Der OnePlus 15 ist offiziell aus der Early-Bird-Phase heraus und tritt nun als vollwertiges Flaggschiff in den weltweiten Markt ein. Nach gut zwei Wochen mit Vorbestellerdeals startet das Gerät jetzt in den meisten wichtigen Regionen und zeigt deutlich, wohin OnePlus mit seiner Preis- und Produktstrategie will: Premium-Erlebnis, aber ohne jeden Generationensprung automatisch mit einem massiven Aufschlag zu verbinden.
Beim Speicher macht es der Hersteller übersichtlich: Weltweit gibt es zwei Varianten, eine mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher sowie eine Top-Konfiguration mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher. 
Die offiziellen Startpreise sehen in den wichtigsten Märkten so aus:
| Region | 12/256 GB | 16/512 GB |
|---|---|---|
| EU | €950 | €1.100 |
| UK | £850 | £980 |
| USA | $900 | $1.000 |
| Kanada | C$1.300 | C$1.400 |
| Indien | ₹73.000 | ₹80.000 |
Im direkten Vergleich mit den Einführungspreisen des OnePlus 13 ergibt sich ein differenziertes Bild. In den USA bleibt der Einstiegspreis des OnePlus 15 exakt auf dem Niveau des Vorgängers – bemerkenswert in einem Umfeld, in dem viele Hersteller jede neue Generation für ein verstecktes Preisupdate nutzen. In Europa wird es spannender: Das 12/256-GB-Modell ist rund 50 Euro günstiger geworden, während die 16/512-GB-Variante um etwa 50 Euro angezogen hat. Wer maximale Speicherreserven will, zahlt also spürbar mehr, während die Basisversion ein wenig attraktiver in die Flaggschiff-Welt hineinlockt.
In Indien sind beide Varianten im Vergleich zum OnePlus 13 um ungefähr ₹3.000 teurer geworden. Das schiebt den OnePlus 15 zwar nicht aus dem High-End-Segment heraus, macht aber deutlich, dass OnePlus sich dort inzwischen selbstbewusst neben Marken wie Samsung oder Xiaomi positioniert. Für viele Nutzer wird sich die Frage eher darum drehen, ob die Verbesserungen bei Kamera, Performance, Display und Schnellladen diesen Aufpreis im Alltag rechtfertigen.
Der US-Start bekommt zusätzlich eine politische Note. Ein jüngster Government Shutdown in den Vereinigten Staaten hat zeitweise Behörden wie die FCC lahmgelegt – jene Stelle, die für die finale Funkzulassung zuständig ist. Laut OnePlus hat der OnePlus 15 alle notwendigen Tests in von der FCC anerkannten Laboren bereits bestanden, es fehlt also nur noch das formale Zertifikat. Da der Shutdown inzwischen beendet ist, hängt der Verkaufsstart in den USA primär davon ab, wie schnell die Behörde ihren Antragsstau abarbeitet.
Kanadische Käufer müssen sich damit nicht herumschlagen: Dort beginnt der Verkauf ohne Verzögerung zu C$1.300 für die Version mit 12/256 GB und C$1.400 für das Modell mit 16/512 GB. Das platziert den OnePlus 15 klar im Flaggschiffsegment, aber in einem Rahmen, den Fans der Marke bei dieser Ausstattung inzwischen erwarten.
Parallel zum Smartphone rückt OnePlus auch seine hauseigenen Lade-Accessoires in den Fokus. Das 120-Watt-Netzteil verspricht extrem schnelle Ladungen, die den Akku in wenigen Minuten von fast leer auf alltagstauglich bringen sollen. Ergänzt wird das durch das magnetische AIRVOOC-Ladegerät mit 50 Watt, das auf Komfort setzt: Gerät auflegen, magnetisch einrasten lassen und ohne Kabelgefummel beinahe auf Kabelniveau laden. Gerade für Vielnutzer, Pendler oder Mobile-Gamer ist diese Kombination einer der größten Pluspunkte des OnePlus 15.
Ein weiteres Kernargument ist das Kamerasystem: Hinten sitzt ein Triple-Setup, bei dem alle drei Sensoren mit 50 Megapixeln arbeiten. Diese konsequente Ausrichtung soll dafür sorgen, dass nicht nur die Hauptkamera, sondern auch Ultraweitwinkel und Teleobjektiv ein hohes Detailniveau liefern. Erste Bildbeispiele zeigen kräftige, aber nicht überzogene Farben, eine solide Dynamik und viel Potenzial für Nacht- und Portraitaufnahmen. Wie gut der OnePlus 15 im Vergleich zu Kamera-Schwergewichten von Samsung, Google oder Apple wirklich abschneidet, werden ausführliche Tests zeigen – die Hardware deutet aber klar an, dass OnePlus hier ernsthaft mitspielen will.
Unterm Strich geht der OnePlus 15 mit einer bewusst gesetzten Preisstruktur, moderaten Aufschlägen und ein paar regionalen Besonderheiten an den Start. Zusammen mit extrem schnellem Laden, der dreifachen 50-MP-Kamera und den großzügigen Speicheroptionen dürfte er zu den interessantesten Android-Flaggschiffen des Jahres gehören – vor allem für Nutzer, die Premium-Feeling suchen, ohne die allerhöchste Preisliga zu betreten.
2 kommentare
C$1400 in Kanada ist schon hart, aber mein Nerd-Herz sagt trotzdem: haben will
Triple-50-MP klingt auf dem Papier krass, aber entscheidend sind am Ende Nachtmodus und Portraits