NVIDIA hat mit der neuen Plattform Jetson Thor einen großen Schritt in Richtung sogenannter „Physical AI“ gemacht. 
Laut CEO Jensen Huang sollen Roboter damit nicht nur Befehle ausführen, sondern auch eigenständig denken und komplexe Aufgaben bewältigen können.
Das Herzstück bildet das Jetson T5000 Modul auf Basis der Blackwell-Architektur: 14 ARM Neoverse-V3AE Kerne und eine GPU mit 2560 Kernen. Im Vergleich zum Vorgänger Jetson Orin bedeutet das eine Steigerung von 7,5-facher KI-Rechenleistung, 3,1-facher CPU-Performance und doppeltem Speicher. In Zahlen: bis zu 2.070 FP4 Teraflops bei nur 130 Watt Stromverbrauch. Damit lassen sich generative KI-Frameworks und Reasoning-Modelle direkt auf dem Roboter ausführen, ohne ständige Cloud-Anbindung.
Die Vision von NVIDIA ist klar: Roboter sollen mit einem leistungsfähigen „Gehirn“ ausgestattet werden, das Interaktionen mit Menschen natürlicher macht. Erste Partner wie Agility Robotics und Boston Dynamics setzen Jetson Thor bereits ein. Und Foxconn will noch in diesem Jahr humanoide Roboter mit der Plattform auf den Markt bringen.
Doch die Power hat ihren Preis: Das Jetson AGX Thor Developer Kit kostet stolze 3.499 US-Dollar. Um die Bedeutung zu unterstreichen, hat Jensen Huang persönlich einige der ersten Geräte signiert, die an Kunden gingen. Damit signalisiert NVIDIA, dass „Physical AI“ mehr als nur ein Schlagwort ist.
Ob das Ganze den Beginn einer echten Roboter-Revolution markiert oder nur ein teurer Testlauf bleibt, wird sich zeigen. Fest steht: NVIDIA verschiebt den Fokus von reiner Cloud-KI hin zu eingebauter Intelligenz in Maschinen, die mit uns arbeiten, sich bewegen – und vielleicht sogar eines Tages mit uns denken.