Starbreeze hat mit Payday 2 erneut für Aufsehen gesorgt: Während das Studio eine neue Abo-Option für das zwölf Jahre alte Spiel ankündigte, wurde gleichzeitig still und heimlich der Preis der Infamous Collection deutlich erhöht. 
Die Reaktion der Community? Empörung und Kopfschütteln.
Das neue Abo kostet 4,99 US-Dollar im Monat oder 19,99 US-Dollar für sechs Monate. Im Paket enthalten sind über 65 DLCs mit Heists, Waffen und Cosmetics, die seit 2013 erschienen sind. Laut Starbreeze soll das Abo vor allem Einsteiger:innen und Rückkehrer:innen eine günstige Möglichkeit bieten, das volle Payday-2-Erlebnis zu entdecken. Die Kündigung ist jederzeit möglich, und wer will, kann weiterhin einzelne DLCs kaufen.
Gustav Nisser, Commercial Director bei Starbreeze, erklärte: „Mit mehr als einem Jahrzehnt an Content wollen wir den Spieler:innen mehr Flexibilität geben. Das Abo ist ein einfacher und kostengünstiger Weg, alles auszuprobieren – ob als Neuling oder Veteran.“
Doch diese Botschaft ging in der Kritik unter, als Spieler:innen bemerkten, dass der Preis der Infamous Collection von 100 auf 150 US-Dollar gestiegen war – ohne Ankündigung, ohne Begründung. Für viele ist das der eigentliche Skandal: nicht das Abo an sich, sondern die gleichzeitige Preiserhöhung, die wie ein gezielter Schachzug wirkt, um das Abo attraktiver erscheinen zu lassen.
Die Community diskutiert seit Jahren über den Wert der DLCs. Manche Packs enthalten nur wenige Waffen oder Skins, kosten aber verhältnismäßig viel. Für Gelegenheitsspieler:innen mag das Abo eine gute Möglichkeit sein, mal reinzuschnuppern. Aber dass Starbreeze die Infamous Collection um 50 Prozent verteuert hat, ohne ein Wort darüber zu verlieren, empfinden viele als Affront.
„Die Idee eines Abos ist okay“, meint ein Fan, „aber gleichzeitig den Bundle-Preis hochzuschrauben, wirkt einfach dreist. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül.“ Andere sehen in der Aktion eine Wiederholung alter Fehler – wie damals, als das Studio versprach, keine weiteren DLCs für Payday 2 zu veröffentlichen, und später doch welche brachte.
Besonders groß ist die Sorge, dass diese Strategie auf Payday 3 übertragen wird. Der neueste Heist in Payday 3 war bereits teurer als gewohnt, und viele Fans vermuten, dass Starbreeze das Abo-Modell künftig auch hier einsetzen will. Mit Blick auf den ohnehin schwierigen Start von Payday 3 wäre das eine riskante Wette.
Zusätzlich sorgt das Schweigen des Studios für Frust. Bislang hat Starbreeze weder den Preisanstieg der Infamous Collection erklärt noch auf die Kritik reagiert. Für ein Spiel, das über ein Jahrzehnt lang von einer treuen Community getragen wurde, wirkt dieses Verhalten wie ein Schlag ins Gesicht. Vertrauen aufzubauen dauert Jahre, es zu verspielen dagegen nur wenige Entscheidungen.
Payday 2 gilt trotz aller Kontroversen weiterhin als einer der erfolgreichsten Koop-Shooter seiner Generation. Kreative Heists und Teamplay machten das Spiel zum Dauerbrenner. Doch gerade weil die Fanbasis über so lange Zeit loyal geblieben ist, fallen Schritte wie dieser doppelt schwer ins Gewicht. Am Ende geht es nicht nur um fünf Dollar im Monat, sondern um Transparenz, Ehrlichkeit und Respekt gegenüber der Community.
Ob das Abo-Modell langfristig als fairer Zugang zu alten Inhalten gesehen wird oder als weiterer Tiefpunkt in der DLC-Politik von Starbreeze, wird sich erst zeigen. Klar ist: Die Stimmung im Fandom ist angespannt – und das Vertrauen in die Entwickler steht auf dem Spiel.
4 kommentare
einfach still den preis erhöhen, dachten wohl niemand merkt es 🤡
leute, stimmt mit dem geldbeutel ab, backlog hat genug spiele
wenn das so bei Payday 3 weitergeht, gute nacht
spiele seit 2013, aber das ist der schlechteste move bisher