Karen Gillan, die Marvel-Fans als Nebula kennen, hat erneut über die Diskussion rund um ihr freizügiges Ruby-Roundhouse-Outfit aus den „Jumanji“-Reboots gesprochen. 
Obwohl die Kleidung klar als Parodie auf Videospiel-Klischees gedacht war, bekommt die Schauspielerin bis heute Kritik dafür.
In einem Gespräch mit iNews erklärte Gillan, dass der kurze Top, die Shorts und die Lederdetails bewusst an Figuren wie Lara Croft angelehnt waren – ein Beispiel für den sogenannten „male gaze“. „Ich verstehe, warum manche Leute es problematisch finden, aber die Idee war zu zeigen, wie absurd solche Kostüme eigentlich sind“, sagte sie.
Ruby Roundhouse war Teil einer größeren Satire: jeder Avatar repräsentierte ein typisches Spiele-Klischee – den Nerd, den Muskelprotz, die Femme fatale. Der Witz bestand darin, dass die Jugendlichen hinter den Avataren überhaupt nicht zu diesen Körpern passten. Trotzdem nahmen viele Zuschauer die Sache wörtlich und warfen dem Film genau das vor, was er eigentlich kritisierte.
Damit wurde auch ein doppelter Standard sichtbar: halbnackte Männerkörper sind in Blockbustern völlig normal – gerade auch im Marvel-Universum –, aber sobald eine Frau etwas Haut zeigt, hagelt es Empörung. Die Debatte sagt am Ende mehr über unsere Kultur aus als über Gillans Leistung.
Für Gillan waren „Jumanji“ und die Marvel-Filme ein Sprungbrett in Hollywood nach ihrer Zeit bei „Doctor Who“. Mit der internationalen Aufmerksamkeit kam aber auch ein stärkerer Fokus auf jedes Detail – selbst auf ein Kostüm, das sie nicht einmal selbst entworfen hat. Der dritte Teil von „Jumanji“ soll im Dezember 2026 erscheinen, doch die Diskussion über ihr Outfit zeigt, wie leicht Satire zur Kontroverse werden kann.
1 kommentar
Satire ist echt das Unverständlichste überhaupt, die meisten checken’s einfach nicht