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Meta Connect 2025: Ray-Ban Display und Oakley Vanguard zeigen die Zukunft der Smartglasses

von ytools
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Meta Connect 2025: Ray-Ban Display und Oakley Vanguard zeigen die Zukunft der Smartglasses

Meta Connect 2025: Ray-Ban Display und Oakley Vanguard zeigen die Zukunft der Smartglasses

Auf der Meta Connect 2025 hat Mark Zuckerberg die neuesten Visionen des Konzerns vorgestellt – und diesmal standen eindeutig Brillen im Mittelpunkt. Statt kleiner Updates zeigte Meta ein ganzes Ökosystem neuer Smartglasses, die deutlich machen sollen, dass die Zukunft tragbarer Geräte nicht mehr nur bei Uhren oder Kopfhörern liegt, sondern direkt vor unseren Augen. Die Stars des Abends: die Ray-Ban Display mit eingebautem Bildschirm und die sportlich orientierten Oakley Meta Vanguard.

Die größte Neuheit sind die Ray-Ban Display. Zum ersten Mal hat Meta einen hochauflösenden Mini-Bildschirm in die rechte Linse integriert. Während der Präsentation führte Zuckerberg vor, wie Benachrichtigungen, Musikinfos oder eingehende Fotos über das reale Bild eingeblendet werden. Mit einer Pixeldichte von 42 Pixeln pro Grad erreicht das Display eine Qualität, wie man sie sonst nur aus VR-Headsets kennt. Damit wird es möglich, Textnachrichten zu lesen oder sogar kurze Videos direkt in der Brille anzusehen.

Die Integration mit Meta AI erlaubt Sprachsteuerung und direkte Interaktion. Zwar sind die Brillen noch keine vollwertige AR-Lösung – Namen über Köpfen oder automatisch übersetzte Straßenschilder bleiben Science-Fiction – doch der Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit ist klar erkennbar.

Technisch bringt die Ray-Ban Display einiges mit: sechs Mikrofone, offene Lautsprecher, eine 12-Megapixel-Kamera mit 3-fach-Zoom und bis zu sechs Stunden Akkulaufzeit, die durch das Ladeetui auf 30 Stunden erweitert werden. Allerdings ist der Preis für all das mehr Gewicht – rund 20 Gramm schwerer als die Vorgänger. Wer empfindlich auf Druck auf Nase und Ohren reagiert, könnte das als störend empfinden.

Neu ist auch das Steuergerät Neural Band, ein Armband, das mithilfe von sEMG-Technik Muskelbewegungen im Arm erkennt und Gesten in Befehle umsetzt. Auf der Bühne schrieb Zuckerberg scheinbar Wörter in die Luft, die sofort als Textnachrichten umgesetzt wurden. Die Idee wirkt futuristisch, auch wenn die Demo nicht reibungslos verlief – ein Anruf ließ sich nicht annehmen. Trotzdem ist die Vorstellung, Nachrichten ohne Spracheingabe oder Touchflächen zu tippen, ein spannender Ansatz.

Die Ray-Ban Display erscheinen am 30. September für 799 US-Dollar in Schwarz und Beige, wahlweise mit Korrekturgläsern. Damit positioniert sich Meta klar im Premium-Segment.

Die zweite große Vorstellung waren die Oakley Meta Vanguard. Im Gegensatz zu den klassischen Ray-Ban-Modellen setzen sie auf ein sportliches Design mit wrap-around-Form, verspiegelten Gläsern und einer mittig platzierten 12-MP-Kamera. Gedacht sind sie für Radfahrer, Läufer und Outdoor-Fans, die ihre Aktivitäten filmen wollen. Mit einem weiten Blickwinkel von 122 Grad und 3K-Aufnahmen sind sie ideal für Action-Clips. Dazu kommen Slow-Motion-, Hyperlapse- und Auto-Recording-Funktionen, die bei bestimmten Geschwindigkeiten automatisch starten.

Die Lautsprecher sollen Windgeräusche bis 50 km/h ausgleichen können, wobei viele zweifeln, ob das in der Praxis wirklich funktioniert. Der Akku reicht für bis zu neun Stunden Nutzung, die Brille ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt, und die Gläser lassen sich austauschen. Mit einem Preis von 499 US-Dollar und Marktstart am 21. Oktober richtet sich das Modell an eine sportliche Zielgruppe.

Zusätzlich stellte Meta die zweite Generation der Ray-Ban Meta vor. Diese bieten eine Ultraweitwinkel-Kamera mit 12 MP, 3K-Video, doppelte Akkulaufzeit (acht Stunden) und ein Ladeetui mit weiteren 48 Stunden Reserve. Besonders interessant: die Funktion Conversation Focus, die Stimmen in lauten Umgebungen hervorhebt – allerdings muss man Meta AI explizit bitten, sie zu aktivieren. Ebenfalls neu ist Live AI, mit der sich die Brille wie ein Gesprächspartner verhält. In der Demo sollte die KI beim Kochen helfen, geriet aber durcheinander, als der Nutzer Fragen außerhalb der Reihenfolge stellte. Zuckerberg schob es auf schlechtes WLAN, doch das Beispiel zeigte die Grenzen aktueller Systeme.

Im größeren Bild wird klar: Meta will Smartglasses zu einer eigenen Plattform machen. Sie sollen nicht nur nette Extras sein, sondern ein Alltagswerkzeug, das Smartphones ergänzt oder sogar ersetzt. Ob Menschen jedoch bereit sind, ein 800-Dollar-Gadget im Gesicht zu tragen, das auffällt und potenziell ständig filmt, bleibt fraglich.

Kritik gibt es auch an der Rolle des Unternehmens selbst. Viele sehen großes Potenzial in Übersetzungen in Echtzeit oder visueller Objekterkennung, aber Meta wird weiterhin mit den Schattenseiten seiner sozialen Netzwerke in Verbindung gebracht. Vertrauen aufzubauen, wird ebenso entscheidend sein wie die technische Umsetzung.

Fest steht: Meta Connect 2025 hat gezeigt, wie ernst das Unternehmen das Thema Brillen nimmt. Ray-Ban Display für AR-light-Erfahrungen, Oakley Vanguard für Sportler und die verbesserten Ray-Ban Meta für den Alltag – zusammen zeichnen sie ein Bild davon, wie Computertechnik buchstäblich auf unsere Gesichter rückt.

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3 kommentare

BinaryBandit September 24, 2025 - 5:31 am

hatte die ersten ray-ban metas, super für sportaufnahmen ohne handy, aber nach ner weile echt schwer auf der nase

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8Elite October 26, 2025 - 1:06 pm

dieses neural band ist entweder geniale zukunft oder völliger quatsch. in die luft schreiben klingt irre

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TechBro91 December 18, 2025 - 9:35 pm

meta baut coole hardware, aber nach dem chaos mit facebook & insta fällt vertrauen schwer

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