Xiaomi hat diese Woche ein großes Event veranstaltet und neben neuen Smartphones auch das Redmi Pad 2 Pro vorgestellt. Wir konnten die Version mit matter Glasoberfläche bereits ausprobieren – und unser erster Eindruck ist: Für rund 380 Euro fühlt sich dieses Tablet überraschend hochwertig an.
Design und Verarbeitung: Das Unibody-Gehäuse aus Aluminium liegt kühl in der Hand und vermittelt sofort Premium-Feeling. 
Mit 610 Gramm ist es nicht federleicht, wirkt aber durch die gute Balance angenehmer als erwartet. Dazu kommt eine schlanke Bauweise mit nur 7,5 mm Dicke – praktisch für unterwegs und dennoch stabil.
Im Mittelpunkt steht das 12,1 Zoll große IPS-LCD mit einer Auflösung von 1600 × 2560 Pixeln, einer Bildwiederholrate von 120 Hz und einem Seitenverhältnis von 16:10. Die maximale Helligkeit liegt bei 600 Nits – solide, wenn auch nicht auf Top-Niveau. Dafür sorgt die matte Oberfläche für weniger Spiegelungen, was gerade bei großen Displays ein echter Vorteil ist.
Für den Klang sind vier Lautsprecher mit Dolby Atmos zuständig. Die Lautstärke ist überzeugend, doch bleibt die Frage nach der Bassleistung offen. Besitzer älterer Redmi Pads kritisierten genau diesen Punkt – ob Xiaomi hier nachgebessert hat, müssen ausführlichere Tests zeigen.
Bei der Bedienung und Anschlüssen gibt es keine Überraschungen: Power-Button und zwei Lautsprecher oben, Lautstärkewippe und microSD-Slot seitlich, unten zwei weitere Lautsprecher, USB-C und sogar ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Allerdings fehlt ein Fingerabdrucksensor – ein Detail, das 2025 eigentlich Standard sein sollte und hier klar vermisst wird.
Sehr interessant ist Xiaomis Zubehörangebot: eine Schutzhülle, ein Tastatur-Cover und der Redmi Smart Pen mit 4096 Druckstufen. Besonders praktisch: Sowohl Hülle als auch Tastatur bieten eine Halterung für den Stift. Damit eignet sich das Pad 2 Pro nicht nur für Entertainment, sondern auch fürs Arbeiten oder für kreative Aufgaben.
Innen arbeitet ein Snapdragon 7s Gen 4, kombiniert mit einem riesigen 12.000-mAh-Akku. Das verspricht lange Laufzeiten beim Streamen, Surfen oder Notizen machen. Laden geht mit 33 W zwar nicht rekordverdächtig schnell, ist in dieser Preisklasse aber völlig in Ordnung.
Die Performance im ersten Test wirkte rundum flüssig: Browser mit vielen Tabs, Multitasking und Videowiedergabe liefen ohne Probleme. Vorinstalliert ist HyperOS 2 auf Basis von Android 15, ein Update auf HyperOS 3 wurde bereits angekündigt. Das spricht für eine gewisse Zukunftssicherheit.
Alles in allem präsentiert sich das Redmi Pad 2 Pro als spannender Kandidat im Mittelklasse-Segment: edles Design, großes Display mit matter Oberfläche, riesiger Akku und durchdachtes Zubehör. Ob es auch in Langzeittests überzeugt, bleibt abzuwarten – der erste Eindruck ist jedenfalls sehr positiv.
1 kommentar
hatte das alte Redmi Pad Pro, da war der Sound total dünn, hoffe diesmal besser