
Live Translation für AirPods kommt in die EU: das bringt iOS 26.2
Apple schaltet eine seiner auffälligsten jüngsten Neuerungen endlich auch für Nutzerinnen und Nutzer in der Europäischen Union frei: Live Translation für AirPods. Das Feature wurde zusammen mit dem iPhone 17 vorgestellt und ursprünglich mit iOS 26 in anderen Regionen ausgeliefert, blieb in der EU jedoch zunächst deaktiviert. Mit iOS 26.2 ändert sich das: Die Entwickler-Beta ist bereits verfügbar, eine öffentliche Beta soll in Kürze folgen, und die stabile Version ist für Dezember geplant. Ein exaktes Datum nennt Apple nicht – der Zeitrahmen steht aber fest.
Was Live Translation leistet
Live Translation übersetzt gesprochene Sprache nahezu in Echtzeit und spielt die Übersetzung direkt in Ihren AirPods ab, während auf dem iPhone parallel eine Live-Transkription erscheint. Im Alltag bedeutet das: keine umständlichen App-Wechsel, kein Handy-Weiterreichen, kein peinliches Lautsprecher-Gebrüll am Schalter oder im Meeting. Der Ton bleibt privat im Ohr, der Bildschirm sorgt für eine schnelle Sichtkontrolle.
Kompatible Geräte und Voraussetzungen
Obwohl die Funktion gemeinsam mit den AirPods Pro 3 angekündigt wurde, unterstützt Apple auch weitere Modelle: AirPods Pro 2 sowie AirPods 4 mit aktivem Noise Cancelling. Zusätzlich braucht es ein iPhone mit Apple Intelligence – Apples KI-Grundlage, die On-Device-Verarbeitung und Cloud-Unterstützung kombiniert. Praktisch heißt das: ein iPhone neuer als das iPhone 15 Pro.
Warum die EU warten musste
Apple führt die Verzögerung auf „zusätzliche Ingenieursarbeit“ zurück, um die Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) zu erfüllen. Konkrete Änderungen nennt das Unternehmen nicht. Naheliegend sind Anpassungen bei Einwilligung, Datenflüssen, Interoperabilität und Transparenz. Gerade wenn Sprache erfasst, transkribiert und in Echtzeit wiedergegeben wird, achten EU-Vorgaben auf klare Optionen und Schutzmechanismen. Dass der Start nun erfolgt, zeigt: Leistungsfähige KI-Funktionen lassen sich an europäische Regeln anpassen, ohne ihren Kern zu verlieren.
So legen Sie los
- Auf iOS 26.2 aktualisieren. Sobald die stabile Version im Dezember erscheint (Betas früher), das Update installieren.
- Kompatible AirPods koppeln. AirPods Pro 3, AirPods Pro 2 oder AirPods 4 mit ANC verbinden.
- Live Translation aktivieren. Der Schalter dürfte im Kontrollzentrum oder in den Kopfhörer-Einstellungen auftauchen.
- Gespräch starten. Normal sprechen; Übersetzung kommt ins Ohr, auf dem iPhone läuft die Transkription mit.
Wo das Feature glänzt
Auf Reisen hilft Live Translation bei Check-in, Taxi, Restaurant und Ticket-Schalter. Im Handel reduziert es Reibung beim Service für Touristinnen und Touristen. Im Büro lassen sich kurze Abstimmungen über Sprachgrenzen hinweg erledigen. Und für Barrierefreiheit ist die gleichzeitige Textanzeige ein Gewinn – besonders in lauten Umgebungen. Latenz und Akkuverbrauch hängen von Sprache, Verbindung und Szene ab; die Apple-Intelligence-Voraussetzung deutet jedoch auf optimierte Performance und Datenschutz hin.
Regeln sind kein Innovationsstopp
Apple kritisiert EU-Regulierung nicht selten und bremst Features regional aus. Der Start von Live Translation mit iOS 26.2 belegt allerdings, dass sich Compliance und Innovation nicht ausschließen. Wünschenswert wäre, dass künftige Highlights ohne große Verzögerungen europaweit erscheinen – mit zielgenauen technischen Anpassungen statt pauschalen Sperren. Weniger Drama, mehr Nutzen.
Unterm Strich ist Live Translation eine der praxisnächsten AirPods-Neuerungen der letzten Jahre: Sie spart Zeit, vermeidet Missverständnisse und macht die Kopfhörer zu einem Kommunikationswerkzeug, das in die Hosentasche passt – jetzt auch offiziell in der EU.
2 kommentare
Hoffe, es unterstützt bald mehr Sprachen in Top-Qualität
EU nervt, aber immerhin kommt’s jetzt – fair enough