In den letzten Wochen sorgten Set-Fotos aus Liverpool für Aufsehen: Sie stammen von den Dreharbeiten zu Clayface und zeigen zum ersten Mal die neue Version von Gotham City im DCU. Kaum waren die Bilder im Netz, begannen Fans, jede Kleinigkeit zu analysieren – von Straßenschildern über Poster bis hin zu Karten – in der Hoffnung, geheime Hinweise auf das Weltbild der neuen DCU zu entdecken.
Unter den sichtbaren Details: ein Stadtplan mit Wayne Manor, Wayne Tower und Wayne Industries, die offenbar schon in dieser Zeitleiste existieren. 
Außerdem tauchten das Wayne Community Center auf, ein Kennzeichen als Hommage an Batman-Miterschaffer Bill Finger, ein Vermisstenplakat mit Bezug zu Künstler Jim Aparo, sowie die Erwähnung der fiktiven Droge „Bliss“, die ursprünglich aus der HBO-Serie The Penguin stammt. Auch der Club Vesuvius und Anspielungen auf den Joker wurden entdeckt. Für viele schien das ein bewusstes Worldbuilding mit zahlreichen Easter Eggs zu sein.
Doch James Gunn, Co-Chef von DC Studios, trat auf die Bremse. Im Gespräch mit IGN erklärte er, dass die meisten dieser Requisiten nicht als kanonisch gelten sollten: „Ihr müsst das als Arbeit der Art-Department-Leute sehen. Nicht alles läuft über meinen Tisch.“ Gunn betonte zudem, dass manche Symbole, etwa ein Fledermaus-Logo, möglicherweise nachträglich hinzugefügt oder sogar von Fans in Umlauf gebracht wurden und nie offizieller Teil des Sets waren.
Um Klarheit zu schaffen, verwies Gunn auf ein neues System innerhalb der DCU: Ein Mitarbeiter namens Phil ist für die sogenannte „DCU-Bibel“ zuständig und achtet darauf, dass Karten, Städte und selbst Popkultur-Anspielungen konsistent bleiben. Laut Gunn hatte Phil nicht die Gelegenheit, alle Requisiten von Clayface abzustimmen – ein Hinweis darauf, dass viele dieser gefundenen Easter Eggs eher Spielereien sind als echte Bestandteile des Kanons.
Trotzdem wird unter Fans heftig spekuliert. Besonders der Stadtplan mit Arkham Island im Zentrum von Gotham und einem Abwassersystem, das genau dorthin führt, sorgte für Diskussionen. Einige fanden die Idee genial und filmisch spannend, andere vermuteten, Gunn halte bewusst Informationen zurück, um spätere Überraschungen vorzubereiten.
Auch ein Crossover mit The Batman (2022) wurde diskutiert, da beide Filme in Liverpool gedreht wurden. Gunn stellte jedoch klar: Die Produktionen sind unabhängig voneinander. Unterschiede bei Polizeifahrzeugen und Nachrichtentransportern belegen, dass Clayface und The Batman in verschiedenen Kontinuitäten spielen.
Clayface, inszeniert von James Watkins und geschrieben von Mike Flanagan, kombiniert psychologisches Drama mit Body-Horror. In den Hauptrollen: Tom Rhys Harries, Naomie Ackie und Max Minghella. Der Kinostart ist für September 2026 geplant. Bis dahin bleibt den Fans genügend Zeit, weiter über Gotham zu spekulieren – doch Gunn rät, die Easter Eggs eher als hübsche Hintergrunddetails zu sehen statt als feste Bestandteile der DCU.
4 kommentare
kann easy nur Requisite sein, Fans drehen halt gern frei
die Karte mit Arkham im Zentrum war mega, hoffe das bleibt 😂
wenn Pattinson ins DCU käme, Internet wär explodiert – aber unrealistisch
Gunn labert viel, vertrauen kann man dem nicht