
Der nächste Massenstar aus Korea formiert sich: Galaxy A57 nimmt Fahrt auf – abseits vom S26-Scheinwerferlicht
Alle Welt diskutiert über die kommende Galaxy-S26-Familie, doch wer Samsungs Absatzhistorie kennt, weiß: Die Stückzahlen werden traditionell von der A-Serie gemacht. Genau dort rumort es jetzt. Auf Samsungs Testservern ist eine Firmware mit der Kennung SM-A576B aufgetaucht – sehr wahrscheinlich das Galaxy A57. Der Leak stammt aus einem Screenshot, den der Tippgeber Koram_Akhilesh geteilt hat, und die Buchstaben-Zahlen-Kombi erzählt mehr, als man auf den ersten Blick meint.
Das Suffix „B“ steht bei Samsung typischerweise für eine globale Variante. Übersetzt: Der A57 ist nicht als Nischenmodell gedacht, sondern als Weltbürger mit breiter Verfügbarkeit. Genau das war in den vergangenen Jahren das Erfolgsgeheimnis der A5x-Reihe: solide Hardware, vernünftiger Preis, aggressive Distribution – fertig ist der Bestseller.
USA-Start? Eher ja, aber mit eigenem Takt
Die heikle Frage lautet weniger „ob“ als „wann“. Beim A56 fiel der internationale Launch auf März, der US-Verkauf startete erst im Sommer. Gründe gibt es genug: Carrier-Zertifizierungen, 5G-Bänder, regionale Firmware-Anpassungen. Gut möglich also, dass der A57 global früh kommt und die US-Version ein paar Wochen hinterherrollt. Für Europa und viele andere Regionen spricht die „B“-Endung wiederum für einen schnellen, breiten Rollout.
Chip-Logik: Exynos 1680 als nächster Streich
Harte Spezifikationen sind noch Mangelware, doch die Gerüchteküche köchelt um den Exynos 1680. Das passt ins Muster: Exynos 1570 → A55, Exynos 1580 → A56. Der 1680 dürfte nicht nur an der Takt-Schraube drehen, sondern vor allem Effizienz, NPU-Leistung für On-Device-KI und Bildverarbeitung verbessern. Übersetzt für den Alltag: kühlere Temperaturen, längere Laufzeit, smartere Offline-Funktionen (Transkription, Übersetzung, Foto-Assistenten) und sauberere Nachtfotos dank stärkerem ISP. Ein breitbandiger 5G-Modemteil würde zudem die Zahl der Regionalvarianten reduzieren – gut für schnellere Markteinführungen.
Terminfenster: März 2026 – mit Bleistift markieren
Spielt Samsung die bekannte Partitur, fällt der A57-Auftakt auf März 2026. Das wird ein umkämpftes Zeitfenster: Apple soll den iPhone 17e ins Rennen schicken, Google plant mutmaßlich den Pixel 10a. Drei Philosophien prallen aufeinander: Samsungs Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit, Apples Ökosystem-Zugkraft im günstigeren Einstieg und Googles Rechenfotografie samt „purem“ Android.
Was den A57 zum Hit macht
Die A-Serie lebt von pragmatischen Stärken: helles OLED (zuletzt 120 Hz), zuverlässige Akkus mit flottem Laden, Kameras, die dank Processing über dem Preisschild performen, und lange Update-Versprechen. Für 2026 wären folgende Stellschrauben entscheidend:
- Nachtfotos, die sitzen: größerer Hauptsensor oder feineres HDR für natürlicheres Hauttöning und weniger Rauschen.
- KI ohne Cloud-Zwang: Übersetzen, transkribieren, Inhalte freistellen – direkt auf dem Gerät, schneller und privater.
- Echte Ausdauer: spürbare Effizienzgewinne für ein bis zwei Tage Normalnutzung ohne Steckdosenpanik.
- Lange Pflege: mehrjährige OS-/Security-Updates auf Flagship-Niveau der A56-Generation – oder besser.
- Radios für die Welt: breite Frequenzabdeckung, weniger Modelle, weniger Launch-Verzögerungen.
- Klare Preispunkt-Strategie: Carrier-Deals und frühe Promo-Preise, damit der Einstieg leichtfällt.
Woran man merkt, dass es ernst wird
Kurz vor dem Launch trudeln üblicherweise Indizien ein: Einträge bei Bluetooth SIG, Wi-Fi Alliance und regionalen Behörden (FCC, BIS & Co.), Benchmarks, dazu Case-Leaks, die Kamerainsel und Button-Layout verraten. Wenn diese Puzzleteile auftauchen, ist die Bühne bereitet.
Fazit
Der Galaxy A57 muss kein S26 Ultra schlagen, um 2026 ein Kassenschlager zu werden. Er muss zuverlässig sein, überall verfügbar und an den richtigen Stellen schlauer und effizienter wirken als sein Vorgänger. Der SM-A576B-Hinweis deutet genau darauf hin: ein global aufgestellter Mittelklasse-Allrounder mit modernisiertem Exynos, smarterer Software – und dem Potenzial, wieder die Verkaufscharts zu kapern.