Die Radeon RX 9070 GRE von AMD, ursprünglich exklusiv in China gestartet, tut sich auf dem Markt schwer. Mit einem Einstiegspreis von 4199 Yuan (ca. 590 US-Dollar) und teureren Varianten bis 4500 Yuan (630 US-Dollar) war die Karte von Anfang an in einer ungünstigen Lage. 
Denn für nur etwas mehr Geld erhält man die Radeon RX 9070 XT mit 16 GB VRAM – im direkten Vergleich wirkt die GRE mit ihren 12 GB Speicher schnell unattraktiv. Gerade im Jahr 2025, wo viele Spiele 16 GB VRAM als Empfehlung angeben, ist dieser Unterschied mehr als nur ein Detail.
Technisch gesehen ist die RX 9070 GRE ebenfalls deutlich abgespeckt: Der Navi-48-Chip kommt nur mit 3072 Stream-Prozessoren, während die XT-Variante 4096 bietet. Das bedeutet 25 % weniger Shader-Leistung, was sich in modernen Spielen und Workloads klar bemerkbar macht. Wer also über 600 Dollar für diese Karte bezahlt, investiert in ein Produkt, das von Anfang an weniger zukunftssicher ist und in Sachen Leistung zurückfällt.
Die schwache Nachfrage hat inzwischen zu massiven Preisnachlässen geführt. Händler in China bieten die RX 9070 GRE mittlerweile für rund 3600 Yuan (ca. 505 US-Dollar) an, höherwertige Modelle liegen bei etwa 3800 Yuan (533 US-Dollar). Damit ist der Preis innerhalb weniger Monate um rund 100 Dollar gefallen. Doch trotz dieser Rabatte bleibt das Interesse gering – die meisten Käufer greifen lieber direkt zur RX 9070 XT oder warten auf andere Alternativen.
Berichten zufolge denkt AMD über eine überarbeitete Version der GRE mit 16 GB Speicher nach. Auf dem Papier würde das den größten Kritikpunkt beseitigen, doch Experten sehen darin keine echte Lösung. Die geringere Zahl an Shadern und die abgespeckte Architektur bleiben Schwachstellen, die auch durch mehr Speicher nicht verschwinden. Damit die Karte überhaupt eine Chance hätte, müsste sie deutlich günstiger angeboten werden – etwa im Bereich von 449 bis 479 US-Dollar.
Der Grafikkartenmarkt entwickelt sich inzwischen stark in Richtung Ökosysteme, KI-Optimierungen und Softwareunterstützung. Die RX 9070 GRE ist ein Beispiel dafür, wie riskant es ist, eine abgespeckte Karte fast zum Premiumpreis zu verkaufen. Gamer sind heute informierter denn je und lassen sich nicht von bloßen Marketingzahlen blenden. Die Verkaufszahlen sprechen eine klare Sprache – und diese ist für die GRE alles andere als positiv.
3 kommentare
lol 12gb vram in 2025, echt jetzt? 🤦
Problem ist nicht nur amd, gpu-technik stößt an die Wand, KI & Software zählen mehr
für den Preis ist die Karte einfach Müll