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Metroid Prime 4: Beyond: Was der neue Gameplay-Overview-Trailer wirklich verrät

von ytools
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Für Metroid-Fans fühlt sich die Zeit seit Metroid Prime 3 inzwischen fast wie ein eigenes Zeitalter an. Jahrelang war Metroid Prime 4 eher Running Gag und Wunschtraum als echtes Spiel, das man sich in den Kalender eintragen konnte. Jetzt gibt es endlich ein Datum: Am 4.
Metroid Prime 4: Beyond: Was der neue Gameplay-Overview-Trailer wirklich verrät
Dezember 2025 soll Metroid Prime 4: Beyond für Nintendo Switch 2 und Nintendo Switch erscheinen – und plötzlich ist die lange Wartezeit nicht mehr abstrakt, sondern fast schmerzhaft greifbar. Der neue Overview-Trailer, der sich voll auf das Gameplay konzentriert, gießt noch einmal ordentlich Öl ins Hype-Feuer.

Anders als der actionlastige Trailer vor einigen Wochen, der vor allem mit bombastischen Szenen und schnellen Schnitten punkten wollte, nimmt sich der aktuelle Clip Zeit. Er zeigt in Ruhe, wie sich Metroid Prime 4: Beyond tatsächlich spielt: Wir sehen Samus vorsichtig durch enge Gänge und offene Flächen der fremden Welt Viewros schleichen, den Armkanon im Anschlag, während sie mit verschiedenen Visoren Umgebungsdetails scannt, Terminals liest und verborgene Hinweise freilegt. Klassische Werkzeuge wie Morph Ball, Charge Beam und Grapple Beam feiern ihr Comeback, aber die Inszenierung wirkt dynamischer, flüssiger und deutlich moderner, ohne die DNA der Prime-Reihe zu verraten.

Eine der größten Veränderungen betrifft die Rolle der Galaktischen Föderation. Der Notruf ihrer Soldaten ist der Ausgangspunkt der Geschichte: Er lockt Samus nach Viewros. Im Trailer wird jedoch klar, dass diese Truppe nicht nach der Intro-Sequenz von der Bildfläche verschwindet. Stattdessen begleiten uns die Soldaten immer wieder durchs Spiel. Man sieht sie Stellungen halten, Feuerunterstützung geben, Funksprüche durchgeben und nervös reagieren, wenn neue Kreaturen auftauchen. Das verleiht der sonst so einsamen Metroid-Atmosphäre eine neue Note: Samus bleibt die überlegene Profi-Jägerin, aber um sie herum gibt es Menschen, die scheitern können – und auf sie angewiesen sind. Entscheidend wird sein, dass Nintendo diese neue Team-Dynamik einführt, ohne das typische Gefühl von Isolation und leiser Bedrohung zu opfern, das Metroid seit jeher auszeichnet.

Viewros selbst wirkt im Trailer wie ein schlüssig gebauter Schauplatz, der genau auf dieses Spieltempo zugeschnitten ist. Düstere, klaustrophobische Korridore mit flackernden Lichtern gehen nahtlos in größere, vertikale Arenen über, in denen Samus mit Doppelsprüngen, Grapple Points und Boost-Passagen gefordert wird. Immer wieder stechen Türen, Energiefelder oder brüchig wirkende Wände ins Auge, die offensichtlich für spätere Backtracking-Momente reserviert sind. Genau davon lebt Metroid Prime: Anfangs fühlt sich die Welt wie ein relativ linearer Pfad an, doch mit jedem neuen Upgrade öffnet sich die Karte, es entstehen Abkürzungen, alternative Routen und Geheimbereiche, die man beim ersten Besuch schlicht übersehen oder nicht erreichen konnte.

Spannend ist auch der Aufbau der Marketing-Kampagne. Erst ein cineastischer Trailer, der Metroid Prime 4: Beyond als großen Blockbuster mit imposanten Bossen und dramatischen Kamerafahrten positioniert – und kaum eine Woche später ein sachlicher Overview-Trailer, der Mechaniken, Struktur und Systemsicht liefert. Das wirkt wie eine bewusst gewählte Dramaturgie: Zuerst fängt man die breite Masse mit "Wow, das sieht krass aus", dann holt man die Core-Fans ab, denen wichtig ist, dass sich das Spiel wie "echtes" Metroid Prime anfühlt. Sollte Nintendo diesen Rhythmus bis zum Release durchziehen, dürfte uns in den kommenden Wochen ein kontinuierlicher Strom an neuen Details, Ausschnitten und Spekulationen erwarten.

Die ersten Hands-on-Berichte untermauern, was der Trailer verspricht. Wer Metroid Prime 4: Beyond auf Events anspielen konnte, spricht von einer behutsamen Weiterentwicklung statt einer radikalen Neuinterpretation. Das bekannte Gefühl von wuchtiger Bewegungsphysik, bewusst gesetztem Tempo und präziser Steuerung ist da – nur eben eingebettet in eine deutlich sauberere Technik. Hochere Bildraten, schnellere Ladezeiten, knackige Reaktionszeiten beim Wechseln der Visoren oder beim Öffnen großer Areale: Gerade in einem Spiel, das so stark auf Erkundung und ständiges Hin und Her setzt, können solche Details über Frust oder Flow entscheiden.

Gleichzeitig ist die Stimmung in der Community fast schon euphorisch. In Foren und sozialen Netzwerken liest man Kommentare nach dem Motto: "Das riecht nach 9,5 von 10, bevor überhaupt ein Test draußen ist". Gif-Loops mit Bossauftritten machen die Runde, Fans frieren einzelne Frames ein, um versteckte Hinweise im HUD zu entdecken, und es wird heftig diskutiert, welche Kreatur aus früheren Teilen wohl ein Comeback feiern könnte. Metroid Prime war schon immer eine Reihe, die von Mundpropaganda lebte: von Geschichten darüber, wie jemand per Zufall eine geheime Abzweigung entdeckte oder erst nach Stunden merkte, dass eine unscheinbare Wand seit Spielbeginn zerstörbar war. Alles deutet darauf hin, dass Metroid Prime 4: Beyond genau diese Tradition fortsetzen will.

Am Ende kann natürlich kein Trailer ersetzen, wie es sich anfühlt, nach zehn oder zwanzig Stunden noch immer auf Viewros unterwegs zu sein, sich an Routen zu erinnern und mit jedem Upgrade ein bisschen mehr Kontrolle über eine anfangs bedrohliche Welt zu gewinnen. Aber je mehr Nintendo von Metroid Prime 4: Beyond zeigt, desto klarer wird das Bild eines Sequels, das seine Wurzeln respektiert und sie gleichzeitig mit moderner Technik und frischen erzählerischen Ideen auflädt. Wenn die Vollversion hält, was diese Ausschnitte versprechen, dann wird die lange Durststrecke seit 2007 nicht nur als Leidensweg in Erinnerung bleiben, sondern als spannungsvoller Countdown. Und wenn Metroid Prime 4: Beyond am 4. Dezember 2025 endlich auf Nintendo Switch 2 und Nintendo Switch landet, dürfte Samus Aran gute Chancen haben, den vielleicht rundesten Auftritt ihrer Prime-Karriere hinzulegen.

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1 kommentar

PiPusher November 25, 2025 - 7:13 am

Wenn das wirklich mit hoher Framerate auf der Switch 2 läuft, verzeih ich Nintendo die ganze Funkstille der letzten Jahre lol

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