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iPhone Air im Test: dünnes Design, viele Abstriche

von ytools
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iPhone Air im Test: dünnes Design, viele Abstriche

iPhone Air: das dünnste iPhone aller Zeiten – aber zu welchem Preis?

Apple hat es wieder getan: Ein neues iPhone, das vor allem durch sein Design Schlagzeilen macht. Mit nur 5,64 mm Gehäusedicke ist das iPhone Air das flachste iPhone, das es je gab – ein technisches Meisterstück, das optisch fasziniert. Doch wie so oft bei Apple gilt: Je dünner und eleganter das Gerät, desto größer die Kompromisse. Und diesmal sind die Einschnitte deutlicher spürbar als vielen Fans lieb sein dürfte.

Apple hat schon öfter bewiesen, dass Design vor Funktionalität steht. Man denke an die anfälligen Butterfly-Tastaturen, an überhitzende MacBooks oder das berüchtigte „Bendgate“, als iPhones sich in der Hosentasche verbogen. Das iPhone Air reiht sich in diese Tradition ein: ein Hingucker, der auf dem Papier glänzt, aber an entscheidenden Stellen spart. Werfen wir einen Blick auf die neun größten Opfer, die Apple gebracht hat, um das iPhone so schlank zu machen.

1. Akku: weniger Saft, weniger Ausdauer

Das iPhone Air ist mit einem 3.149 mAh Akku ausgestattet – kleiner als die 3.692 mAh des normalen iPhone 17 und weit entfernt von den 4.832 mAh des 17 Pro Max (5.088 mAh in der eSIM-Version). Laut EU-Energielabel schafft das Air bis zu 40 Stunden mit einer Ladung, während das iPhone 17 41 Stunden und das Pro Max satte 53 Stunden durchhält.

Auch beim Laden merkt man den Unterschied: Während iPhone 17 und Pro Max in 20 Minuten auf 50% sind, braucht das Air dafür 30 Minuten. MagSafe bleibt zwar erhalten, aber es wirkt fast so, als rechne Apple fest damit, dass viele Nutzer zusätzlich zum MagSafe Battery Pack greifen müssen.

2. Kleineres Display

Das Air kommt mit einem 6,5 Zoll Bildschirm – solide, aber kleiner als die 6,7 Zoll des iPhone 16 Plus oder die 6,9 Zoll des Pro Max. Der Grund dürfte in der Konstruktion liegen: Während die Pro-Modelle wieder auf Aluminium setzen, bleibt das Air beim Titanrahmen. Titan ist zwar stabiler, aber bei dieser Gehäusedicke vermutlich am Limit. Apple wollte wohl keine Risiken beim Biegen eingehen, was eine größere Diagonale erschwert hätte.

3. Hauptkamera: abgespeckt

Enttäuschend für Foto-Fans: nur eine Rückkamera. Und nicht einmal die beste. Es ist derselbe Sensor wie im iPhone 17 (1/1,56 Zoll, 1,0 µm Pixel) – kleiner und lichtschwächer als die 1/1,28 Zoll Sensoren mit 1,22 µm Pixeln in den Pro-Modellen.

Videos sind auf 4K mit 60 fps limitiert. Die Pro-Modelle schaffen 120 fps, inklusive ProRes, ProRes RAW und Apple Log 2. Auch der LiDAR-Sensor fehlt komplett, was Autofokus, Portraits und AR-Anwendungen spürbar einschränkt.

4. Keine Tele-Kamera

Zoom ist ebenfalls reduziert: maximal 2x verlustfrei über den 48-MP-Sensor. Danach nimmt die Qualität deutlich ab. Konkurrenz wie das Galaxy S25 Edge mit 200-MP-Sensor bietet hier mehr Spielraum. Es liegt nahe, dass Apple bewusst abgrenzt: Wer Telefoto will, soll zu den teureren Pro-Geräten greifen.

5. Ultraweitwinkel gestrichen

Eine weitere Überraschung: kein Ultraweitwinkel. Damit fehlen nicht nur dramatische Perspektiven, sondern auch die Makro-Funktion, die in aktuellen iPhones über diese Linse läuft. Ohne sie verliert das Air einen wichtigen kreativen Aspekt.

6. „Pro“-Chip nur auf dem Papier

Apple nennt den Chip im Air A19 Pro, aber die Daten sehen fast identisch zum normalen A19 aus: 2 Performance-Kerne, 6 Effizienz-Kerne, 5-Kern-GPU, 16-Kern-NPU. Nur die Pro-Modelle haben eine GPU mit 6 Kernen. Das Air hat 12 GB RAM (wie die Pros), während das iPhone 17 mit 8 GB auskommen muss. Trotzdem wirkt das „Pro“-Label eher wie Marketing als Realität.

7. USB 3.0 fehlt

Alle neuen iPhones haben USB-C, aber nur die Pro-Modelle bieten USB 3.0. Für viele egal, doch Profis, die ProRes-Videos extern speichern wollen, brauchen die Geschwindigkeit. Da das Air kein ProRes unterstützt, sah Apple wohl keinen Grund – für Nutzer bedeutet es aber klare Einschränkungen.

8. Kein Stereo-Sound

Der dünne Body hat keinen Platz für zwei Lautsprecher. Das Air setzt nur auf einen einzigen oben verbauten Speaker. Das Ergebnis: ein flacher Sound, der für Filme und Musik enttäuscht. Gerade weil iPhones oft als Entertainment-Geräte genutzt werden, ist das ein herber Rückschritt.

9. Bumper feiern ihr Comeback

Apple bringt tatsächlich wieder Bumper auf den Markt. Damals beim iPhone 4 waren sie ein Notnagel für das Antennenproblem. Heute sollen sie das ultradünne Gehäuse vor Stürzen schützen. Titan mag robust sein, aber mit so wenig Material bleibt die Stabilität fraglich. Dass Apple selbst direkt Bumper anbietet, sagt viel aus.

Fazit: Stil über Substanz

Das iPhone Air ist ein Showstück – dünn, leicht und edel. Aber es hat spürbare Schwächen: kleinerer Akku, weniger Kameras, kein Stereo-Sound, eingeschränkte Anschlüsse. Auf dem Tisch im Apple Store sieht es fantastisch aus, doch im Alltag könnte es schnell frustrieren.

Apple hätte einen Mittelweg wählen können: ein paar Millimeter mehr und dafür ein rundes Gesamtpaket. Stattdessen bleibt das Air ein Statement: Schönheit verlangt Opfer. Ob Nutzer bereit sind, diesen Preis zu zahlen, wird entscheiden, ob das Air ein Klassiker oder ein Flop wird.

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1 kommentar

404NotFound October 2, 2025 - 1:31 am

erst 1000€ zahlen und dann noch extra MagSafe-Batterie kaufen? typisch Apple 🤡

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