NVIDIA sorgt erneut für Schlagzeilen auf dem globalen Chipmarkt – diesmal mit seiner neuen, speziell für China entwickelten KI-GPU, der B30A. Berichten zufolge ist die Nachfrage so groß, dass selbst ein Preis von rund 24.000 US-Dollar chinesische Tech-Giganten wie Alibaba und ByteDance nicht davon abhält, ihre Bestellungen mit Hochdruck durchzusetzen. 
Dieses Phänomen zeigt deutlich den Widerspruch zwischen Pekings Bestreben nach technologischer Eigenständigkeit und der weiterhin dominierenden Rolle von NVIDIA im KI-Sektor.
Laut Reuters setzen Alibaba und ByteDance alles daran, frühzeitig an die neuen Chips zu kommen, obwohl die chinesische Regierung klare Vorgaben gemacht hat: In staatlichen Rechenzentren müssen mindestens 50 % der GPUs aus heimischer Produktion stammen. In der Praxis aber vertrauen Ingenieure und Datenwissenschaftler in China nach wie vor auf die bewährte Architektur und das Software-Ökosystem von NVIDIA, das seit Jahren als Branchenstandard gilt.
Schon zuvor hatten Brokerhäuser betont, dass auch kleinere Startups und mittelgroße Entwickler lieber auf NVIDIA setzen. Der Grund liegt nicht allein in der reinen Rechenleistung, sondern vor allem in der Software: CUDA und die optimierten Treiber haben sich weltweit etabliert. Lokale Alternativen wie Huaweis Ascend oder Cambricons Beschleuniger liefern zwar beeindruckende Leistungsdaten auf dem Papier, scheitern aber oft an mangelnder Softwareunterstützung und fehlender Kompatibilität.
Die US-Exportbeschränkungen haben die Situation zusätzlich verschärft. Washington untersagte den Verkauf der leistungsfähigsten NVIDIA-Chips nach China, weshalb das Unternehmen spezielle, abgespeckte Modelle wie die H20 und nun die B30A entwickelte. Trotzdem reißt die Nachfrage nicht ab. Cambricon etwa meldete im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzanstieg um das 43-Fache. Dennoch sehen chinesische Firmen diese Chips eher als Ergänzung, nicht als echten Ersatz für NVIDIA.
Der B30A weckt so viel Begeisterung, weil er laut Insidern bis zu sechsmal schneller sein soll als der H20. Während die H20-Variante mit 10.000 bis 12.000 US-Dollar gehandelt wird, sind Unternehmen bereit, für den B30A das Doppelte zu zahlen. Für Konzerne, die riesige Modelle mit Milliarden Parametern trainieren, bedeutet das enorme Zeit- und Kostenvorteile – oft der entscheidende Faktor im globalen KI-Wettrennen.
Auch die Unternehmensstrategie von NVIDIA zeigt, wie eng Technologie und Politik verknüpft sind. Nach einem verhaltenen Börsenkurs aufgrund schwächerer Umsätze im Rechenzentrumsgeschäft versicherte CEO Jensen Huang gegenüber Fox Business, dass er mit einer US-Zulassung für neue Blackwell-basierte China-Chips rechne. Damit versucht NVIDIA, den Spagat zwischen regulatorischem Druck aus Washington und ungebremster Nachfrage aus Peking zu meistern.
AMD hingegen schlägt einen anderen Weg ein. Finanzchefin Jean Hu erklärte, dass die Produktion der speziell für China vorgesehenen MI300-GPUs gestoppt wurde. Vertreter des Unternehmens begründeten die Entscheidung mit der Unsicherheit über mögliche Genehmigungen. Dieser Rückzug zeigt, wie sehr sich NVIDIA mit Hartnäckigkeit und geschicktem Timing einen Wettbewerbsvorteil sichert.
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Trotz geopolitischer Spannungen und massiver staatlicher Förderung lokaler Anbieter bleibt NVIDIA für chinesische Tech-Firmen die erste Wahl. Der Wille, 24.000 US-Dollar für den B30A auf den Tisch zu legen, ist nicht nur ein Bekenntnis zur Hardware, sondern zur gesamten NVIDIA-Ökosystem, das die moderne KI-Entwicklung prägt. Für die chinesischen Herausforderer liegt der Weg zur echten Konkurrenzfähigkeit noch weit in der Zukunft.
3 kommentare
warte nur drauf, dass ich so ein Teil in 8 Jahren für 300 Euro bekomme lol
Huang gewinnt immer, egal was passiert, der Typ druckt Geld
China pumpt Milliarden in Huangs Taschen, vielleicht in 30 Jahren holen sie auf 😂