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Nintendo Switch 2 bekommt Update 21.1.0: Stabilität statt Show, Smash-Bug gefixt

von ytools
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Nintendo verabschiedet das Jahr mit einem weiteren Systemupdate für seine Hybrid-Konsole – auf dem Papier unspektakulär, in der Praxis aber durchaus relevant. Seit dem weltweiten Launch des Nintendo Switch 2 im Juni 2025 bekommt die Konsole in kurzen Abständen neue Firmware-Versionen, die vor allem Performance, Abwärtskompatibilität zu Spielen des ersten Switch und frühe Kinderkrankheiten adressieren.
Nintendo Switch 2 bekommt Update 21.1.0: Stabilität statt Show, Smash-Bug gefixt
Die aktuelle Dezember-Runde hört auf die Versionsnummer 21.1.0 und wird gleichzeitig für den Switch 2 und das ursprüngliche Modell ausgerollt.

Wer die Patchnotes liest, fühlt sich sofort an die letzten Jahre erinnert. Nintendo spricht wie so oft von allgemeinen Systemstabilitäts-Verbesserungen, die das Nutzererlebnis verbessern sollen. Kein Wort zu neuen Menüs, keinen Hinweis auf schicke Themes fürs Home-Menü, keine große Komfortfunktion, die sofort ins Auge springt. Das Update lädt und installiert sich automatisch, sobald die Konsole online ist – viele Nutzer werden lediglich einen kurzen Neustart sehen und danach weiterspielen, ohne bewusst zu merken, was sich im Hintergrund getan hat.

Ganz so generisch ist das Update aber nicht. Nintendo hat inzwischen bestätigt, dass die Version 21.1.0 einen konkreten Fehler in Super Smash Bros. Ultimate auf dem Switch 2 behebt. Dort konnte es vorkommen, dass Videowiedergabe – etwa Replays oder gespeicherte Clips – fehlerhaft lief oder komplett versagte. Gerade für Spieler, die ihre besten Kämpfe archivieren, Turniere organisieren oder einfach gern Highlights anschauen, war das ein ärgerlicher Rückschlag für die ansonsten starke Abwärtskompatibilität. Mit dem neuen Patch soll dieses Problem ausgeräumt werden, auch wenn es in den offiziellen Notizen nur zwischen den Zeilen auftaucht.

Parallel dazu sind Dataminer wie OatmealDome schon dabei, die neue Firmware Zeile für Zeile zu durchforsten. Frühere Updates für den Switch 2 haben immer wieder gezeigt, dass Nintendo still und leise an Kompatibilitäts-Schichten für bestimmte Titel schraubt, Netzwerk-Module anpasst oder Funktionsbausteine vorbereitet, die erst später nach außen sichtbar werden. Es wäre keine Überraschung, wenn 21.1.0 erneut solche unsichtbaren Stellschrauben dreht, die zwar nicht im Home-Menü auftauchen, aber langfristig für stabilere Ports und Patches sorgen.

Wer hingegen auf sichtbare Neuerungen wie Themes, Ordner oder mehr UI-Freiheit gehofft hat, muss sich weiter gedulden. Optisch wirkt die Oberfläche des Switch 2 auch Ende 2025 noch erstaunlich nah an der des ersten Modells; viele Nutzer haben das Gefühl, dass sich die Generation vor allem unter der Haube verändert hat. Aus Sicht eines Plattform-Herstellers ist diese Vorsicht nachvollziehbar: Eine junge Konsole braucht zuerst eine robuste Basis, bevor man das Interface radikal umbaut. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass Nintendo beim Thema Bedienoberfläche deutlich konservativer unterwegs ist als bei der Hardware-Power.

Und genau hier entsteht der größte Kontrast. Der Nintendo Switch 2 ist ein spürbarer Sprung nach vorne: neue NVIDIA-Hardware, Unterstützung für DLSS und Raytracing, deutlich mehr Luft nach oben für Third-Party-Titel. Studios wie CAPCOM nutzen diese Features bereits in Spielen wie Street Fighter 6 und dem kommenden Resident Evil Requiem, die auf dem ersten Switch in dieser Form schlicht nicht möglich gewesen wären. Dass solche Produktionen auf einem Gerät laufen, das man im Dock und im Handheld-Modus nutzen kann, bleibt ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Im Alltag fällt aber auch auf, wo Nintendo weiterhin zurückhaltend ist: beim Bildschirm. Die HDR-Umsetzung wirkt bestenfalls durchschnittlich, Helligkeit und Kontrast reizen das Potenzial der neuen GPU nicht immer aus, und im direkten Vergleich zu aktuellen Smartphones wirkt das Panel des Switch 2 eher pragmatisch als „next gen“. Kein Wunder, dass in Foren und Kommentarspalten inzwischen bei fast jedem Firmware-Update die Frage nach einer möglichen Switch 2 OLED-Version auftaucht. Viele Fans wünschen sich ein Display, das zu dem Grafik-Output passt, den DLSS und Raytracing inzwischen liefern.

Version 21.1.0 beantwortet diese Wünsche natürlich nicht – und will das auch gar nicht. Es handelt sich um ein klassisches Wartungsupdate: ein Bugfix für Super Smash Bros. Ultimate, ein kräftiger Schub für die generelle Stabilität und vermutlich einige unsichtbare Vorbereitungen für die nächsten Schritte im Lebenszyklus der Konsole. Für Early Adopter ist es ein weiteres Signal, dass Nintendo seine neue Plattform aktiv pflegt, auch wenn die spannendsten Änderungen momentan im Systemkern statt auf dem Startbildschirm passieren.

Langfristig könnte dieser Ansatz Nintendo mehr bringen als kurzfristig spektakuläre, aber wacklige Feature-Updates. Eine laute Firmware mit halbgaren Funktionen sorgt zwar für Schlagzeilen, beschädigt aber im Zweifel das Vertrauen der Nutzer. Eine Serie ruhiger, technisch sauberer Patches wie 21.1.0 sorgt dagegen dafür, dass die Basis immer stabiler wird. Wenn die Spielebibliothek des Switch 2 weiter wächst und immer mehr Titel die neuen Grafikfunktionen ausreizen, wird genau diese Solidität wichtiger sein als jede Schlagwort-Funktion in den Patchnotes. Die Community macht zwar Witze über endlose „Stabilitätsupdates“ und träumt weiter von einer Switch 2 OLED, profitiert aber gleichzeitig von einer Konsole, die mit jedem Firmware-Sprung zuverlässiger wird.

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