
MacBook Pro 14 mit M5-Chip: Apples leiser, aber mächtiger Leistungsschub
Apple zeigt wieder, dass Innovation nicht immer laut sein muss. Mit dem neuen MacBook Pro 14 Zoll und dem brandneuen M5-Chip präsentiert das Unternehmen ein Upgrade, das weniger spektakulär aussieht, dafür umso beeindruckender funktioniert. Äußerlich bleibt alles beim Alten – schlichte Eleganz, Aluminiumgehäuse, Mini-LED-Display – aber unter der Haube steckt das bisher stärkste Herzstück der Apple-Welt. Der M5 ist ein weiterer Schritt in Apples Vision, Hard- und Software komplett zu vereinen und die eigene Silicon-Revolution weiterzuführen.
Der Chip behält seine 10 CPU- und 10 GPU-Kerne bei, liefert aber deutlich mehr Leistung: 1,6-mal höhere Grafikperformance und bis zu 3,5-mal bessere KI-Verarbeitung. Möglich macht das ein neuronaler Beschleuniger in jedem GPU-Kern. Auch die Multithread-Leistung steigt um rund 20 %, und die Speicherbandbreite klettert auf beeindruckende 153 GB/s – ein kräftiger Sprung gegenüber den 120 GB/s des M4. Apple setzt klar auf KI und maschinelles Lernen als Fundament seiner Geräte.
Die restliche Hardware bleibt vertraut: das brillante 120-Hz-Mini-LED-Display, das klare Design und die hervorragende Akkulaufzeit. Laut Apple hält der Akku mit 72,4 Wh bis zu 16 Stunden beim Surfen oder 24 Stunden beim Video-Streaming. Das 70-Watt-USB-C-Netzteil gehört zum Lieferumfang, doch mit stärkeren Ladegeräten lässt sich der Akku noch schneller füllen. Eine kleine Enttäuschung: Auch dieses Modell bleibt bei Wi-Fi 6E – Wi-Fi 7 wäre wünschenswert gewesen.
Bei den Anschlüssen zeigt sich Apple weiterhin großzügig: drei Thunderbolt-4-Ports, HDMI, SD-Kartenleser, MagSafe und ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss sind mit an Bord. Das Grundmodell kommt mit 16 GB RAM und 512 GB SSD, aufrüstbar auf 32 GB RAM und bis zu 4 TB Speicherplatz. Der Startpreis liegt bei 1.599 US-Dollar, die Auslieferung beginnt am 22. Oktober.
Auch das iPad Pro bekommt den neuen M5-Chip. Apple verspricht ähnliche Verbesserungen wie beim MacBook: bis zu 3,5-mal schnellere KI-Aufgaben, doppelte Speicher-Performance und dieselbe 153-GB/s-Speicherbandbreite. Interessanterweise erhält das iPad Wi-Fi 7 – während das MacBook noch mit 6E läuft – sowie den neuen Apple C1X-Modemchip, bekannt aus dem iPhone Air. Das iPad Pro erscheint in 11- und 13-Zoll-Versionen und startet bei 999 US-Dollar mit 256 GB Speicher, 9-Core-CPU und 10-Core-GPU. Wer die volle 10-Core-CPU will, muss zu den 1-TB- oder 2-TB-Modellen greifen (1.599 bzw. 1.999 US-Dollar). Apples Preispolitik bleibt also unverändert schmerzhaft.
Und dann ist da noch das Vision Pro. Viele hofften auf eine leichtere oder günstigere Variante – stattdessen bringt Apple ein noch schwereres Headset. Das neue Modell wiegt zwischen 750 und 800 Gramm (vorher 600–650 g). Immerhin gibt es eine neue Dual Knit Band, die das Tragegefühl verbessern soll. Im Inneren arbeitet der M5 mit neuen Grafiktechnologien wie Hardware-Raytracing, Mesh Shading und einer erhöhten Bildwiederholrate von 120 Hz (statt 100 Hz beim M2-Vorgänger).
Die Akkulaufzeit steigt leicht auf 2,5 Stunden bei normaler Nutzung und 3 Stunden beim Video-Schauen. Apple spricht von „schnellerer Performance und schärferen Details“, doch das größte Problem des Vision Pro bleibt der Mangel an attraktiver Software. Trotz der beeindruckenden Hardware fragen sich viele, ob das Headset seinen hohen Preis von 3.499 US-Dollar wirklich rechtfertigt. Dennoch scheint Apple entschlossen, seine Vision von Mixed Reality weiterzutreiben – ob die Nutzer mitziehen, ist eine andere Frage.
Mit der M5-Generation verfolgt Apple eine klare Strategie: maximale Integration und KI-Fokus. Ob Laptop, Tablet oder Headset – alle Geräte sprechen nun dieselbe Sprache. Das Ziel ist ein intelligentes Ökosystem, in dem Rechenleistung, Effizienz und neuronale Verarbeitung Hand in Hand gehen. Der M5 ist nicht nur ein neuer Chip, sondern das Symbol für Apples nächsten Schritt in Richtung Zukunft.
1 kommentar
mehr Kerne nur gegen Aufpreis… Klassiker von Apple 🙃