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Minisforum G1 Pro: Konsolen-Mini-PC mit echter Desktop-Leistung

von ytools
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Minisforum G1 Pro: Konsolen-Mini-PC mit echter Desktop-Leistung

Minisforum G1 Pro: Konsolenähnlicher Mini-Gaming-PC mit echter Desktop-Power

Mini-PCs galten lange als Bürokisten: klein, leise, aber auch leistungsmäßig stark begrenzt. Mit Geräten wie dem Minisforum G1 Pro verschiebt sich dieses Bild deutlich. Hier steckt ein 16-kerniger AMD Ryzen 9 8945HX zusammen mit einer Nvidia GeForce RTX 5060 in einem Gehäuse, das schlanker ist als eine PS5 Pro. Das Ziel ist klar: Ein vollwertiger Gaming- und Creator-PC, der problemlos auf den Schreibtisch, ins Regal oder neben den Fernseher passt – ohne Kabelsalat und ohne Kompromisse bei der Performance.

Minisforum positioniert den G1 Pro als Zwischenschritt zwischen klassischem Tower, lauten Gaming-Notebooks und strikt geschlossenen Konsolen-Ökosystemen
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. Man bekommt die Flexibilität eines PCs, die Optik einer Konsole und eine Hardware-Ausstattung, die nicht nach „Office-Box“, sondern nach ernsthaftem Gaming, Content Creation und lokalen KI-Workloads klingt. Gerade für Menschen mit wenig Platz, WG-Zimmer, Homeoffice-Ecke oder minimalistisches Setup wirkt dieser Ansatz sehr zeitgemäß.

Design im Konsolenstil – schlanker als eine PS5 Pro

Schon auf den ersten Blick orientiert sich der G1 Pro an aktuellen Konsolen. Das Gehäuse ist für den Vertikalbetrieb ausgelegt, in einem sauberen Weiß gehalten und mit einer dezenten Wellenstruktur versehen. Vorn sitzt ein schmaler RGB-Lichtstreifen, der eher als Akzent dient als als Lightshow – genug, um als Gaming-Hardware erkennbar zu sein, aber nicht so aufdringlich, dass der PC im Wohnzimmer fehl am Platz wirkt.

Die Abmessungen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 215 × 57 × 315 mm ist der G1 Pro merklich schlanker und kompakter als eine PS5 Pro, die auf 216 × 89 × 388 mm kommt. Wer Platz für eine Sony-Konsole hat, bekommt den Minisforum problemlos daneben – und hat dann nicht nur eine Spielemaschine, sondern ein komplettes Windows- oder Linux-System inklusive aller üblichen Anwendungen.

Ein wichtiges Detail im Alltag ist das integrierte 350-Watt-Netzteil.
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Statt eines klobigen externen Netzteils („Klinke plus Ziegelstein“) steckt alles im Gehäuse. Man führt also nur ein klassisches Kaltgerätekabel nach hinten und fertig. Gerade in TV-Lowboards, auf kleinen Schreibtischen oder in Setups, die bewusst aufgeräumt wirken sollen, macht das einen spürbaren Unterschied.

Ryzen 9 8945HX und RTX 5060: Mobile Hardware mit Desktop-Ambitionen

Im Inneren arbeitet kein Spar-Chip, sondern ausgewachsene Notebook-Highend-Technik. Der AMD Ryzen 9 8945HX bringt 16 Kerne und 32 Threads mit und ist darauf ausgelegt, dauerhaft hohe Multicore-Lasten zu stemmen: Gaming, Streams, Browser, Voice-Chat und nebenbei noch ein Render- oder Transcoding-Job – genau dafür ist er gemacht. Dazu kommt eine Nvidia GeForce RTX 5060 mit bis zu 145 W Leistungsbudget, inklusive moderner Features wie Raytracing und DLSS.

Laut Minisforum kann das System unter kombinierter CPU-/GPU-Last bis zu 245 W abrufen, während das Kühlsystem auf rund 300 W ausgelegt ist. Im Klartext: Das Kühldesign wurde mit Reserven geplant, statt permanent am Limit zu laufen. Wer schon einmal erlebt hat, wie Gaming-Notebooks nach ein paar Minuten Volllast in „Throttle City“ landen, weiß, wie wichtig dieses Plus an Luft nach oben ist.

In der Praxis zielt der G1 Pro damit auf flüssiges Gaming in 1080p mit hohen Bildraten und sehr brauchbare Leistung in 1440p. Für E-Sport-Titel, die auf viele FPS setzen, ist genug Power vorhanden, und dank DLSS lassen sich auch anspruchsvollere AAA-Spiele deutlich entspannter betreiben. Gleichzeitig bleiben ausreichend CPU-Reserven, um OBS, Discord, Browser, Musikplayer und alle typischen Nebenanwendungen parallel laufen zu lassen.

Content Creation und lokale KI: Mehr als nur ein Gaming-Kasten

Der G1 Pro ist klar als Allround-Workstation gedacht. Durch die Nvidia-Studio-Unterstützung werden über 130 Kreativ- und KI-Anwendungen beschleunigt. Für Video-Creator bedeutet das schnellere Exporte, flüssigere Vorschauen und kürzere Wartezeiten bei Effekten. 3D-Artists profitieren von schnelleren Renderings und besser reagierenden Viewports. Fotografen freuen sich über mehr Tempo bei RAW-Entwicklung, Entrauschung und Massenbearbeitung.

Spannend wird es auch im KI-Bereich: Dank CUDA-fähiger GPU und starkem Multi-Core-CPU eignet sich der G1 Pro als kleiner Heim- oder Büro-Server für Experimente mit Machine Learning, Bild- und Textgenerierung oder eigenem Code. Wer schon einmal versucht hat, komplexe Matrix-Multiplikation, eigene CUDA-Kernels oder größere lokale Modelle auf einem dünnen Notebook laufen zu lassen, kennt das Problem: Hitze, Drosselung, Lüfter auf Anschlag. Der G1 Pro kann stattdessen wie ein kleines Rechenzentrum unter dem Monitor stehen und stundenlange Last besser wegstecken.

Praktisch für produktive Setups ist außerdem die Unterstützung von bis zu vier Displays. So lassen sich etwa Spiel oder Preview auf einem Monitor, Timeline oder Code auf einem zweiten, Monitoring, Chat und Stream-Tools auf einem dritten und Recherche oder Doku auf einem vierten Bildschirm verteilen. In einer Welt, in der ständig mehrere Fenster gleichzeitig offen sind, ist das ein echter Produktivitätsbooster.

Anschlüsse und Netzwerk: vorbereitet für moderne Setups

Ein kompakter PC steht und fällt mit seinen Ports. Der Minisforum G1 Pro bietet mehrere USB-A-Anschlüsse mit bis zu 10 Gbit/s für schnelle externe SSDs und anspruchsvolle Peripherie. Dazu kommen USB4-Typ-C-Ports mit bis zu 40 Gbit/s, die sich für Dockingstationen, schnelle Speicherlösungen oder hochauflösende Monitore eignen
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. Damit muss man sich nicht auf veraltete USB-2.0-Ports und eine einzelne Video-Schnittstelle verlassen.

Im Netzwerkbereich setzt Minisforum auf 5-GbE-LAN – ein deutlicher Schritt über klassisches Gigabit hinaus, besonders interessant für alle, die regelmäßig große Projekte, Videodateien oder Spielebibliotheken im Heimnetz verschieben. Drahtlos ist der G1 Pro mit Wi-Fi 7 ausgestattet, was hohe Datendurchsätze und geringere Latenzen verspricht, plus Bluetooth 5.4 für Controller, Headsets, Mäuse und andere Funkgeräte.

Kombiniert man das Ganze mit einem Fernseher im Wohnzimmer und einem kabellosen Gamepad, mutiert der G1 Pro gefühlt zu einer Next-Gen-Konsole – nur eben mit der Freiheit eines vollwertigen PCs. Spielen, kurz raus in den Browser, ein paar Zeilen Code testen, ein CUDA-Experiment starten und wieder zurück ins Game: alles auf derselben Maschine.

Kühlung und Lautstärke: Konstanz statt Benchmark-Show

Der vielleicht wichtigste Punkt an diesem System ist das Kühldesign. Der vertikale Formfaktor hilft beim Luftstrom, große Kühlkörper und ein klarer Luftweg durch das Gehäuse tragen ihren Teil dazu bei, dass CPU und GPU nicht nach ein paar Minuten in den Notmodus gehen. Weil der thermische Rahmen mit 300 W bewusst über dem erwarteten Verbrauch liegt, kann der G1 Pro langfristig höhere Taktraten halten als viele ähnlich teure Gaming-Notebooks.

Für den Alltag bedeutet das: weniger plötzliche FPS-Einbrüche in langen Matches, konsistentere Renderzeiten in Videoschnittprojekten und KI-Trainingsläufe, die nicht nach der Hälfte spürbar langsamer werden. Gleichzeitig bleibt das System tendenziell leiser, weil die Lüfter nicht permanent an ihr Maximum geprügelt werden müssen. Gerade in Schlafzimmern, geteilten Arbeitsräumen oder WGs ist das ein entscheidender Komfortfaktor.

Marktposition und Preis: Für wen lohnt sich der G1 Pro?

Geräte wie der Steam Deck oder andere Handheld-PCs haben gezeigt, dass es eine starke Nachfrage nach leistungsfähiger Hardware im kleinen Format gibt. Der G1 Pro überträgt dieses Prinzip auf den Schreibtisch: Er wirkt wie eine Konsole, verhält sich aber wie ein richtiger PC. Verglichen mit einem klassischen ATX-Tower verzichtet man auf üppige Aufrüstoptionen, gewinnt dafür aber enorm an Platz und optischer Ruhe. Im Vergleich zu einer Konsole kostet der G1 Pro zwar deutlich mehr, eröffnet aber eine völlig andere Welt an Software, Modding, Emulation und beruflichen Einsatzszenarien.

Preislich liegt der Minisforum G1 Pro aktuell weltweit bei etwa 1430,9 US-Dollar. Damit bewegt er sich im Bereich gehobener Gaming-Notebooks mit ähnlicher CPU-/GPU-Kombination. Der Unterschied: Statt eines dicken Deckels mit heißer Unterseite bekommt man ein stationäres System mit leistungsfähigerer Kühlung und einem Design, das sowohl auf dem Schreibtisch als auch im TV-Rack funktioniert.

Interessant ist der G1 Pro vor allem für drei Gruppen: Gamer, die ihre große Tower-Kiste loswerden wollen; Creator, die eine starke, aber unauffällige Workstation suchen; und Entwickler oder KI-Tüftler, die einen kleinen, dauerhaften Rechenknecht für CUDA und Co. brauchen. Unterm Strich ist der G1 Pro kein weiterer Office-Mini, sondern ein ernst zu nehmender Allround-Rechner, der Desktop-Leistung in ein Format bringt, das besser zur Realität vieler Wohnungen und Arbeitsplätze passt.

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