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Samsung Galaxy Z Flip8: Die große Diät des beliebten Falt-Phones

von ytools
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Faltbare Smartphones sind längst nicht mehr nur verrückte Prototypen auf Messen. Mit jeder Generation schraubt Samsung an der Galaxy-Z-Reihe und versucht, aus dem Technikspielzeug ein ganz normales Alltagsgerät zu machen.
Samsung Galaxy Z Flip8: Die große Diät des beliebten Falt-Phones
Der nächste große Schritt soll nun mit dem Samsung Galaxy Z Flip8 kommen. Berichte aus Südkorea zeichnen das Bild eines Modells, das eine radikale Diät hinter sich hat: dünner, leichter und alltagstauglicher als alle Flips zuvor.

Laut Branchenquellen aus Samsungs Heimatmarkt wird das Galaxy Z Flip8 mindestens zehn Prozent dünner und leichter als das aktuelle Galaxy Z Flip7 ausfallen. In Zahlen bedeutet das etwa 6 mm in aufgeklapptem Zustand, ungefähr 12 mm zusammengefaltet und ein Gewicht um die 170 Gramm. Auf dem Datenblatt klingt das nach kleinen Unterschieden, in der Hosentasche merkt man sie dagegen sofort: Der Flip rutscht leichter in enge Jeans, drückt weniger beim Sitzen und fühlt sich beim Auf- und Zuklappen einfach weniger wie ein Mini-Ziegelstein an.

Die Jagd nach jedem Millimeter ist aber nicht nur ein Design-Tick. Samsung verknüpft die neuen Abmessungen direkt mit klaren Verkaufszielen. Intern soll das Unternehmen eine Marke von rund 6,7 Millionen verkauften Geräten für Galaxy Z Flip8 und Galaxy Z Fold8 zusammen ins Auge gefasst haben. Für eine Gerätekategorie, die preislich noch deutlich im Premiumsegment spielt, ist das eine sehr selbstbewusste Ansage. Und man kann sich die Gespräche im Konzern bildlich vorstellen: Der Vertrieb lobt die Ingenieure für das Flip7 – um im nächsten Satz zu sagen, dass das neue Modell bitte noch dünner, leichter und gleichzeitig robuster sein soll.

Der Plan, das Flip8 sichtbar abzuspecken, ist gleichzeitig ein stilles Eingeständnis: Die Verkäufe des Galaxy Z Flip7 waren offenbar nicht so stark wie erhofft. Während das Galaxy Z Fold7 gegenüber dem Fold6 spürbar dünner und leichter wurde, blieb das Flip7 in vielen Punkten näher am Flip6 als Fans sich gewünscht hätten. Parallel dazu haben chinesische Hersteller ihre Faltgeräte mit aggressivem Fokus auf extreme Dünne und geringes Gewicht auf den Markt gebracht. Selbst wenn viele dieser Modelle Europa offiziell gar nicht erreichen, werden ihre Zahlen und Fotos in sozialen Netzwerken fleißig verglichen – und lassen Samsung bisweilen etwas konservativ wirken.

Hinzu kommt der Schatten eines anderen Schwergewichts: Apple. Die Gerüchteküche geht inzwischen recht geschlossen davon aus, dass die Kalifornier um 2026 in den Faltmarkt einsteigen. Das hätte zwei Effekte. Einerseits würde der Gesamtmarkt für Foldables sprunghaft wachsen und deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten. Andererseits könnte ein Apple-Foldable genau die Kundschaft ansprechen, die heute noch mit einem Galaxy Z unterwegs ist. Für Samsung ist es daher entscheidend, dass das Galaxy Z Flip8 fertig und erwachsen wirkt, wenn der Wettbewerb mit Cupertino schärfer wird – und nicht wie ein Übergangsmodell.

Die Kehrseite der schlanken Maße ist klar: Im Inneren wird es eng. Weniger Bauvolumen bedeutet weniger Platz für Akkuzellen, obwohl die Akkulaufzeit bei Foldables ohnehin ein sensibler Punkt bleibt. Dazu kommen das Kamera-Setup, das Kühlsystem für den Highend-Chipsatz und der Scharniermechanismus, die alle um jeden Kubikmillimeter konkurrieren. Die Ingenieure müssen also einen 10-Prozent-Diätplan umsetzen, ohne bei Akku, Kameraqualität oder Haltbarkeit der Falz spürbar Rückschritte zu machen. Gerade das Scharnier steht unter Beobachtung: Es muss zehntausende Faltvorgänge überstehen, ohne zu knarzen, zu wackeln oder Spiel zu bekommen.

Parallel steigen die Erwartungen an die Software. Viele Fans wünschen sich, dass der äußere Bildschirm des Flip8 nicht nur größer wirkt, sondern auch deutlich mehr kann: echte Apps, nicht nur abgespeckte Widgets, weniger Einschränkungen bei Benachrichtigungen, smartere Multitasking-Optionen. Auf der anderen Seite gibt es die Fraktion der Träumer, die scherzhaft behauptet, sie würden erst dann ein Foldable kaufen, wenn es 1 mm dünn ist und einen 20.000-mAh-Akku besitzt. Solche Übertreibungen zeigen gut, wie stark faltbare Smartphones mit der Idee vom „Handy aus der Zukunft“ verknüpft sind – auch wenn die Realität der Ingenieursteams noch weit von diesem Sci-Fi-Level entfernt ist.

Direkt daneben wird das Galaxy Z Fold8 stehen, das weiterhin als Produktivitäts- und Entertainment-Maschine mit Tablet-Feeling auftritt. Doch langfristig dürfte der Flip-Formfaktor entscheidender für die Masse sein. Das Klapp-Handy, das zusammengefaltet kaum Platz braucht und aufgeklappt eine große Anzeige bietet, ist für Umsteiger von klassischen Smartphones leichter zu akzeptieren als ein Mini-Tablet. Je weniger das Gerät wiegt und je schlanker es ist, desto eher sind Nutzer bereit, es als einziges Hauptgerät zu verwenden – und nicht nur als schickes Zweittelefon.

Wenn sich die aktuellen Hinweise bewahrheiten, wird das Galaxy Z Flip8 die wohl konsequenteste Überarbeitung der Flip-Reihe seit Jahren. Samsung versucht, den Rückstand bei Dicke und Gewicht gegenüber besonders mutigen chinesischen Modellen zu verringern, gleichzeitig die Zielmarke von 6,7 Millionen Geräten zu erreichen und sich frühzeitig gegen ein mögliches Apple-Foldable zu positionieren. Gelingt der Balanceakt aus schlankem Design, guter Akkulaufzeit und langlebiger Mechanik, könnte das Flip8 für viele Nutzer der Moment sein, in dem ein Klapphandy nicht mehr wie ein teures Experiment wirkt, sondern wie die neue Normalität in der Hosentasche.

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2 kommentare

Speculator3000 December 18, 2025 - 9:05 am

Ich steige erst auf ein Foldable um, wenn es 1 mm dick ist, 20.000 mAh Akku hat und nicht bricht, wenn ich es schief angucke. Bis dahin: Phone plus Powerbank-Life 🤣

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oleg January 4, 2026 - 10:20 am

6,7 Millionen Foldables als Ziel ist schon sportlich. Meine Kids nennen normale Phones schon “Opa-Handys”, wenn das Ding nicht dünn genug ist, lachen die sich schlapp lol

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