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Jennifer Lawrence spricht über Ruhm, Überdruss und die treffende SNL-Parodie von Ariana Grande

von ytools
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Jennifer Lawrence blickt heute mit einer Mischung aus Selbstironie und Gelassenheit auf jene Jahre zurück, in denen sie zur meistdiskutierten Schauspielerin Hollywoods wurde – und zugleich zur Zielscheibe des Spotts. In einem Gespräch mit dem New Yorker gab sie offen zu, dass ihre überdreht ehrliche Art in den 2010ern nicht nur authentisch war, sondern auch eine Art Schutzschild.
Jennifer Lawrence spricht über Ruhm, Überdruss und die treffende SNL-Parodie von Ariana Grande
„Das war wirklich meine Persönlichkeit, aber auch eine Verteidigungsstrategie“, erklärt sie. „Ich wollte zeigen: Hey, ich bin ganz normal! Aber wenn ich mir das heute ansehe, denke ich: Oh mein Gott, ich war wirklich anstrengend. Kein Wunder, dass Ariana Grandes Parodie im SNL so gut funktioniert hat.“

Die berühmte Parodie lief 2016 in einer Celebrity Family Feud-Sketchepisode. Grande spielte Lawrence als hibbelige, snackverrückte Schauspielerin, die sich selbst ständig ins Wort fällt – und das Publikum liebte es. Für Lawrence war das allerdings auch ein Zeichen, dass sich die Stimmung gegen sie drehte. „Ich hatte das Gefühl, die Leute lehnten nicht meine Filme oder meine Meinungen ab – sie lehnten mich ab. Mich, als Person“, sagt sie.

Zwischen 2010 und 2016 war Lawrence praktisch allgegenwärtig. Die Tribute von Panem, American Hustle, Silver Linings, X-Men – sie dominierte die Leinwand. Doch der Ruhm brachte Überdruss mit sich. Ihre freche Natürlichkeit, einst gefeiert, wurde plötzlich als Nervfaktor wahrgenommen. „Ich glaube, die Leute waren einfach übersättigt. Und ehrlich gesagt, ich selbst auch“, gesteht sie.

In einem früheren Interview mit Vanity Fair sagte sie: „Ich habe so lange versucht, es allen recht zu machen. Ich dachte, wenn ich nur genug arbeite, wird niemand wütend auf mich sein. Aber irgendwann wurde mir klar: Selbst meine bloße Existenz scheint manche zu stören. Da habe ich verstanden, dass man Frieden nicht durch Karriere erreichen kann.“

Diese Selbstreflexion macht deutlich, dass Lawrence nicht einfach Opfer der Medien war, sondern eine von vielen Frauen, die Hollywood zuerst feiert – und dann fallen lässt. Ihre offene Art war nie kalkuliert, sondern Ausdruck einer jungen Frau, die versucht, in einer Branche zu überleben, die Authentizität nur solange schätzt, bis sie unbequem wird.

Heute scheint Jennifer Lawrence wieder dort angekommen zu sein, wo sie sich wohlfühlt. In Lynne Ramsays neuem Film Die meine Liebe (Die My Love) spielt sie an der Seite von Robert Pattinson. Kinostart ist der 7. November, später wird der Film auf Mubi zu sehen sein. „Ich bin ruhiger geworden“, sagt sie. „Ich will niemandem mehr gefallen – ich will einfach ehrlich sein.“

Vielleicht war sie damals wirklich „anstrengend“, wie sie selbst sagt. Aber genau das machte sie so besonders. In einer Welt, in der Promis oft wie PR-Produkte wirken, bleibt Lawrence ein seltener Fall: echt, ungeschminkt, ein bisschen chaotisch – und gerade deshalb faszinierend.

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3 kommentare

BinaryBandit November 19, 2025 - 7:14 am

Sie wirkt heute viel gelassener – man merkt, dass sie mit sich im Reinen ist

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oleg November 22, 2025 - 7:43 pm

Ich erinnere mich noch, wie man sie damals überall sah. Hollywood verbrennt seine Stars zu schnell

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ZloyHater January 12, 2026 - 8:20 pm

Lawrence war und ist eine der wenigen echten Persönlichkeiten in Hollywood

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