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Pete Hines zieht Bilanz: Bethesda damals und heute

von ytools
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Bethesda Softworks, einst das Synonym für epische Rollenspiele wie The Elder Scrolls und Fallout, ist heute kaum wiederzuerkennen.
Pete Hines zieht Bilanz: Bethesda damals und heute
So beschreibt es Pete Hines, der über zwei Jahrzehnte lang das Marketing des Studios leitete und von 1999 bis zu seinem Abschied 2023 fast jede große Veränderung miterlebte.

Hines begann im Oktober 1999 bei Bethesda – noch bevor Morrowind erschien. Er war prägend für den Aufstieg der Marke: vom Riesenerfolg Oblivion über das weltweite Phänomen Skyrim bis hin zum kontroversen Fallout 76. In einem aktuellen Gespräch mit DBLTAP betonte er, dass die Bethesda der frühen Jahre eine ganz andere Kultur hatte: familiär, unabhängig, getrieben von Leidenschaft und nicht von Quartalszahlen.

Eine Schlüsselrolle spielte dabei ZeniMax-Gründer Robert Altman, der 2021 verstarb. Unter seiner Führung fühlte sich die Firma wie eine kleine Familie an, in der die Mitarbeiter mehr Freiheit genossen. „Wenn es lief, war es einfach magisch“, erinnert sich Hines. Solange das Unternehmen privat war, konnte man experimentieren und musste sich nicht ständig der Öffentlichkeit erklären.

Doch mit der Übernahme durch Microsoft 2021 änderte sich alles. Für 7,5 Milliarden Dollar wanderte die gesamte ZeniMax-Gruppe – inklusive id Software, Arkane, MachineGames, ZeniMax Online und Tango Gameworks – zu Xbox Game Studios. Viele hofften damals auf mehr Stabilität und Ressourcen. Stattdessen kam 2024 die Schließung von Arkane Austin (Macher von Redfall) und Tango Gameworks (bekannt durch Hi-Fi Rush), wobei Tango später von Krafton übernommen wurde. Für Fans war das ein klares Zeichen: Die alte Bethesda gibt es nicht mehr.

„Es steht außer Frage: Die Firma ist nicht mehr dieselbe“, so Hines. Für ihn war diese Entwicklung zwar unvermeidlich – Menschen verlassen Unternehmen, neue Strukturen entstehen, Konzerne bringen eigene Zwänge mit sich –, aber er betont auch, dass der Verlust der Eigenständigkeit den Charakter des Studios grundlegend verändert hat.

Auch Spieler spüren den Wandel. Wo Bethesda früher Standards setzte, gibt es heute Kritik an veralteten Systemen, endlosen Entwicklungszeiten und Bugs, die oft von der Community per Mods behoben werden. Gleichzeitig liefern kleinere Teams wie Obsidian mit weniger Mitteln rundere Spielerlebnisse. Kein Wunder, dass viele Fans fordern, Fallout solle wieder zu Obsidian zurückkehren, die mit New Vegas Maßstäbe gesetzt haben.

Hines sprach außerdem offen über Fehlentscheidungen, etwa beim Start von Fallout 76. Er erinnerte sich auch daran, warum er bei Arkane auf eine Namensänderung für Prey drängte, und gab seine Sicht auf Abo-Dienste wie Game Pass: hilfreich für Sichtbarkeit, aber riskant für kreative Freiheit, wenn Spiele nur noch nach Spielzeit bewertet werden.

Trotz aller Kritik blickt Hines mit Wehmut zurück. Die Ära, in der Bethesda klein, rebellisch und voller Magie war, ist vorbei. „Alles verändert sich. Aber auf dem Höhepunkt war es etwas ganz Besonderes, Teil davon zu sein“, fasst er zusammen.

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2 kommentare

TechBro91 September 17, 2025 - 6:01 pm

wechselnde leute in studios sind normal, genau wie in restaurants

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Dropper January 2, 2026 - 11:20 pm

bethesda war tot ab dem moment wo microsoft sie gekauft hat, gleiche leier wie immer

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