Samsung stimmt die Tech-Welt schon jetzt auf die CES 2026 ein und nutzt wie gewohnt Las Vegas als große Bühne. 
Mit dem Event The First Look 2026 setzt der Konzern ein deutliches Ausrufezeichen: Bevor die Messehallen überhaupt öffnen, will Samsung zeigen, wohin sich sein DX-Bereich (Device eXperience) im kommenden Jahr entwickelt – von Fernsehern über Smartphones bis hin zum vernetzten Zuhause.
Das Event findet am 4. Januar 2026 im Latour Ballroom des Wynn Las Vegas statt, also zwei Tage vor dem offiziellen Start der CES. Dieser frühe Slot ist strategisch gewählt: Während andere Hersteller noch aufbauen, hat Samsung die volle Aufmerksamkeit, um Trends zu definieren, Schlagworte zu setzen und seine eigene Interpretation von Innovation und KI-gestützter Nutzererfahrung zu präsentieren.
Auf der Bühne steht TM Roh, CEO und Chef der DX-Sparte, im Mittelpunkt. Gemeinsam mit weiteren Top-Managern will er erklären, wie sich das Samsung-Ökosystem 2026 anfühlen soll. Es geht weniger um isolierte Produkte, sondern um die Frage: Wie greifen TV, Galaxy-Geräte, Wearables und Haushaltsgeräte ineinander, damit der Alltag nahtloser, komfortabler und spürbar intelligenter wird?
Der rote Faden des Abends ist klar: KI-gestützte Kundenerlebnisse und eine langfristige DX-Vision. Statt nur auf Sprachbefehle zu reagieren, sollen Geräte Kontexte verstehen – ob jemand zu Hause ist, Filme streamt, arbeitet oder schläft. Fernseher könnten automatisch Bild- und Toneinstellungen anpassen, smarte Geräte den Energieverbrauch optimieren und Smartphones Inhalte, Routineszenen oder Smart-Home-Aktionen proaktiv vorschlagen. Die Technik soll im Hintergrund arbeiten, nicht ständig Aufmerksamkeit einfordern.
Wer nicht live in Las Vegas dabei ist, kann das Event über den Livestream im Samsung Newsroom und auf YouTube verfolgen. Dort werden voraussichtlich polished Demos, Konzeptvideos und erste Einblicke in kommende Produkte gezeigt – noch bevor sie auf der CES 2026 in den Messehallen zu sehen sind. Für Tech-Fans, Journalistinnen und Analysten ist The First Look damit eine Art inoffizieller Startschuss der gesamten Messewoche.
Ein Highlight, über das schon jetzt spekuliert wird, ist das Galaxy Z TriFold. Nach mehreren Generationen klassischer Foldables ist eine dreifach faltbare Variante der nächste logische Schritt. Samsung dürfte The First Look nutzen, um endlich Details zur weltweiten Verfügbarkeit, zur Preisrange und zur Platzierung im Premium-Segment zu verraten. Ebenso spannend: Welche Märkte zuerst beliefert werden und wie konsequent Samsung den TriFold-Formfaktor als neue Geräteklasse positioniert.
Aus Nutzersicht könnte das Galaxy Z TriFold Smartphone, Tablet und Mini-Laptop in einem Gerät vereinen. Im Alltag wären Szenarien denkbar, in denen das Gerät unterwegs kompakt bleibt, im Café zur Produktivitätsmaschine mit mehreren App-Fenstern wird und zu Hause als Second Screen neben dem Fernseher dient. Auf dem Event dürfte Samsung solche konkreten Anwendungsszenarien zeigen, um zu unterstreichen, dass der TriFold nicht nur ein Gimmick, sondern ein ernst gemeintes Werkzeug für Arbeit, Gaming und Entertainment ist.
Parallel dazu werden neue TV-Generationen erwartet – von Neo QLED über OLED bis hin zu besonders großen Premium-Displays. Die Stichworte lauten: mehr Helligkeit für HDR, noch besserer Schwarzwert, flüssigere Darstellung für Gamer, Gaming-Hubs direkt im TV und KI-Upscaling, das schwächere Inhalte sichtbar aufwertet. Gerade für Wohnzimmer, in denen der Fernseher zum zentralen Entertainment-Hub geworden ist, spielt diese Kombination aus Bildqualität, Streaming-Komfort und Cloud-Gaming eine immer größere Rolle.
Auch beim Thema Smart Home dürfte Samsung in die Offensive gehen. Geplant ist eine noch engere Verzahnung von Haushaltsgeräten, Sensoren und Unterhaltungselektronik über einen gemeinsamen Hub. Egal ob Licht, Heizung, Sicherheitssystem oder Soundanlage – alles soll sich über eine einheitliche Oberfläche steuern lassen, idealerweise von der Couch aus über den TV oder per Smartphone. Gleichzeitig setzt Samsung verstärkt auf offene Standards, damit sich auch Produkte anderer Hersteller in das eigene Ökosystem einfügen.
The First Look ist damit weit mehr als eine klassische Produktshow. Das Event fungiert als Strategie-Schaufenster. Indem Samsung seine DX-Roadmap für 2026 und den Stellenwert von KI frühzeitig klarzieht, will das Unternehmen definieren, woran sich Wettbewerber messen lassen müssen. Die Botschaft: Nicht einzelne Datenblätter sind entscheidend, sondern das Zusammenspiel eines intelligenten, gut orchestrierten Ökosystems.
Für Nutzerinnen und Nutzer im deutschsprachigen Raum ist das Event ebenfalls interessant, auch wenn manche Geräte später hier ankommen. Wer die Präsentation verfolgt, bekommt ein gutes Gefühl dafür, welche Produkte, Designs und Funktionen mittelfristig auch im DACH-Markt landen könnten – sei es das Galaxy Z TriFold, neue Spitzen-TVs oder Smart-Home-Lösungen, die Wohnung, Haus oder Büro deutlich smarter machen.
Unterm Strich verspricht The First Look 2026 ein starker Auftakt für die CES zu werden. Zwischen KI-Offensive, TriFold-Hype, TV-Updates und Smart-Home-Strategie zeichnet Samsung Anfang Januar in Las Vegas ein ziemlich klares Bild davon, wie das Technologiejahr aus Sicht des Konzerns aussehen soll – und in welche Richtung sich unser digitaler Alltag entwickeln könnte.