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Resident Evil Requiem: Erste-gegen-Dritte-Person-Diskussion spaltet Fans

von ytools
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Das kommende Resident Evil Requiem sorgt schon lange vor dem Release für hitzige Diskussionen – nicht nur über neue Monster oder die Handlung, sondern über die zentrale Frage: in welcher Perspektive werden die Fans spielen? Regisseur Akifumi Nakanishi erklärte kürzlich, dass westliche Spieler eher zur Ego-Perspektive greifen, da viele mit Klassikern wie Doom, Quake oder Half-Life groß geworden sind. In Japan hingegen bevorzugen viele Spieler die Ansicht über die Schulter, geprägt durch Rollenspiel-Serien wie Dragon Quest oder Final Fantasy.

Auf der Gamescom in Deutschland und der Tokyo Game Show beobachtete Nakanishi, wie deutlich die Unterschiede waren: Europäer und Amerikaner probierten fast automatisch den First-Person-Modus, während die meisten japanischen Fans zum Third-Person-Modus griffen.
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Für ihn ist das ein kulturell geprägtes Verhalten, das sich aber verändert. Immer mehr junge Japaner wachsen mit Spielen wie Fortnite, Apex Legends und Minecraft auf, in denen verschiedene Sichtweisen selbstverständlich sind.

Die Resident-Evil-Reihe selbst ist dafür bekannt, regelmäßig die Perspektive zu wechseln. In den 90ern setzte man auf feste Kamerawinkel und Survival-Horror in der Draufsicht. Mit Resident Evil 7 wagte Capcom 2017 den radikalen Schritt in die Ego-Perspektive – ein mutiger Wechsel, der Fans spaltete: Manche fanden es beklemmender und intensiver, andere vermissten die klassische Stimmung. Später kehrten Remakes von Resident Evil 2 und Resident Evil 4 zurück zum Third-Person-Modus. Requiem geht nun einen völlig neuen Weg und überlässt den Spielern selbst die Entscheidung, ob sie im First- oder Third-Person-Modus spielen wollen.

Die Demo zeigt deutlich, wie unterschiedlich sich das Spiel je nach Perspektive anfühlt. In der Ego-Ansicht wird der Horror verstärkt: das Sichtfeld ist enger, Geräusche hinter dir wirken bedrohlicher, die Atmosphäre ist intensiver. Gleichzeitig ist die Orientierung schwieriger. Im Third-Person-Modus hat man mehr Überblick, entdeckt Items leichter und sieht den eigenen Charakter, was viele langjährige Fans schätzen. Es liegt nahe, dass viele Spieler beide Perspektiven ausprobieren werden – jede bietet ein anderes Erlebnis.

Nakanishi gestand zudem, dass die Entwickler bei Capcom nach so vielen Teilen kaum noch einschätzen können, was wirklich Angst macht. Deshalb sind öffentliche Demos so wichtig: Sie zeigen, ob Mechanik, Kamera und Spieltempo bei den Fans ankommen. Auffällig war, dass sowohl auf der Gamescom als auch auf der TGS die neuen Monster-Designs, das Comeback von Lisa Trevor und die geheimnisvollen Anspielungen auf Raccoon City viel Aufmerksamkeit bekamen. Gleichzeitig sorgt das Fehlen von Leon S. Kennedy für Spekulationen über mögliche DLCs oder Nachfolger.

Ob die Wahlfreiheit bei der Perspektive nun ein Risiko oder eine Stärke ist, wird sich erst zeigen. Manche Spieler sehen darin einen Bruch im Gamedesign, andere feiern die Flexibilität. Sicher ist nur: Resident Evil Requiem, das am 27. Februar 2026 für Nintendo Switch 2, PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S erscheint, hat jetzt schon eine Grundsatzdiskussion entfacht. Die eigentliche Frage lautet: Stellst du dich dem Horror durch die Augen der Figur oder bleibst du lieber hinter ihrer Schulter?

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