NVIDIA steht erneut im Mittelpunkt an der Wall Street: Anleger erwarten nach den Quartalszahlen heftige Kursausschläge. Der Optionsmarkt rechnet bis Freitag mit Bewegungen zwischen 10,5 und 13,05 US-Dollar – so stark, dass schon jeder 4-Dollar-Sprung der Aktie dem gesamten Börsenwert von Intel (rund 100 Milliarden US-Dollar) entspricht. 
Mit anderen Worten: NVIDIA könnte in nur wenigen Tagen Bewegungen zeigen, die das 2,6- bis 3-fache der Marktkapitalisierung von Intel betragen.
Die Euphorie basiert auf der Erwartung, dass NVIDIA die Prognosen erneut übertrifft. Der Hochlauf der GB200-Chips sowie der Start der GB300-Produktion geben Rückenwind. Laut JPMorgan könnte NVIDIA seine eigene Umsatzprognose von 45 Milliarden US-Dollar locker übertreffen und für das kommende Quartal 53–54 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellen. Im letzten Quartal waren es 44 Milliarden, wovon 4,5 Milliarden auf den H20-Chip entfielen.
Genau dieser H20 ist jedoch die große Unbekannte. Im Lager liegen Bestände im Wert von 1,9 Milliarden US-Dollar. Sollten diese abverkauft werden, könnte das weitere 5–6 Milliarden in die Kasse spülen – doch die politische Unsicherheit in China bleibt ein Risiko. JPMorgan schätzt: Pro 100.000 verkaufter H20-Chips in China fließt rund 1 Milliarde US-Dollar Umsatz.
Das Gefälle zu Intel könnte kaum größer sein. Der einstige Branchenriese wird inzwischen nur noch als Vergleichsgröße herangezogen – und seine gesamte Bewertung entspricht einer bloßen Kursbewegung von NVIDIA. Während Optimisten das unaufhaltsame Wachstum feiern, verweisen Skeptiker auf die alte Börsenweisheit: „Je höher der Aufstieg, desto härter der Fall.“
Ob dies nun der Höhepunkt oder nur der nächste Schritt nach oben ist: Der aktuelle Bericht wird den Takt im Rennen um die KI-Hardware vorgeben.
3 kommentare
nvidia macht in einem quartal das, wofür intel seine ganze geschichte gebraucht hat 😂
in 5 jahren redet kein mensch mehr über die
weiß noch wie alle meinten amd wird gewinnen, dann ist nvidia einfach 20x hochgeschossen kkk