OPPOs nächstes Falt-Flaggschiff nimmt Gestalt an. Aus China sickern Details zum mutmaßlichen Find N6 durch – und die klingen nach einem Statement: ein Foldable, das dünner und leichter sein soll als ein nicht faltendes Ultra, ohne bei Akku, Kamera oder Schutzklasse zu sparen. 
Wenn dieser Kurs stimmt, adressiert OPPO genau die zwei großen Hürden der Kategorie: Masse und Kompromisse.
Das Display-Duo wirkt alltagstauglich: Innen ein 8,1-Zoll-Panel für Serien, Multitasking und Lesen; außen ein 6,6-Zoll-Cover, mit dem sich das Gerät geschlossen wie ein normaler Smartphone-Slab nutzen lässt. So entsteht das „Tablet-Gefühl im Hosentaschenformat“ – ohne dass man ständig aufklappen muss.
Unter der Haube soll Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 arbeiten. Erwartet werden kräftige On-Device-KI, höhere Grafik-Effizienz und stabilere Dauerleistung. Genau das zählt in einem dünnen Gehäuse, in dem Hitze und Energieverbrauch über die Nutzbarkeit entscheiden.
Besonders selbstbewusst ist die angepeilte Akkugröße von rund 6000 mAh. Für ein Foldable ist das eine Ansage – viele klassische Flaggschiffe kommen kaum darüber. Gelingt das, schrumpft die übliche Lade-Anxiety bei zwei Displays deutlich. Wireless Charging steht ebenfalls auf der Liste, was im Falt-Segment noch längst nicht Standard ist.
Auch bei der Kamera wird nicht geknausert: Als Hauptsensor ist Sonys Lytia LYT-808 mit 50 MP und 1/1,4″-Format im Gespräch – bekannt für solide Dynamik und schnelles AF-Verhalten. Ergänzt wird er durch ein 50-MP-Periskop mit 3× optischem Zoom: eine praxisnahe Brennweite für Portraits und City-Details, ohne die Lichtausbeute zu ruinieren. Setzt OPPO die bewährte Farb- und HDR-Abstimmung der Find-Serie fort, dürfte der N6 fotografisch auf Augenhöhe mit Slab-Flaggschiffen agieren – nicht „nur gut für ein Foldable“.
Ein Designpunkt dürfte Fans freuen: der seitliche Fingerabdrucksensor in der Power-Taste. Das spart Schichtdicke gegenüber In-Display-Lösungen und funktioniert auf flexiblen Panel-Stacks oft zuverlässiger. Zudem ist von einer hohen Wasserresistenz die Rede. Die exakte Zertifizierung bleibt offen, doch jeder Fortschritt beim Abdichten von Scharnier und Rahmen ist für Faltgeräte ein echter Meilenstein.
Für Diskussionen sorgt der Größenvergleich: Der Find N6 soll dünner und leichter sein als ein Ultra – gemeint sein könnten das Find X8 Ultra oder der kommende X9 Ultra. Nimmt man das X8 Ultra als Referenz, hieße das zusammengeklappt unter 8,8 mm und unter 226 g. Nicht unrealistisch: Der Find N5 lag bereits bei 8,9 mm und 229 g. Ein paar Zehntel Millimeter und Gramm einzusparen und gleichzeitig den Akku zu pushen, wäre allerdings eine respektable Ingenieursleistung.
Der Kontext passt: Der im Februar gestartete N5 galt als kompakt und handschmeichelnd. Wenn der Nachfolger das Innendisplay auf 8,1″ streckt und trotzdem leichter im Alltag wirkt, könnte OPPO die Ergonomie-Messlatte im Faltsegment neu setzen – während Wettbewerber oft mit jeder neuen Funktion Gewicht draufpacken.
Klar, alles bleibt vorerst Leak-Material – Spezifikationen können sich bis zum Launch drehen. Der rote Faden ist jedoch erkennbar: OPPO poliert die Basics (Usability der Displays, echte Ausdauer, kameraseitige Glaubwürdigkeit, robuste Abdichtung) und nimmt gleichzeitig den Kampf gegen Dicke und Gewicht ernst. Kommt der Find N6 so, wird er nicht nur „ein sehr gutes Foldable“, sondern ein Gerät, das klassischen Ultras beim Design-Effizienz-Quiz die Show stiehlt.
Fazit: großes Innendisplay, praktisches Außendisplay, Elite-Chipset, kräftiger Akku, seriöse Kameras, seitliche Biometrie, spürbare Wasserresistenz – und ein Formfaktor, der einem Ultra bei Dicke und Masse Paroli bietet. Genau so sieht alltagstaugliches Falten 2026 aus.
3 kommentare
Elite Gen 5 + großer Akku = perfekter Pendler-Tablet-Ersatz 👀
Unter 226 g bei 6000 mAh? Klingt zu gut, aber her damit 😅
Bitte mit ordentlicher IP-Zertifizierung – dann bin ich dabei