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Galaxy Z TriFold: Samsungs erstes Triple-Fold-Smartphone nimmt konkrete Formen an

von ytools
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Noch vor Kurzem wirkte das Galaxy Z TriFold wie ein typischer Messe-Star: spektakulär, aber weit weg vom Alltag.
Galaxy Z TriFold: Samsungs erstes Triple-Fold-Smartphone nimmt konkrete Formen an
Ein Gerät, das man hinter Glas bestaunt, während im Hinterkopf der Gedanke bleibt: „Sieht cool aus, aber kommt das wirklich jemals in den Handel?“ Genau dieser Eindruck beginnt jetzt zu kippen. In der Datenbank der Infocomm Media Development Authority (IMDA) in Singapur ist ein Samsung-Gerät mit der Bezeichnung SM-F968B/DS aufgetaucht – und in der Szene ist man sich praktisch einig, dass es sich dabei um das Samsung Galaxy Z TriFold handelt.

Solche Einträge sind mehr als nur Formalität. Hersteller reichen ihre Geräte erst dann bei Behörden wie der IMDA ein, wenn das Design final ist und die Software sich in der heißen Phase der Optimierung befindet. Traditionell tauchen neue Smartphones nur wenige Wochen vor dem offiziellen Launch in diesen Registern auf. Ein fixes Datum verrät die Zertifizierung zwar nicht, aber sie sendet eine klare Botschaft: Das Galaxy Z TriFold ist nicht länger eine ferne Vision, sondern steht kurz vor dem Start.

Was die IMDA-Zertifizierung über das Galaxy Z TriFold verrät

Der IMDA-Eintrag bestätigt zunächst den erwarteten Standard bei der Konnektivität
Galaxy Z TriFold: Samsungs erstes Triple-Fold-Smartphone nimmt konkrete Formen an
. Das Galaxy Z TriFold unterstützt Wi-Fi, Bluetooth und NFC – alles Pflichtprogramme für ein High-End-Gerät. Spannender ist jedoch, dass auch Ultra WideBand (UWB) gelistet ist. UWB wird in modernen Ökosystemen zunehmend wichtiger, etwa für präzise Ortung von Geräten, digitale Autoschlüssel oder smarte Tracking-Lösungen im Haus. Dass Samsung UWB integriert, zeigt, dass das TriFold nicht nur eine Design-Spielerei sein soll, sondern tief in die Galaxy-Welt eingebunden wird.

Der Anhang „DS“ im Modellnamen SM-F968B/DS steht für Dual SIM. Gerade in einem Gerät dieser Kategorie ist das konsequent: Wer sich ein Triple-Fold-Smartphone für mutmaßlich rund 3.000 US-Dollar kauft, gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zu der Zielgruppe, die auf einem einzigen Gerät Berufliches und Privates vereinen möchte. Ein echter Taschencomputer für Menschen, die viel unterwegs sind, viele Tools parallel nutzen und dennoch nicht zwei Smartphones mit sich herumschleppen wollen.

Vom Showpiece auf dem APEC-Gipfel zum fast fertigen Produkt

Die breite Öffentlichkeit bekam das Galaxy Z TriFold erstmals Ende Oktober auf dem APEC-Gipfel 2025 in Südkorea zu Gesicht. Samsung zeigte dort ein Gerät mit zwei Scharnieren und drei Displaysegmenten – allerdings streng isoliert in einer Glasvitrine. Besucher durften es nur betrachten, nicht berühren. Präsentiert wurde der Prototyp ausschließlich in zwei Zuständen: komplett aufgeklappt als kompakte Tablet-ähnliche Fläche und komplett zusammengefaltet als relativ schmaler Block.

Diese äußerst kontrollierte Demonstration weckte viel Neugier, aber auch Zweifel. Wenn die Presse das Gerät nicht einmal in der Hand halten darf, kann es dann wirklich schon kurz vor der Marktreife stehen? Die Skepsis blieb, bis ein kurzes, geleaktes Video im Netz landete. Darin war zu sehen, wie das TriFold in zwei Stufen gefaltet wird: erst das eine, dann das andere Segment. In wenigen Sekunden zeigte der Clip, was viele bislang nur auf Renderbildern gesehen hatten – ein Smartphone, das sich wie ein technisches Origami von einem normalen Formfaktor in eine deutlich größere Bildschirmfläche verwandelt.

Triple-Fold-Formfaktor: Zwischen Smartphone, Tablet und Mini-Laptop

Der größte Reiz des Galaxy Z TriFold liegt in seinem Formfaktor. Statt nur einmal zu knicken wie ein klassisches Foldable, bringt es zwei Scharniere und drei Displaybereiche mit. Im vollständig geöffneten Zustand bietet das Gerät eine nahezu quadratische oder leicht rechteckige Arbeitsfläche. Darauf lassen sich mehrere Apps nebeneinander anordnen – etwa Mail, Kalender und Browser gleichzeitig. Für Multitasking-Fans klingt das wie ein Traum: weniger Hin- und Hergesteppe zwischen Apps, mehr gleichzeitiger Überblick.

Richtig spannend wird es, wenn man das Gerät nur teilweise einklappt. Denkbar ist ein „Laptop-Modus“, in dem das untere Panel zur Tastatur wird, während die oberen Teile Inhalte anzeigen – vom Chat über Präsentationen bis hin zu Videokonferenzen. Kreative könnten eine Displayfläche als Zeichenfläche mit Stift nutzen und daneben Referenzen oder Notizen offen lassen. Auch fürs Gaming und Medienkonsum ergeben sich neue Möglichkeiten: das Gerät halb auf den Tisch stellen, unten Steuerung, oben das Spiel oder Video – ganz ohne zusätzliche Ständer.

All diese Szenarien funktionieren aber nur, wenn die Software mithält. Samsung muss sicherstellen, dass One UI intelligent auf unterschiedliche Faltzustände reagiert, Fenster automatisch sinnvoll anordnet und Entwickler-Apps die speziellen Layout-Optionen auch wirklich unterstützen. Die Herausforderung ist damit nicht nur mechanischer Natur. Das Z TriFold ist genauso ein Software-Projekt wie ein Hardware-Experiment.

Limitierter Start und Premium-Preis

Wer jetzt schon darüber nachdenkt, das Galaxy Z TriFold direkt zum Marktstart zu bestellen, sollte die Erwartungen dämpfen. Berichte aus Südkorea deuten darauf hin, dass Samsung zum Launch nur zwischen 20.000 und 30.000 Einheiten produzieren will. Das ist für einen globalen Konzern ein extrem kleiner Umfang – eher ein kontrollierter Feldversuch als ein klassischer Massenstart. Man will beobachten, wie sich das Gerät im Alltag schlägt, und bei Bedarf schnell nachjustieren.

Auch die Auswahl der Märkte wirkt bewusst vorsichtig. Gut vernetzte Leaker wie Evan Blass sprechen davon, dass das TriFold zunächst nur in wenigen Regionen erscheint, darunter Südkorea, China, Singapur, Taiwan und die Vereinigten Arabischen Emirate. Spätere Zertifizierungen deuten zwar darauf hin, dass auch die USA und einzelne europäische Länder Chancen auf einen Release haben, doch von einer breiten, gleichzeitigen Weltpremiere ist bislang keine Rede.

Die Zurückhaltung hat einen nachvollziehbaren Grund: Samsung erinnert sich nur zu gut an den holprigen Start des ersten Galaxy Fold, dessen frühe Testgeräte reihenweise Defekte zeigten. Mit dem TriFold will der Konzern offenbar vermeiden, erneut zum Gespött der Branche zu werden. Ein limitierter, leiser Rollout reduziert das Risiko und schafft Raum, um Kinderkrankheiten im Hintergrund zu kurieren.

Hinzu kommt der Preis. Branchenquellen gehen davon aus, dass das Galaxy Z TriFold ungefähr 3.000 US-Dollar kosten wird. Damit spielt es in einer Liga, in der die meisten Käufer sehr genau wissen, worauf sie sich einlassen – technikaffine Early Adopter, professionelle Vielnutzer und Enthusiasten, die lieber jetzt in die Zukunft investieren, statt zu warten, bis der Formfaktor im Mainstream angekommen ist.

Was das Galaxy Z TriFold für die Zukunft der Foldables bedeutet

Mit der IMDA-Zertifizierung rückt das Galaxy Z TriFold von der Konzeptstudie zur Realität. Es wird zwar zunächst nur eine kleine Gruppe von Nutzerinnen und Nutzern erreichen, dafür aber jene, die bereit sind, mit Samsung gemeinsam Neuland zu betreten. Ob sich der Triple-Fold-Formfaktor irgendwann durchsetzt oder eine edle Randerscheinung bleibt, ist offen. Sicher ist nur: Er erweitert das Spielfeld und zeigt, wie weit sich die Idee „Smartphone“ dehnen lässt.

Selbst wenn das TriFold nie die Verkaufszahlen eines klassischen Galaxy S-Modells erreicht, könnte es rückblickend als wichtiger Meilenstein gelten. Hier werden neue Scharnierkonzepte, neue Display-Schichtungen und neue Interface-Ideen in der Praxis getestet. Und genau aus solchen mutigen Experimenten entstehen später die Geräte, die wir irgendwann ganz selbstverständlich im Alltag nutzen. Das Galaxy Z TriFold ist damit weniger die Antwort auf eine aktuelle Nachfrage – und mehr die Frage an den Markt, wie die nächste Generation mobiler Computer aussehen soll.

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2 kommentare

Interlude December 5, 2025 - 12:44 pm

Ganz ehrlich, das Teil ist mehr Mini-Laptop als Smartphone, irgendwie feier ich das schon 😅

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TechBro91 January 25, 2026 - 8:20 pm

Wenn das Ding hält, was es verspricht, sehen wir in ein paar Jahren sicher günstigere Triple-Folds im Mainstream

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