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iPhone Air Demontage: Apples Ingenieurskunst im Rekordformat

von ytools
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Das iPhone Air sorgt bereits seit seiner Vorstellung für Gesprächsstoff – vor allem wegen seines ultradünnen Gehäuses. Doch erst die neueste Demontage von WekiHome zeigt im Detail, wie Apple das Kunststück vollbracht hat, ein Smartphone mit nur 5,6 mm Dicke zu entwickeln.
iPhone Air Demontage: Apples Ingenieurskunst im Rekordformat
Statt einer simplen Zerlegung wird hier ein präzises Puzzle sichtbar: Bauteile sind so exakt geschichtet, dass kaum Platz zwischen ihnen bleibt.

Eine der ersten Überraschungen betrifft die Rückseite: Das Glas des iPhone Air ist mit 0,6 mm dicker als beim iPhone 17 Pro, das lediglich 0,45 mm misst. Gleichzeitig ist das Display beim Air dünner – 0,919 mm gegenüber 0,987 mm beim Pro. Apple hat also gezielt Material an der Rückseite hinzugefügt, aber beim Bildschirm eingespart, um den Gesamteindruck möglichst schlank zu halten.

Auch das Mainboard fällt ins Auge. Es ist größer als beim iPhone 17 Pro – nicht, weil Apple weniger effizient arbeitet, sondern weil man die Komponenten nicht endlos stapeln konnte. Stattdessen verteilte man die Technik flächiger, um die Höhe zu reduzieren. Spannend ist zudem, dass das FaceID-Modul spiegelverkehrt zum 17 Pro angeordnet ist. Das deutet darauf hin, dass Apple verschiedene Layouts testet, um Erfahrungen für künftige Geräte wie ein mögliches Foldable zu sammeln.

Das Chassis ist ein Mix aus Materialien: Ein Titanrahmen sorgt für Stabilität, während im Inneren überwiegend Aluminium verwendet wird – teilweise extrem dünn. Besonders im Akkuschacht ist die Aluschicht mit nur 0,255 mm so fein, dass sie fast an Haushaltsalufolie erinnert (etwa 0,016 mm). Dieser Balanceakt zwischen Stabilität und extremer Leichtigkeit gelingt nur wenigen Herstellern.

Die Batterie ist die wohl größte Herausforderung. Mit 2,8 mm Dicke bringt sie es auf 3.149 mAh (12,263 Wh). WekiHome errechnete eine Energiedichte von 783 Wh/L, wobei der tatsächliche Wert eher bei 800 Wh/L liegt. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S25 Edge mit 3.900 mAh erreicht 758 Wh/L, das Vivo X200 FE dagegen schon 845 Wh/L. Realme setzt noch eins drauf: Prototypen mit 10.000 mAh (887 Wh/L) und sogar 15.000 mAh bei sagenhaften 1.200 Wh/L.

Klar ist: Apple will mit dem iPhone Air nicht die Batterie-Technologie revolutionieren. Vielmehr wirkt das Gerät wie ein Experimentierfeld – ein Probelauf für den ersten faltbaren iPhone. Mit der Beherrschung ultradünner Designs sammelt das Unternehmen das notwendige Know-how für den nächsten Schritt. Die Demontage von WekiHome zeigt nicht nur technische Raffinesse, sondern gibt auch Einblicke in Apples Strategie, die Grenzen des Smartphone-Designs immer weiter zu verschieben.

Für Technik-Fans und alle, die sich für die Zukunft mobiler Geräte interessieren, lohnt sich dieser Blick ins Innere. Das iPhone Air zeigt, wie Apple bereits heute an den Geräten von morgen arbeitet.

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1 kommentar

Vista January 9, 2026 - 3:50 am

dickeres Glas bringt nix, wenn’s doch bricht

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