Die lang erwartete XR-Headset von Samsung mit dem Codenamen Project Moohan lässt noch etwas auf sich warten. Ursprünglich war der Start für den 29. 
September vorgesehen, doch aktuelle Berichte aus Korea sprechen nun von einer Verschiebung auf den 21. Oktober. An diesem Tag soll eine Online-Präsentation stattfinden, und direkt im Anschluss soll das Gerät verfügbar sein.
Das Moohan ist Samsungs erster Vorstoß in den Android-XR-Bereich und damit der Versuch, im heiß umkämpften Markt für Mixed Reality wieder Fuß zu fassen. Samsung plant zunächst mit rund 100.000 Einheiten, behält sich aber vor, diese Zahl je nach Nachfrage anzupassen. Branchenexperten sehen darin eine vorsichtige Strategie: das Interesse am XR-Markt testen, ohne gleich zu hoch zu pokern.
Als Grund für die Verzögerung wird die „Koordination interner Marketingstrategien“ genannt. Eine eher schwammige Begründung, die aber zeigt, dass Samsung einen möglichst wirkungsvollen Start hinlegen möchte. Bemerkenswert ist zudem, dass das Moohan nicht gemeinsam mit dem Galaxy Z TriFold enthüllt wird. Das erste Dreifach-Falt-Smartphone von Samsung soll Ende Oktober oder im November separat vorgestellt werden.
Beim Preis wird in Korea mit rund 2 Millionen Won gerechnet, was etwa 1.400 US-Dollar entspricht. Damit liegt das Moohan deutlich unter dem sehr teuren Apple Vision Pro, aber über der Mainstream-Option Meta Quest 3. Um diesen Preis zu rechtfertigen, setzt Samsung auf starke Technik: ein Display mit einer Pixeldichte von etwa 3.800 ppi – höher als beim Vision Pro –, den Qualcomm Snapdragon XR2+ Gen 2 Prozessor sowie satte 16 GB RAM. Ein Paket, das auf hohe Leistung und besonders immersive XR-Erfahrungen abzielt.
Sollten sich diese Daten bestätigen, könnte Samsung eine interessante Position einnehmen: bessere Bildqualität als Apple zu einem geringeren Preis, aber mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber Meta. Die kommenden Monate werden zeigen, ob es Samsung gelingt, im XR-Wettbewerb wieder ernsthaft mitzuspielen.
2 kommentare
16 GB RAM in einem Headset… irre
1400$ ist mir echt zu viel, Quest3 bleibt besser