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Project Amethyst: Wie Sony und AMD die Zukunft der PlayStation 6 neu definieren wollen

von ytools
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Mark Cerny und AMD bereiten offenbar den größten Technologiesprung in der Geschichte der PlayStation vor. Ihr gemeinsames Projekt Project Amethyst soll die Grundlage für die nächste Konsolengeneration bilden – allen voran für die kommende PlayStation 6.
Project Amethyst: Wie Sony und AMD die Zukunft der PlayStation 6 neu definieren wollen
Doch wie Cerny selbst betont, wird sich das wahre Potenzial dieser neuen Technologien erst zeigen, wenn Entwickler tatsächlich damit arbeiten können.

In einem neuen, nur neun Minuten langen Video gaben Sony Interactive Entertainment und AMD einen Einblick in ihre Vision. Gemeinsam mit Jack Huynh, Senior Vice President bei AMD, präsentierte Cerny drei Kerninnovationen: Neural Arrays (Neuronale Arrays), Radiance Cores (Strahlungskerne) und Universal Compression (Universelle Kompression). Diese Begriffe klingen futuristisch – und das sind sie auch. Noch existieren sie nur in Simulationen, aber sie könnten den Umgang mit Rechenleistung, Licht und Daten grundlegend verändern.

In einem Gespräch mit Digital Foundry erklärte Cerny, dass Project Amethyst weit über eine reine Hardware-Generation hinausgeht. Es markiert eine neue strategische Richtung: gemeinsame Entwicklung mit AMD auf Basis ihrer Hardware-Roadmap. Früher habe Sony vor allem eigene, exklusive Chips für PlayStation entworfen. Jetzt aber setzt man auf enge Kooperation, um Technologien zu schaffen, die sowohl auf Konsolen als auch auf PCs und Laptops funktionieren. Dadurch sollen Entwickler viel schneller neue Funktionen übernehmen und ihre Spiele breiter optimieren können.

„Früher haben wir maßgeschneiderte Technologien nur für PlayStation gebaut“, sagte Cerny. „Mit Amethyst entwickeln wir gemeinsam mit AMD Systeme, die plattformübergreifend funktionieren. Das wird einen viel größeren Einfluss haben, als man denkt.“ Diese Partnerschaft könnte tatsächlich den Spagat zwischen Konsolen- und PC-Entwicklung verkleinern und den Studios mehr Freiheit bei der Optimierung geben.

Gleichzeitig bremst Cerny die Erwartungen: Viele der angekündigten Features – etwa Universal Compression und Radiance Cores – müssen sich erst im Alltag beweisen. „Wir wissen, dass großartige Dinge kommen, aber man kann sie kaum quantifizieren, bevor Entwickler sie testen.“ Besonders die Kompression spielt eine zentrale Rolle: Die Speicherbandbreite wächst kaum noch von Generation zu Generation, und klügere Datenverarbeitung wird zur Notwendigkeit. Cerny hofft, dass Universal Compression eng mit maschinellem Lernen zusammenarbeitet, etwa mit Technologien wie FSR oder PSSR, die neuronale Netze für Bildverbesserung nutzen.

Die Radiance Cores wiederum könnten das Raytracing auf eine neue Stufe heben. Ähnlich wie NVIDIAs RT-Kerne sollen sie Lichtsimulationen beschleunigen, realistischere Reflexionen erzeugen und globale Beleuchtung verbessern. Laut Cerny wird sich ihr Nutzen aber erst zeigen, wenn Studios Prototypen in ihre Engines integrieren. „Wir müssen sehen, wie Entwickler ihre Tools mit diesen Kernen anpassen – erst dann verstehen wir, wie weit sie ihre Engines wirklich upgraden können.“

Spannend ist auch der strategische Fokus: Während Rasterisierung – also das klassische Rendern – nur moderate Leistungssteigerungen erhält (voraussichtlich das 2,5- bis 3-Fache der PS5), soll Raytracing bis zu 12-mal schneller werden. Das zeigt klar, dass Sony und AMD nicht mehr auf rohe Power setzen, sondern auf intelligente Architektur, die mit KI-Unterstützung arbeitet.

Universal Compression könnte dabei zur Schlüsselfunktion werden. In Zeiten, in denen Spieldaten explodieren und Texturen riesige Speichermengen beanspruchen, ist eine effizientere Datenverwaltung fast wichtiger als mehr Rechenleistung. Cerny betont, dass die Zukunft der Performance nicht allein in Teraflops liegt, sondern in der Fähigkeit des Systems, Informationen klug zu verarbeiten.

Derzeit existiert Project Amethyst nur auf dem Papier und in Simulationen. Doch sollte sich Cernys Vision verwirklichen, könnte die PlayStation 6 zur ersten Konsole werden, die von Grund auf für maschinelles Lernen, KI-basierte Effizienz und intelligente Beleuchtung entwickelt wurde. Oder wie Cerny es ausdrückte: „Es geht nicht mehr darum, wie stark die Hardware ist – sondern wie schlau sie arbeitet.“

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2 kommentare

SilentStorm November 28, 2025 - 6:44 pm

wenn Raytracing wirklich 10x schneller wird, dann wird das spannend!

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GalaxyFan January 3, 2026 - 8:50 pm

5070-Leistung im Jahr 2028… ich lach mich tot 😂

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