Kalender raus: Am 13. November geht das OnePlus 15 weltweit an den Start. 
Nach dem China-Debüt Ende Oktober richtet OnePlus den Fokus nun auf den globalen Markt – mit einer Kampfansage an etablierte Top-Modelle. Die Mischung aus 1,5K-LTPO-Display mit 165 Hz, Snapdragon 8 Elite Gen 5, aufwendiger Kühlung, riesigem 7.300-mAh-Akku und extremen Schutzklassen zeigt unmissverständlich: Dieses Gerät will nicht nur mithalten, sondern die Spitze angreifen.
Display: Tempo, Klarheit und Schonung für die Augen
Die Front dominiert ein 6,78-Zoll-LTPO-Panel, das dynamisch bis 165 Hz hochgeht. In der 1,5K-Klasse ist diese Kombination selten, weil sie Schärfe und Effizienz vereint: sichtbarer Gewinn gegenüber FHD+, ohne den Akku wie ein QHD+-Biest zu saugen. LTPO regelt die Bildrate situativ herunter, wenn keine Vorteile entstehen – ideal für Lesen oder Video-Pausen.
Die Helligkeit deckt ein ungewöhnlich breites Spektrum ab: bis zu 1.800 Nits für grelles Sonnenlicht und bis auf 1 Nit für dunkle Umgebungen. Eye Comfort Reminder und Eye Comfort Mode (auch im Gaming) passen Farbtemperatur und Sättigung an, um Ermüdung zu reduzieren. Für Gamer nennt OnePlus native 165 fps in Spielen wie Call of Duty und Clash of Clans – die schnelle Anzeige bleibt also keine Theorie.
Leistung: Berührung rein, Frame raus – ohne Umwege
Im Kern arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, ausgelegt auf hohe Dauerleistung und On-Device-KI. OnePlus setzt noch einen drauf: Ein dedizierter Touch-Chip tastet Eingaben mit 3.200 Hz ab, was die Latenz auf ein Minimum drückt. Ein separater Wi-Fi-Chip kümmert sich um stabile, jitterarme Verbindungen – wichtig, wenn Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden. Speicher- und RAM-Varianten hängen vom Markt ab; die Philosophie bleibt: weniger Verzögerung, mehr Konstanz.
120 fps – dauerhaft, nicht nur am Anfang
OnePlus verspricht als weiteres Alleinstellungsmerkmal durchgängig 120 fps ohne Einbrüche in langen Sessions. Solche Zusagen stehen und fallen mit der Thermik und Stromversorgung – weshalb das restliche System klar auf Nachhaltigkeit unter Last getrimmt ist. Zusammen mit 165-Hz-Panel und der ultraschnellen Touch-Pipeline entsteht ein unmittelbares, „snappiges“ Bediengefühl.
Kühlung: Kleines Kraftwerk, große Fläche
Herzstück der Thermik ist das 360 Cryo-Velocity Cooling. Die Hauptrolle spielt eine 3D-Vapor-Chamber mit 5.731 mm², die Hitze vom SoC aufnimmt und verteilt. Ergänzt wird sie von aerogelbasierter Isolation aus der Luft- und Raumfahrt sowie einer weißen Graphit-Rückseite für gleichmäßigere Oberflächentemperaturen. Ergebnis: weniger Throttling, stabilere Frame-Times und Hände, die nicht zur Heizung werden.
Akku: Seltener Lade-Stopp statt Dauer-Steckdose
Der 7.300-mAh-Akku ist – Stand jetzt – der größte in einem Consumer-Smartphone in USA und Kanada. Geladen wird mit 80 W SUPERVOOC (kabelgebunden) und 50 W AIRVOOC (kabellos). Praktisch bedeutet das: kurzer Boxenstopp, großer Sprung. OnePlus betont zudem die Langzeitgesundheit: Nach vier Jahren sollen noch über 80 % Kapazität anliegen, und der Akku arbeitet laut Hersteller selbst bei −20 °C zuverlässig – beruhigend für Wintertouren und Outdoor-Jobs.
Robustheit: Schutzklassen im Überfluss
Der OnePlus 15 trägt gleich eine ganze IP-Suite: IP66, IP68, IP69 und IP69K – das deckt Staub, Eintauchen und sogar Hochdruck-/Heißwasserstrahlen ab. Im Alltag heißt das: Regen, Baustellenstaub oder ein kurzer Spülgang sollten kein Drama sein. Wie immer gelten regionale Garantiebedingungen; dennoch ist die Hardware klar überdimensioniert für den täglichen Gebrauch.
Kameras: Dreifach-50 MP hinten, 32 MP vorn
Rückseitig wartet ein Triple-Setup mit 50 MP pro Sensor; vorne sitzt eine 32-MP-Selfie-Kamera. Erwartbar sind ein Standard-Weitwinkel, Ultraweit und eine Tele-Option – von Gruppenbild bis Zoom ist alles drin. Mit der vorhandenen Rechenpower dürfen Multi-Frame-HDR und verbesserte Nachtmodi schnell arbeiten. Spannend werden Stabilisierung, Low-Light-Konstanz und Hautton-Wiedergabe, sobald Seriengeräte im Alltag ankommen.
Termin, Varianten, Preisfrage
Die finalen globalen Spezifikationen und Verfügbarkeiten enthüllt OnePlus am 13. November. Die chinesische Variante wurde am 28. Oktober vorgestellt; große Abweichungen erwartet niemand – abgesehen von üblichen regionalen Unterschieden bei Bändern, Laderaten oder Speicher. Offene Baustelle bleibt der Preis. Angesichts der Komponenten dürfte das Paket Druck auf die teuersten Flaggschiffe ausüben.
Die Gegner im Blick
Der Zielkorridor ist klar: Apples iPhone-17-Familie (vor allem die Pro-Modelle) und Samsungs Galaxy-S26-Reihe (erwartet im Februar). OnePlus setzt auf rohe Geschwindigkeit, hohe Bildraten, große Ausdauer und aggressive Ladezeiten. Apple kontert mit Effizienz eigener Chips, jahrelangem Support und Ökosystem; Samsung mit Kamera-Bandbreite, langen Android-Updates und poliertem Hardware-Finish. Das Argument des OnePlus 15: Wenn dir Gaming-Flüssigkeit, Temperaturkontrolle und seltene Ladepausen wichtig sind, könnte dies der pragmatischste Daily-Flaggschiff sein.
Wichtigste Daten im Überblick
- 6,78-Zoll-LTPO-Display bis 165 Hz, 1,5K-Auflösung, Helligkeit von 1 bis 1.800 Nits
- Snapdragon 8 Elite Gen 5, Touch-Chip mit 3.200-Hz-Abtastung, separater Wi-Fi-Chip
- Native 165 fps in ausgewählten Games und OnePlus-Versprechen: 120 fps ohne Drops
- 360 Cryo-Velocity Cooling mit 3D-Vapor-Chamber (5.731 mm²), Aerogel-Isolation, weißem Graphit
- 7.300-mAh-Akku, 80 W kabelgebunden, 50 W kabellos; >80 % Kapazität nach 4 Jahren
- Betrieb bis −20 °C, Schutzklassen IP66/IP68/IP69/IP69K
- Triple-Kamera hinten (50 MP) + 32-MP-Front
- Globaler Launch am 13. November; finale Märkte und Details im Event
Frühes Fazit
Viele Super-Phones scheitern an konstanter Leistung oder echter Akkulaufzeit. Der OnePlus 15 versucht, beide Schwachstellen mit oversized Kühlung und oversized Akku zu umgehen – und hält dennoch an 165 Hz Bildfrequenz fest. Wenn die Praxis die Versprechen stützt, verändert dieses Gerät, wie oft du laden musst und wie lange du mit hohen fps spielen kannst. Mindestens aber ist es ein Weckruf an die Konkurrenz.
1 kommentar
7300 mAh? Endlich kein Nachmittags-Akkostress mehr 😅