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Skate 4 zwischen viralem Chaos und enttäuschten Fans

von ytools
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Das Warten hat ein Ende: Skate ist zurück – doch der Start hätte besser laufen können. Während soziale Netzwerke voll sind mit urkomischen Clips von Spielern, die durch wilde Rollen, Sprünge und Bauchklatscher schneller durch die Stadt rauschen als mit dem Skateboard selbst, fällt das Feedback auf Steam deutlich nüchterner aus.
Skate 4 zwischen viralem Chaos und enttäuschten Fans
Über 6.300 Reviews haben dem Spiel aktuell ein „Ausgeglichen“ verpasst – ein klares Zeichen für die gespaltene Stimmung zwischen Begeisterung und Ernüchterung.

Besonders kurios: Der größte Hype des Spiels hat gar nichts mit Skaten zu tun. Spieler fanden heraus, dass man mit einer Kombination aus Rollen, Abstoßen, „Seestern“-Pose in der Luft und anschließenden Slides mehr Tempo aufbauen kann als mit Tricks auf dem Brett. In Sekundenschnelle gingen Videos dieser bizarren Bewegungen viral. Die Avatare sehen dabei aus wie hilflose Stoffpuppen, schießen aber mit Lichtgeschwindigkeit durch die Map. Ein Kommentar brachte es auf den Punkt: „Digga, was spiele ich hier eigentlich? Das ist schneller als richtiges Skaten!“

Das Bewegungsmuster ist simpel, aber effektiv: Vorwärtstaste halten, Rolle, Sprung, in der Luft spreizen, landen, in den Slide gehen – und wieder zurück in die Rolle. Dieser Loop sorgt für aberwitzige Geschwindigkeit. Veteranen vergleichen das bereits mit alten Game-Exploits, etwa dem berüchtigten Reload-Trick in Metal Gear Solid 3. Offensichtlich nicht von den Entwicklern geplant, hat die Community den „Bug“ aber sofort als neues Meta-Feature akzeptiert.

Doch so lustig die Videos sind: Die größeren Schwächen lassen sich nicht überdecken. Viele Fans fühlen sich um die Klassiker der Serie betrogen. Kultige Modi wie Hall of Meat, Game of Skate oder Deathraces fehlen komplett. Ein enttäuschter Spieler schrieb: „Abgesehen von der Steuerung ist nichts mehr von den alten Teilen übrig. Stattdessen haben wir einen leeren Rahmen mit integriertem Item-Shop.“

Auch technisch gibt es reichlich Kritik. Abstürze, Bugs im Tutorial und eine Präsentation, die teilweise schwächer wirkt als Skate auf der PS3, sorgen für Frust. Die Charaktererstellung sei flach, das Art Design im Vergleich zu früheren Test-Builds langweilig und unfertig. Besonders die Pflicht zum Online-Modus und die Glücksrad-artigen Mikrotransaktionen für kosmetische Items haben viele verärgert – für viele Spieler ein klarer Hinweis darauf, dass Monetarisierung über Spielspaß gestellt wird.

Ganz ohne Verteidiger bleibt Skate aber nicht. Einige Spieler erinnern daran, dass es sich noch um Early Access handelt und Features nachgereicht werden können. Sie loben die Steuerung als die beste im Genre und den Kern des Gameplays als solide. „Alle wollten es seit dem F2P-Announcement runtervoten“, so ein Fan. „Aber ganz ehrlich, es fühlt sich großartig an, Frostbite läuft butterweich. Gebt dem Team ein paar Monate.“

Andere bleiben skeptisch. Dass EA hinter dem Projekt steht, sorgt automatisch für Misstrauen. Für viele ist es keine Überraschung, dass der Release unfertig wirkt und der Fokus auf Mikrotransaktionen liegt. „Ein EA-Spiel, das wie ein EA-Spiel aussieht – welch Wunder“, spottete ein User. Die Stimmung: Skate 4 hätte ein Selbstläufer sein können, ist aber im jetzigen Zustand eher ein Service-Game mit fragwürdigen Prioritäten.

Zur Erinnerung: 2020 angekündigt, befand sich Skate lange in geschlossenen Playtests. Schon damals tauchten kosmetische Microtransactions auf. Previews – unter anderem von IGN – lobten Steuerung, offene Welt und Sandbox-Feeling. All das steckt auch jetzt drin, wird aber von fehlenden Modi und Bugs überschattet. Ergebnis: Ein Spiel, das aktuell mehr Spaß macht, wenn die Spielfigur auf die Nase fällt, als wenn man saubere Tricks landet.

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1 kommentar

SassySally November 8, 2025 - 11:39 pm

sorry, aber die PS3-Version sah echt besser aus als das hier

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