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Threads bekommt ‘Ghost Posts’ – Metas neues Feature für flüchtige Gedanken

von ytools
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Meta gibt Threads einen neuen Anstrich – mit einer Funktion namens „Ghost Posts“. Diese neuen Beiträge verschwinden automatisch nach 24 Stunden und sollen Nutzer dazu bringen, ihre Gedanken spontaner und ungefilterter zu teilen.
Threads bekommt ‘Ghost Posts’ – Metas neues Feature für flüchtige Gedanken
Es ist der nächste Schritt, um Threads von einer ruhigen Diskussionsplattform in ein dynamischeres, freieres Netzwerk zu verwandeln.

Das Prinzip ist einfach: Du tippst auf das neue Geistersymbol, schreibst deinen Post, und nach einem Tag ist alles wieder weg. Keine Archive, keine Rückschau, keine Spuren. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied zu herkömmlichen Posts – Antworten landen nicht öffentlich im Feed, sondern direkt in deinem Posteingang. Nur du kannst sehen, wer reagiert oder kommentiert hat. Dadurch entsteht eine intimere, privatere Atmosphäre, fast wie ein flüchtiges Gespräch unter Freunden.

Meta will damit offenbar das Gefühl von Leichtigkeit und Spontanität zurückbringen, das viele Nutzer in den sozialen Medien vermissen. Die Idee erinnert an die Anfangszeiten von Twitter (heute X), als Menschen noch ungefiltert ihre Gedanken posteten. Doch anstatt ewig sichtbarer Tweets sollen die „Ghost Posts“ den Druck nehmen, jedes Wort perfekt zu formulieren oder sich für alte Posts rechtfertigen zu müssen.

Ganz neu ist die Idee natürlich nicht. Snapchat hat das Konzept des verschwindenden Inhalts erfunden, Instagram hat es mit Stories perfektioniert – und jetzt versucht Meta, diesen Erfolg auch bei Threads zu wiederholen. Es ist eine logische Strategie: Inhalte, die sich selbst löschen, halten Nutzer aktiv, ohne dass der Feed überläuft. Gleichzeitig fördern sie authentische, alltägliche Interaktionen – ein zentraler Bestandteil dessen, was Threads von X unterscheiden soll.

Doch die Reaktionen sind gemischt. Manche begrüßen die Möglichkeit, freier zu posten, andere halten das Ganze für überflüssig. Threads galt bislang als entspannte Plattform für offene Gespräche, und viele fragen sich, ob private Antworten in DMs dieses Konzept nicht untergraben. Wenn man ohnehin nur flüchtige Gedanken teilen will, warum dann nicht einfach Instagram Stories nutzen?

Kritiker bemängeln auch, dass Meta seine Apps immer ähnlicher macht. Threads verliert damit womöglich das, was es einzigartig macht – den Fokus auf textbasierte, öffentliche Diskussionen. Wenn Gespräche zunehmend in den privaten Raum verschoben werden, geht etwas von der ursprünglichen Community-Stimmung verloren. Trotzdem sehen einige darin eine Chance: Weniger öffentlicher Druck könnte bedeuten, dass Menschen ehrlicher und spontaner schreiben.

Unterm Strich experimentiert Meta mit der Idee von Vergänglichkeit in sozialen Medien. „Ghost Posts“ sollen zeigen, dass digitale Kommunikation nicht immer dauerhaft sein muss. Vielleicht ist genau das der Reiz – der Mut, etwas zu sagen, auch wenn es morgen schon wieder verschwunden ist. Ob sich das Feature durchsetzt oder leise verschwindet wie seine eigenen Beiträge, bleibt abzuwarten.

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1 kommentar

SilentStorm December 10, 2025 - 1:05 pm

Mal sehen, ob das bleibt – oder auch verschwindet 👻

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