
Galaxy S26: maßgeschneiderte Chips, praktische KI und frische Kameras
Im aktuellen Q3-Update hat Samsung mehr als Zahlen geliefert: Die Koreaner skizzieren ziemlich klar, wohin die Reise mit der Galaxy-S26-Familie geht. Versprochen werden spürbar mehr Leistung, ein stärkerer Fokus auf on-device-KI, die im Alltag wirklich hilft, und – für viele der entscheidende Punkt – neue Bildsensoren. Das Ganze stützt sich auf eine Silizium-Strategie, die ein „zweites“ Custom-AP-Kapitel aufschlägt und zugleich Partnerchips klug einbindet.
Custom-AP der zweiten Welle und die 2-nm-Debatte
AP steht für Application Processor – das Herzstück jedes Smartphones. Hinter Samsungs Formulierung „zweite Generation“ steckt weniger Marketing, mehr Kontinuität: Ein konsequent maßgeschneiderter Ansatz, der mit dem Exynos 2600 voraussichtlich auf einen 2-nm-Prozess zielt, um Effizienz, Temperaturverhalten und sustained performance zu heben. Parallel dürfte die Linie Snapdragon for Galaxy bleiben, angepasst bei Taktraten, Speicherpfaden und NPU-Einheiten, damit die Geräte exakt das liefern, was die S-Serie auszeichnet.
Wichtig ist nicht das Etikett, sondern das Ergebnis: weniger Drosseln in längeren Gaming-Sessions, stabile Bildraten bei 4K/8K-Video, schnellere lokale KI-Features – ohne die Cloud bei jedem kleinen Task bemühen zu müssen.
Regionale Chips: Entscheidung noch offen
Fix ist noch nichts. Der naheliegende Mix: Exynos 2600 in den meisten Regionen, Varianten mit Snapdragon 8 Elite Gen 6 in USA, China und Japan. Offiziell heißt es, die AP-Bewertung laufe weiter. Übersetzt: Samsung möchte Lieferketten absichern, regionale Netzanforderungen sauber treffen – und die Nutzererfahrung so angleichen, dass der Unterschied im Alltag gering bleibt.
Mehr als der Hauptchip: eigener Wi-Fi/BT-Baustein
Neben dem AP arbeitet Samsung an einem Exynos-Konnektivitätschip für Wi-Fi und Bluetooth. Das wäre ein Kurswechsel, denn die S25-Serie setzte noch auf Qualcomms FastConnect 7800. Ein eigener Baustein erlaubt feinere Energie- und Latenzabstimmung mit AP, Modem und Buds/Watch – ideal für schnelle Gerätewechsel, sauberes Voice-Pickup und latenzarme Spiele-Streams. Klar: Erste Generation heißt auch, dass Roaming-Stabilität und Verhalten in vollen Funkzellen ganz genau beobachtet werden.
KI, die sich nützlich macht
Bei KI kündigt Samsung weniger Zaubertricks, mehr Nutzen an: lokale Übersetzung und Zusammenfassung, smartere Foto/Video-Optimierung, kontextbewusste Batterie- und Performance-Profile. Auf Wearables sollen Messwerte zu verständlichen Empfehlungen verschmelzen – statt bunter Diagramme ohne Aussage. Neue Buds sollen schneller zwischen Geräten springen und Sprache in lauter Umgebung besser filtern.
Kameras: frisches Hardware-Fundament
Die häufigste Kritik 2024: Tempo ist da, Bilder fühlen sich aber vertraut an. Samsung verspricht neue Sensoren – der Schlüssel, damit Software-Magie nicht an physikalische Grenzen stößt. Größere/modernere Pixelarchitektur, schnellere Auslese und stabileres HDR versprechen weniger „Wachs-Haut“, weniger shutter lag, bessere Texturen im Dunkeln und sauberere Lichter in der Stadt bei Nacht. Mit optimierten Linsenvergütungen und einem kühleren Kameramodul sinken außerdem Randunschärfen und Flares.
Realitätscheck: Leistung, Thermik, Akku
Auf dem Papier liegen Spitzenmodelle oft innerhalb von rund 10 % beieinander. Den Unterschied spürt man bei sustained-Last, Handtemperatur und Laufzeit. Ein 2-nm-Design hilft, aber Zellchemie und Pack-Design entscheiden, wie frisch sich das Phone um 17 Uhr noch anfühlt. Von Silizium-Carbon-Akkus ist regelmäßig die Rede – der echte Sprung wäre mehr Zyklen ohne spürbare Alterung und schnelle Ladeleistung, die Kamera und Modem während des Ladens nicht ausbremst.
Darauf sollte man vor dem Launch achten
- Parität: Kameraqualität, Ausdauer und Gaming-Stabilität bei Exynos und Snapdragon auf ähnlichem Niveau.
- Konnektivität: Liefert der hauseigene Wi-Fi/Bluetooth-Chip verlässlich niedrige Latenzen und gutes Roaming?
- Thermik: Bleiben Taktraten bei 20-minütigem Spiel und 4K/8K-Aufnahme stabil?
- Software: Lange Updates sind super – entscheidend sind weniger Regressionen und konsistentes Kamerafeintuning via OTA.
Fazit: Der S26-Plan wirkt wie eine durchdachte Kurskorrektur. Weiter Tempo, klar – aber kombiniert mit spürbar besseren Kameras, dichter Integration bei der Funktechnik und einer KI, die Reibung reduziert statt Aufmerksamkeit zu fordern. Gelingt beides – Parität zwischen Varianten und solide Software – fühlt sich der S26 wie ein klügerer statt nur schnellerer Spitzenreiter an.
1 kommentar
Und bitte: Updates ohne Nebenwirkungen. Mein S23U-Audio nach einem Patch war echt wild. 🙃