Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat sich erneut klar positioniert – und diesmal ging es um die Zukunft der Chipproduktion. 
In einem Interview mit Stratechery machte Altman deutlich, dass die großen Tech-Konzerne weiterhin auf TSMC setzen sollten, statt auf Intel Foundry Services (IFS) zu hoffen. Auf die Frage, ob er die Notwendigkeit sehe, mehr Lieferanten einzubinden, antwortete er schlicht: „Ich möchte, dass TSMC einfach mehr Kapazität aufbaut.“
Diese Aussage spiegelt das Denken vieler im Silicon Valley wider. TSMC gilt seit Jahren als das Rückgrat der weltweiten Halbleiterproduktion – zuverlässig, präzise und technisch führend. Auch wenn die US-Regierung Milliarden investiert, um Intel als nationale Alternative zu stärken, bleibt das Vertrauen in den taiwanischen Branchenführer unerschütterlich. TSMC hat über Jahrzehnte bewiesen, dass Qualität, Ausbeute und Termintreue wichtiger sind als Standortpolitik.
Altman reiht sich damit in eine Reihe prominenter Stimmen ein. Auch NVIDIA-Chef Jensen Huang und AMD-Chefin Lisa Su wurden gefragt, ob sie sich eine Produktion bei Intel vorstellen könnten. Beide reagierten diplomatisch, Altman hingegen sprach Klartext: Lieber mit einem bewährten Partner zusammenarbeiten, als riskante Experimente starten. Für ihn geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um Verlässlichkeit – und die hat TSMC längst bewiesen.
OpenAI selbst ist kein Chiphersteller, aber laut Branchenberichten arbeitet das Unternehmen an einem eigenen KI-Beschleuniger, der auf TSMCs modernem 3-Nanometer-Prozess basieren soll. Das zeigt deutlich, wem Altman vertraut. Seine Haltung ist kein Angriff auf Intel, sondern eine nüchterne Einschätzung: Vertrauen in die Fertigung entsteht über Jahre, nicht über Pressemitteilungen.
Auch Lisa Su zeigte sich zurückhaltend, als es um eine mögliche Zusammenarbeit mit Intel ging. Brancheninsider wissen: Die Rückverlagerung der Chipproduktion in die USA ist ein Mammutprojekt – teuer, langsam und voller logistischer Hürden. TSMC bleibt in Sachen Effizienz und Produktionsvolumen unerreicht, während Intel mit der nächsten Generation seiner Technologie, dem 18A-Knoten, versucht, wieder Anschluss zu finden.
Für Altman und viele andere ist klar: Die Zukunft der Halbleiterproduktion entscheidet sich nicht durch patriotische Parolen, sondern durch Leistung. Solange TSMC seine Position behauptet, gibt es für die großen Player wenig Grund, etwas zu ändern. Intel muss erst beweisen, dass es mit TSMC wirklich konkurrieren kann – auf dem Papier reicht das nicht.
Altman hat es ausgesprochen, was viele in der Branche denken: Die globale Tech-Industrie läuft weiter auf TSMC-Chips. Und das bleibt wohl auch so, bis Intel endlich liefert statt nur verspricht.
1 kommentar
wieder ein verlust für intel 😂 jeden tag ein neues L