Über drei Jahrzehnte lang war Mortal Kombat nicht nur für brutale Kämpfe und legendäre Fatalities bekannt, sondern auch für den schrägen Humor und kleine Insider-Gags, die die Serie einzigartig machten. Einer dieser Momente wurde zur Legende: das hohe „Toasty!“, das nach einem gelungenen Uppercut eingeblendet wurde. 
Nun hat Dan Forden – die Stimme hinter diesem ikonischen Ruf – bekanntgegeben, dass er NetherRealm Studios verlässt. Damit geht ein Stück Videospielgeschichte zu Ende.
Forden stieß bereits 1989 zu Midway, lange bevor Mortal Kombat überhaupt existierte. Als Mortal Kombat II 1993 erschien, überraschte er die Spieler erstmals mit seinem Gesicht, das kurz auf dem Bildschirm auftauchte, begleitet von dem berühmten Falsett-Ruf. Ursprünglich als kleine interne Spielerei gedacht, entwickelte sich „Toasty!“ zu einem Running Gag, den Fans bis heute zitieren – ob im Arcade-Hallen, bei Turnieren oder in Online-Matches.
In seiner Abschiedsbotschaft auf Instagram schrieb Forden: „Mittwoch war mein letzter Tag bei NetherRealm. Wir haben in all den Jahren unglaublich viel Spaß gehabt und großartige Dinge geschaffen. Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben, und auf die Freude, die wir dabei hatten. Dort gibt es so viele smarte und talentierte Leute – freut euch auf alles, was sie in Zukunft erschaffen werden.“ Er teilte außerdem ein Foto eines Studiobadezimmerspiegels, auf dem jemand „Toasty!“ hinterlassen hatte – ein Symbol dafür, wie stark sein Vermächtnis verankert ist.
Auf die Frage, warum er gerade jetzt geht, antwortete Forden schlicht: Nach 37 Jahren sei es Zeit, mehr Raum für eigene Interessen zu haben. Kaum jemand bleibt so lange in einer Branche, die sich ständig wandelt. Dass Forden dies geschafft hat und zugleich Teil einer der einflussreichsten Fighting-Franchises war, macht seinen Abschied umso bedeutender. Es ist ein verdienter Rückzug, der aber vielen Fans schwerfällt.
Auch für NetherRealm selbst ist es eine Übergangsphase. Mortal Kombat 1 verkaufte sich zwar über 6,2 Millionen Mal, blieb aber hinter Mortal Kombat 11 zurück, das mehr als 15 Millionen Einheiten absetzte. Im Mai wurde bestätigt, dass es keine weiteren DLC-Kämpfer oder Story-Erweiterungen für MK1 geben wird. Das deutet darauf hin, dass das Studio seine Ressourcen auf ein neues Großprojekt verlagert – viele Fans spekulieren auf Injustice 3.
Parallel expandiert das Mortal-Kombat-Universum weiter. Im Oktober bringt Atari zusammen mit Digital Eclipse die Mortal Kombat: Legacy Kollection auf den Markt, eine Hommage an die Klassiker. Auf der Kinoleinwand müssen Fans sich allerdings länger gedulden: Mortal Kombat II wurde von Oktober 2025 auf Mai 2026 verschoben. Warner Bros. setzt auf einen Sommerstart, um vom Hype des bereits gefeierten Trailers zu profitieren. Mit dabei sind Stars wie Karl Urban, Jessica McNamee, Lewis Tan und viele mehr.
„Toasty!“ mag als Insider-Witz angefangen haben, doch es verkörpert bis heute das, was Mortal Kombat so besonders macht: eine Mischung aus Härte, Absurdität und Charakter. Auch wenn Dan Forden nun nicht mehr dabei ist – jedes Mal, wenn ein Uppercut perfekt sitzt, wird irgendwo auf der Welt ein Fan innerlich diesen Ruf hören. Und genau das ist wahre Unsterblichkeit in der Gaming-Kultur.