Der iQOO 15 Mini war für viele Fans der Marke so etwas wie der heimliche Star der kommenden Generation: ein leistungsstarkes, aber vergleichsweise kompaktes Android-Smartphone mit großer Batterie und Premium-Features. Nach dem offiziellen Start des iQOO 15 im vergangenen Monat schien es fast sicher, dass ein kleinerer Ableger folgen würde. 
Doch nun mehren sich Hinweise aus China, dass iQOO den Stecker beim 15 Mini gezogen haben könnte.
Frühe Leaks beschrieben den iQOO 15 Mini als Gerät für Nutzerinnen und Nutzer, die keine riesigen Phablets in der Tasche tragen wollen, aber trotzdem nicht auf High-End-Hardware verzichten möchten. Geplant war dem Vernehmen nach ein flaches Display mit rund 6,3 Zoll, relativ schmalen Rändern und einem im Bildschirm integrierten, ultrasonischen Fingerabdrucksensor. Gerade dieser Sensor ist normalerweise eher den teuren Topmodellen vorbehalten und hätte dem Mini einen deutlich hochwertigeren Charakter verliehen als die üblichen Lite- oder SE-Varianten anderer Hersteller.
Besonders spektakulär liest sich der Teil der Gerüchte, der sich um den Akku dreht: Für den iQOO 15 Mini war eine Batterie mit satten 7.000 mAh im Gespräch. In einer Zeit, in der viele Flaggschiffe bei 4.500 bis 5.000 mAh stehen bleiben, wäre das ein echter Ausreißer nach oben gewesen – vor allem in einem Gerät, das noch als halbwegs handlich durchgeht. Für Mobile-Gamer, Vielreisende, Pendlerinnen und Pendler oder Menschen, die ständig zwischen Social Media, Streaming und Messaging wechseln, hätte das wahrscheinlich bedeutet: ein voller Tag Nutzung, oft sogar mehr, ohne ständig nach einer Steckdose Ausschau halten zu müssen.
Genau dieses spannende Paket könnte nun aber Geschichte sein. Der bekannte chinesische Leaker Digital Chat Station berichtet auf Weibo, dass iQOO die Entwicklung des iQOO 15 Mini eingestellt habe. Laut seinen Informationen wurden Ressourcen intern umverteilt, sodass der Fokus jetzt klar auf anderen Modellen der 15er Reihe liegt. Offiziell bestätigt ist das zwar nicht, doch die Quelle gilt in der Szene als gut vernetzt, besonders wenn es um Smartphones chinesischer Marken geht. Für viele Beobachter wirkt das Ganze deshalb weniger wie ein lockeres Gerücht und mehr wie ein realistisches Bild der aktuellen Produktplanung.
Sollten sich diese Aussagen bewahrheiten, dürfte die iQOO 15 Familie im kommenden Jahr deutlich schlanker ausfallen als ursprünglich erhofft. Neben dem bereits vorgestellten Standardmodell wird dann vor allem ein Gerät die Bühne betreten: der iQOO 15 Ultra, der je nach Markt auch als Pro-Version auftreten könnte. Diese Variante soll die volle High-End-Ladung bringen, sich klar an Gaming-Fans richten und als technisches Aushängeschild der Serie dienen.
Die bisherigen Leaks zeichnen den iQOO 15 Ultra als kompromissloses Performance-Smartphone. Erwartet werden physische Schultertasten beziehungsweise Gaming-Trigger an den Gehäuseseiten, die bei Shootern oder Rennspielen für präzisere Steuerung sorgen sollen. Zusätzlich ist von einem integrierten Lüfter zur aktiven Kühlung die Rede, der längere Sessions auf hoher Leistung ermöglichen soll, ohne dass der Chip zu stark drosseln muss. Kombiniert mit einem aktuellen Spitzen-SoC, schneller Speicheranbindung und aggressivem Performance-Tuning könnte der Ultra damit direkt in Konkurrenz zu etablierten Gaming-Smartphones treten.
Für alle, die lieber einen kleineren Daily Driver mit starken inneren Werten wollen, ist der mögliche Verzicht auf den iQOO 15 Mini allerdings ein herber Rückschlag. Der Smartphone-Markt hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker in Richtung großer Displays entwickelt, und wirklich kompakte Geräte mit Flaggschiff-Spezifikationen sind zur Ausnahme geworden. Der Mini hätte genau diese Lücke füllen können: klein genug für die Hosentasche, groß genug für komfortables Scrollen und dazu ein Akku, der viele große Modelle locker in den Schatten gestellt hätte.
Trotz allem bleibt ein kleiner Rest an Unsicherheit. Solange iQOO selbst kein offizielles Statement abgibt, besteht theoretisch die Chance, dass Pläne noch einmal angepasst werden. Roadmaps werden verschoben, Prototypen verschwinden und tauchen wieder auf – das gehört in dieser Branche fast zum Alltag. Doch aktuell deutet vieles darauf hin, dass Fans, die auf einen kompakten iQOO 15 Mini mit riesigem Akku gehofft haben, ihre Erwartungen neu sortieren müssen. In dieser Generation gehören die Schlagzeilen sehr wahrscheinlich dem normalen iQOO 15 und vor allem dem iQOO 15 Ultra, während die Idee eines Mini-Modells vorerst in der Schublade verschwindet.
1 kommentar
Mir reicht ein fetter iQOO 15 Ultra mit guten Triggern, der Mini wäre nur Bonus gewesen