Samsung steht kurz davor, ein neues Kapitel im Bereich der faltbaren Smartphones aufzuschlagen: das lang erwartete Tri-Fold-Gerät, das voraussichtlich unter dem Namen Galaxy G Fold erscheinen wird. Viele hatten mit einem großen Marktstart gerechnet, doch der südkoreanische Hersteller setzt bewusst auf Zurückhaltung. Laut Branchenberichten sollen lediglich 50.000 Exemplare produziert werden – deutlich weniger als die ursprünglich spekulierten 200.000. 
Damit macht Samsung klar, dass es sich zunächst um ein strategisches Experiment handelt und nicht um eine sofortige Massenvermarktung.
Das Tri-Fold-Konzept ist ein mutiger Schritt im Design. Das Gerät soll sich dreifach aufklappen lassen und so eine noch größere Displayfläche bieten als die aktuelle Galaxy-Z-Fold-Reihe. Für Nutzer eröffnet das spannende Möglichkeiten: echtes Multitasking, produktiveres Arbeiten unterwegs und ein Kino-ähnliches Erlebnis beim Streamen. Gleichzeitig sorgt die Limitierung auf wohlhabendere Märkte dafür, dass das G Fold zu einem exklusiven Prestigeprodukt wird. Die künstliche Verknappung schafft Aufmerksamkeit, dürfte aber auch die Preise auf dem Zweitmarkt in die Höhe treiben.
Aus Unternehmenssicht liegen die Vorteile auf der Hand. Eine kleine Stückzahl ermöglicht es Samsung, wertvolles Feedback von Early Adopters zu sammeln, ohne ein finanzielles Großrisiko einzugehen. So können Hardware, Software und insbesondere die Haltbarkeit des komplexen Faltmechanismus gezielt verbessert werden. Parallel bleibt das Galaxy Z Fold 7 weiterhin im Rampenlicht, da es solide Verkaufszahlen vorweisen kann. Ein überhasteter Fokus auf das Tri-Fold könnte den Erfolg des etablierten Flaggschiffs untergraben.
Diese vorsichtige Strategie ist nicht neu. Schon beim XR-Headset Project Moohan hat Samsung auf eine begrenzte Einführung in ausgewählten Regionen gesetzt, um die Marktreaktionen zu testen. So lassen sich Risiken minimieren und Fehler frühzeitig korrigieren. Doch auch hier gibt es Schattenseiten: Exklusivität und knappe Verfügbarkeit sind zwar attraktiv für Technik-Fans und Sammler, verhindern aber eine schnelle Etablierung im Mainstream. Für viele Interessenten bleibt der Eindruck, ausgeschlossen zu werden.
Das Galaxy G Fold bewegt sich damit zwischen Vision und Vorsicht. Es zeigt, dass Samsung gewillt ist, die Zukunft des mobilen Designs mitzugestalten, gleichzeitig aber kontrolliert und schrittweise vorgeht. Ob das Tri-Fold-Smartphone zum Meilenstein oder zur Nischenerscheinung wird, hängt von den ersten Rückmeldungen und der Fähigkeit des Unternehmens ab, die Produktion später auszuweiten. Vorerst bleibt die Welt mit einer exklusiven Kostprobe dessen zurück, was vielleicht die nächste große Revolution im Smartphone-Markt werden könnte.
3 kommentare
Hab mir gerade erst ein Z Fold 7 gekauft und jetzt das?!
Cool, aber künstlicher Hype nervt
Wenn die Technik so gut ist, warum so limitieren?