstum zu liefern, sollen die globalen Smartphone-Auslieferungen 2026 um rund 0,9 Prozent schrumpfen – eine deutliche Abwärtskorrektur gegenüber früheren Erwartungen, die noch von einem leichten Plus von etwa 1,2 Prozent ausgingen. Ausgerechnet in diesem fragilen Umfeld stellt Apple seine seit Jahren eingeübte Taktung beim iPhone-Launch um.

Über mehr als ein Jahrzehnt war der Rhythmus klar: Neue iPhones kommen im Herbst, meist als komplette Familie, passend zum Weihnachtsgeschäft. Marketing, Handel und Nutzer haben sich längst daran gewöhnt. Für die Lieferkette bedeutete dieses Modell allerdings Höchststress: Fertigungspartner mussten mehrere Modelle gleichzeitig in Rekordtempo hochfahren, um den Peak rund um den Jahreswechsel bedienen zu können. Um diesen Druck zu entschärfen, plant Apple laut Branchenkreisen einen Bruch mit der Tradition. Der nächste Basisableger – das Standard-iPhone-18-Modell – soll nicht wie gewohnt im Herbst 2026 erscheinen, sondern erst Anfang 2027. IDC schätzt, dass allein dieser Zeitversatz einen Teil der Nachfrage in das nächste Kalenderjahr verschiebt und die iOS-Auslieferungen in der Statistik für 2026 um etwa 4,2 Prozent nach unten drückt.

Im Kern bedeutet das: Die iPhone-18-Generation wird auf zwei Wellen verteilt. Im Herbst 2026 dürfte Apple sich auf die margenstarken Flaggschiffe konzentrieren. Erwartet werden ein iPhone 18 Pro, ein iPhone 18 Pro Max sowie der seit Jahren kolportierte iPhone Fold – das erste faltbare iPhone überhaupt, gedacht als Schaufenster für neueste Display-Technik, komplexe Scharniere und ein experimentelleres Design. Einige Monate später, im Frühjahr 2027, folgt dann der breitere Roll-out mit dem regulären iPhone 18, einem abgespeckten iPhone 18e und voraussichtlich einem nach hinten verschobenen iPhone Air 2. Für Zulieferer ist dieses gestaffelte Vorgehen deutlich angenehmer: Produktionsspitzen lassen sich glätten, Kapazitäten besser planen und Risiken im Falle von Chipknappheit reduzieren. In den Jahreszahlen entsteht dadurch allerdings ein gut sichtbarer Knick.

Aus finanzieller Sicht ist dieser Knick für Apple durchaus verkraftbar. IDC erwartet, dass der durchschnittliche Verkaufspreis eines Smartphones weltweit weiter steigt und 2026 bei rund 465 US-Dollar liegen wird. Obwohl die Stückzahlen leicht zurückgehen, hebt dieser Preistrend den Gesamtwert des Marktes auf ein neues Rekordniveau von etwa 578,9 Milliarden US-Dollar. Als dominanter Anbieter im Premiumsegment ist Apple prädestiniert, einen überproportional großen Anteil dieses Umsatzes abzugreifen. Der Konzern kann es sich daher leisten, für ein Jahr nominell weniger Geräte auszuliefern, wenn er im Gegenzug mehr Kontrolle über die Lieferkette gewinnt und Spielraum für neue, teurere Formfaktoren wie den iPhone Fold schafft.

Flankiert werden die IDC-Zahlen von weiteren Daten der Analysefirma Counterpoint Research. So sollen iPhones im Oktober in China für rund ein Viertel aller verkauften Smartphones verantwortlich gewesen sein – ein Meilenstein, den Apple zuvor erst ein einziges Mal, im Jahr 2022, erreicht hatte. Der gesamte chinesische Smartphone-Markt legte in diesem Monat im Jahresvergleich um etwa 8 Prozent zu, während die iPhone-Verkäufe um rund 37 Prozent nach oben schossen. Rund 80 Prozent der verkauften Apple-Geräte entstammten dabei der neuen iPhone-17-Reihe. Das zeigt, wie überzeugend diese Generation bei chinesischen Konsumenten ankommt – insbesondere in den hochpreisigen Versionen.

Ein weiterer Counterpoint-Bericht vom Ende November setzt dem Ganzen die Krone auf: Zum ersten Mal seit über zehn Jahren soll Apple das Jahr 2025 als weltweit größter Smartphone-Hersteller abschließen und damit Samsung auf Platz zwei verweisen. Die Mischung aus Premiumpreisen, starker Markenbindung, eng verzahnter Dienste-Ökosphäre und dem Halo-Effekt rund um das iPhone 17 Pro erweist sich für viele Android-Hersteller als kaum angreifbar, zumal diese oft unter Margendruck und zurückhaltender Konsumstimmung leiden.

Setzt man all diese Puzzleteile zusammen, wirkt die prognostizierte 4,2-Prozent-Delle in den iOS-Auslieferungen 2026 eher wie ein buchhalterischer Nebeneffekt als wie ein Anzeichen nachlassender Nachfrage. Apple ordnet seinen iPhone-Kalender neu, um die Belastung der Lieferkette zu reduzieren, den Start eines faltbaren iPhones vorzubereiten und die eigene Dominanz im lukrativsten Segment des Marktes weiter auszubauen. Kurzfristig mag die Statistik nach einem Rückgang aussehen, langfristig könnte die iPhone-18-Generation jedoch genau die Brücke sein, die Apple vom klassischen Glas-und-Metall-Block hin zu einer neuen Klasse faltbarer, noch teurerer und noch stärker in das Apple-Universum eingebetteter Geräte führt.

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1 kommentar

404NotFound January 27, 2026 - 1:20 am

Ich will einfach nur wissen, wie teuer dieses iPhone Fold wird und wie viele Organe ich dafür verkaufen muss 🤦‍♂️

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