Mit dem kommenden Update auf One UI 8.5 bringt Samsung eine Funktion, die den Alltag vieler Nutzer sicherer machen dürfte: die neue Datenschutz-Funktion. Sie erkennt automatisch sensible Informationen in Bildern und blendet diese aus, bevor man sie teilt. 
In einer Zeit, in der Screenshots, Dokumente und Fotos täglich über Messenger und soziale Netzwerke verschickt werden, könnte genau dieses Feature zum Standard werden.
So funktioniert die neue Schutzfunktion
Die Idee ist simpel, aber extrem praktisch: One UI 8.5 scannt ein Bild, das man verschicken möchte, und markiert Bereiche, die vertrauliche Daten enthalten könnten. Dazu gehören etwa Ausweisnummern, Adressen oder Rechnungsdetails. Statt selbst manuell Stellen zu verpixeln, erledigt das System diese Arbeit automatisch und bietet verschiedene Stile zur Auswahl – von Weichzeichnen bis hin zum kompletten Ausblenden mit einem schwarzen Balken.
Wenn man ein Foto über das Teilen-Menü versendet, findet man unter Mehr die Option Datenschutz. Nach dem Antippen analysiert das Gerät das Bild und schlägt sofort eine Bearbeitung vor. So lassen sich sensible Daten mit wenigen Klicks schützen.
Mehr Kontrolle für den Nutzer
Samsung hat die Funktion nicht starr gestaltet, sondern bewusst flexibel. In einer Detailansicht können Nutzer genau festlegen, welche Teile einer Aufnahme verborgen und welche sichtbar bleiben sollen. Mit der Vergleichen-Taste sieht man die ursprüngliche und die geschützte Version nebeneinander. Danach kann man das bearbeitete Bild direkt verschicken oder speichern.
Vom China-Test zur globalen Version
Interessanterweise ist die Technik nicht ganz neu: In älteren One-UI-Versionen war sie bereits vorhanden, allerdings ausschließlich in China. Erst mit One UI 8.5 wird das Feature weltweit ausgerollt und erreicht so ein riesiges Publikum. Dass Samsung diesen Schritt geht, zeigt deutlich, wie wichtig das Thema Privatsphäre für das Unternehmen inzwischen ist.
Künstliche Intelligenz auf dem Gerät
Offizielle technische Details gibt es bislang nicht, doch vieles spricht dafür, dass On-Device-KI die Basis bildet. Wahrscheinlich setzt Samsung auf ein System wie die Gemini-Nano-Integration, das Bilder lokal analysiert, ohne sie in die Cloud zu laden. Das ist nicht nur schneller, sondern auch vertrauenswürdiger – schließlich verlassen die Daten das Gerät nicht.
Warum es wichtig ist
Ob Kontoauszug, Ticket oder Identitätsnachweis: Wir alle verschicken regelmäßig sensible Informationen in Bildform. Ein Fehler beim Schwärzen oder eine vergessene Stelle kann ernsthafte Folgen haben. Die automatische Lösung von Samsung spart Zeit, reduziert das Risiko und macht den Schutz auch für weniger versierte Nutzer leicht zugänglich. Damit setzt der Hersteller ein starkes Zeichen: Privatsphäre soll kein kompliziertes Extra sein, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil des Smartphone-Alltags.
Es ist gut möglich, dass die neue Funktion nach dem Start von One UI 8.5 zu den meistdiskutierten Features gehört und die Messlatte für künftige Android-Oberflächen höher legt.
1 kommentar
kein perfekter Schutz, aber ein Schritt in die richtige Richtung